Fotos: Christian Buseck

Bachmann, Robin

Teilpunktvergabe und deren Auswirkung auf psychometrische Kennwerte.

Bachelorarbeit, 30. Mai 2016

Abstract (Englisch)

Partial Credit Scoring and its impact on psychometric values.

Intelligence, the most researched personality trait, is able to predict performance in scholastic and professional settings (Asendorpf, 2015). To improve diagnostic decissions based on intelligence tests, an increase of psychometric values is appropriate. Partial credit scoring as a possibility to increase reliability, validity and acceptance based on Kersting (2008) is the main interest of this bachelor thesis. Additionally it was of interest, whether ability estimators of the IRT, compared to the sum score of the CTT, have an impact on criterion validity. All in all, 12 criterias were examined. An adjusted method of Meng, Rubin and Rosenthal (1992) was used for testing the differences between correlations.
The large part of the sample (N = 419) were students (86.4 %), which had to solve items of the Hagen Matrices Test (Heydasch, Renner, Haubrich, Hilbig, & Zettler, 2014). Contrary to expectations, reliability calculated with partial credit scoring was found decreased. Partial credit scoring decreased significantly the criterion validity of the math grade and increased significantly the criterion validity of the art lessons grade. No reason as it regards the content of these findings can be given. Differences concerning the acceptance, can be explained by the variance of the baseline performance between the groups. Future research should focus on the psychometric values of the criterias used for validation.


Bandurka, Katarzyna

Geschlechtsstereotype bis ins letzte Glied? – Einfluss von geschlechtsstereotyp formulierten Verhaltensankern auf das Eignungsurteil über die Führungsfähigkeit .

Bachelorarbeit, 14. Juli 2017

Abstract (Deutsch)

In der vorliegenden Online-Studie wurde der Einfluss von männlich-stereotyp formulierten Verhaltensankern auf die Beurteilung der  Führungsfähigkeit einer Kandidatin untersucht. Versuchspersonen betrachteten das Video einer Kandidatin und beurteilten ihre Führungsfähigkeit. Die Beurteilung erfolgte anhand eines Beurteilungsbogens mit entweder männlich-stereotyp formulierten oder neutral formulierten Verhaltensankern. Es wird überprüft, ob männlich-stereotype Verhaltensanker zu einer schlechteren Beurteilung der Kandidatin führen (H1) und ob eine schlechtere Beurteilung auf Ebene der Verhaltensanker stattfindet (H2). An der Studie nahmen N=118 Versuchspersonen teil, davon 33.9% männlich, 64.4% weiblich und 1.7% ohne Angabe, im Alter von 18 bis 77 Jahren (M = 27.64 Jahre, SD = 10.112), 72.0% waren Studierende. 62 Personen waren der männlich-stereotypen Bedingung zugeordnet, 56 der neutralen. Hinsichtlich der Beurteilung der Führungsfähigkeit gibt es keinen signifikanten Unterschied zwischen den Bedingungen (U = 1521.00, Z = -1.303, p = .096) (H1). Auf Ebene der Verhaltensanker insgesamt gibt es einen signifikanten Unterschied (U = 932.500, Z = -2.691, p=.003, r = 0.260) (H2). Im Schnitt erzielt die Kandidatin auf Ebene der Verhaltensanker eine schlechtere Bewertung im Beurteilungsbogen mit männlich-stereotyp formulierten Verhaltensankern als im Beurteilungsbogen mit geschlechts-neutral formulierten Verhaltensankern. Weitere Forschung ist nötig, um zu untersuchen, wie genau sich männlich-stereotyp formulierte Verhaltensanker auf die Beurteilung der Führungsfähigkeit von Frauen auswirken können und welche weiteren Faktoren dabei eine Rolle spielen könnten.

Abstract (Englisch)

Gender stereotypes to the last link? The impact of gender stereotypic worded behavioral anchors on the assessment of leadership ability.

This online survey examines the impact of male stereotypic worded behavioral anchors on the assessment of a female candidate’s leadership ability. After watching a video of the candidate, the participants assessed her leadership ability. For assessing the participants used an assessment rating sheet with either male-stereotyped or gender neutral behavioral anchors. The study investigates whether male-stereotypic worded behavioral anchors lead to a poorer assessment of the candidate (H1) and whether a poorer assessment takes place on the behavioural anchor level (H2). N=118 subjects participated in the study, thereof 33.9% male, 64.4% female and 1.7% not specified. The participants were between 18 and 77 years old (M = 27.64 years, SD = 10.112), there was a share of 72.0% of students. 62 subjects participated in the male stereotypic treatment and 56 in the gender-neutral treatment. There is no significant difference between the treatments regarding the assessment of the leadership ability (U = 1521.00, Z = -1.303, p = .096) (H1). But there is a significant difference on the level of the behavioral anchors (U = 932.500, Z = -2.691, p=.003, r = 0.260) (H2). On average, the candidate receives a poorer evaluation on the level of the behavioral anchors by the participants which used the assessment rating sheet with male-stereotyped behavioral anchors. Further research is needed to examine how male stereotypic worded behavioural anchors affect the assessment of a female candidate’s leadership ability in detail and what other determinants may be needed to consider.


Baur Friederike

Intelligenz, Persönlichkeitseigenschaften und Coping als Prädiktoren von Erfolg und Stress im Studium.

Masterarbeit, 13. Dezember 2016

Abstract (Deutsch)

Viele Studien belegen Zusammenhänge zwischen Studieneignungsmerkmalen wie Intelligenz oder Gewissenhaftigkeit und Erfolgskriterien wie dem Notendurchschnitt, der Abbruchsintention oder dem Stress im Studium. In der vorliegenden Untersu-chung wurde der Notendurchschnitt und die Abbruchsintention statistisch vorherge-sagt. Auch die Zusammenhänge der Erfolgskriterien untereinander wurden unter-sucht. Außerdem wurde ein vermittelnder Effekt von Coping-Strategien zwischen Eignungsmerkmalen und Stress angenommen. Um die Hypothesen zu überprüfen, wurden mittels einer Online-Umfrage Daten einer studentischen Stichprobe erho-ben. Die Ergebnisse zeigen, dass Gewissenhaftigkeit mit dem Notendurchschnitt und Neurotizismus mit Stress zusammenhängt. Die Abbruchsintention und Stress korrelieren positiv, jedoch nicht signifikant miteinander. Die anderen Hypothesen lassen sich nicht bestätigen. Weiterführend liefern die Ergebnisse Hinweise darauf, dass die Coping-Strategie des positiven Denkens unabhängig von der Persönlich-keit mit weniger Stress assoziiert wird.

Abstract (Englisch)

Intelligence, personality traits and coping as predictors of academic success and stress among students.

Many studies show associations between characteristics of aptitude like intelligence or conscientiousness and criteria of academic success like the GPA (Grade Point Average), the intention of university withdrawal and stress among students. In this study the GPA and the intention to quit should be predicted statistically. The asso-ciations between different criteria of success were examined. A mediating effect of coping strategies between characteristics of aptitude and stress was assumed. To test the hypotheses a web based survey was used to gather data about a student sample. The results showed that conscientiousness is associated with the GPA and neuroticism is associated with stress. The intentions of withdrawal correlate posi-tively but not significantly with stress. The other hypotheses were not supported by the data. There was also evidence that the coping strategy positive thinking is as-sociated with less stress independently of personality traits.


Becker, Sabine

Konstruktvalidität – Evaluation zweier Development Center.

Diplomarbeit, 20. August 2002

Abstract (Deutsch)

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Evaluation zweier in der deutschen Wirtschaft angewandter Development Center (DC), im Folgenden als DC-A und DC-B bezeichnet. Neben der Überprüfung auf die allgemeine Konstruktvalidität in den DCs, wird der Einfluss der Dimensionsanzahl, des Peer-Ratings und zweier Leistungstests auf die konvergente Validität betrachtet. Die Daten wurden in 3 ½ tägigen DC-Veranstaltungen an 94 Teilnehmern (89 m, 5 w) für DC-A und an 44 Teilnehmern (40 m, 4 w) für DC-B erhoben. Die Teilnehmergruppen setzten sich aus Personen, die Potential für eine angehende Führungskraft besitzen, zusammen. Die Altersspanne lag zwischen 28 – 45 Jahren. Jeder Teilnehmer wurde über mehrere Übungen anhand mehrerer Anforderungsdimensionen beobachtet und beurteilt. Zusätzlich wurde von den Teilnehmern ein Peer-Rating erhoben. Die so gewonnenen Daten wurden einer Multitrait-Multimethod-Analyse und einer explorativen Faktorenanalyse unterzogen. Die Überprüfung auf signifikanten Unterschied erfolgte mit dem Test auf Unterschiede zweier Korrelationskoeffizienten. Die Ergebnisse zeigen, dass Konstruktvalidität in beiden Development Centern nicht gegeben und der Einfluss der Dimensionsanzahl, des Peer-Ratings und der Leistungstests nicht signifikant ist. Verbesserungsvorschläge zur Erhöhung der Konstruktvalidität werden abschließend diskutiert.


 

Birk, Matthias

Zur Validität der Anforderungsanalyse.

Diplomarbeit, 9. September 2004

Abstract (Deutsch)

Wie valide lassen sich Stellen- und Ausbildungsanforderungen mittels eines standardisierten Fragebogens erfassen? Zur Untersuchung dieser Frage wurden Stelleninhaber (N=108) und Vorgesetzte (N=121) aus der Kommunalverwaltung sowie Laien (N=71) anhand eines Anforderungsanalyseverfahrens befragt. Die Grundidee der Arbeit ist es, die Validität der Anforderungsanalyse indirekt, nämlich über die Prüfung der Kriteriumsvalidität einer aufgrund der Ergebnisse der Anforderungsanalyse gewichteten Testbatterie, zu untersuchen (N=140). Die Validität der derart gewichteten Testbatterie wird mit der Validität verglichen, die erzielt wird, wenn die Gewichtung der Testbatterie aufgrund der Ergebnisse der mit Laien durchgeführten Anforderungsanalyse vorgenommen wird. Außerdem wurden die Test­komponenten von einer Expertengruppe direkt (ohne den Umweg über eine Anforderungsanalyse) gewichtet oder aber alle Testkomponenten wurden einfach gleichgewichtet. Auch die bei diesen Gewichtungen erzielten Validitätskoeffizienten sollen mit den Validitätskoeffizienten verglichen werden, die bei einer Gewichtung aufgrund der Ergebnisse der Anforderungsanalyse erzielt werden. Weitere Fragestellungen thematisieren die Urteilstendenzen. So wird beispielsweise gefragt, ob Stellen­inhaber bei der Bearbeitung von anforderungsanalytischen Fragebogen stärker sozial erwünscht antworten als deren Vorgesetzte.
Die Validität im Sinne der Übereinstimmung der Anforderungsanalyse-Beurteilungen mit Experten fällt hoch aus. Hingegen eignen sich die Anforderungsanalyse-Beurteilungen wenig für die Gewichtung von Testkomponentaen, verglichen mit der direkten Gewichtung durch Experten und der gleichmäßigen Gewichtung aller Kompo­nenten. Es zeigen sich Urteilstendenzen der Art, dass Stelleninhaber ihre eigenen Anforderungen höher beurteilen als deren Vorgesetzte; die Anforderungs-Beur­teilungen beider korrelieren hoch mit der sozialen Erwünschtheit der Merkmale.
Laien erbringen vergleichbar valide Anforderungs-Beurteilungen wie Stellenexperten.


 

Bösinghaus, Jana

Schambezogene Intervention zur Reduktion von Testangst.

Masterarbeit, 1. Juli 2015

Abstract (Deutsch)

Ein besonderes Kennzeichen von Testangst sind sorgenvolle Gedanken, welche über kognitive Interferenzprozesse zu schlechten Leistungen führen. Ein Sorgenaspekt ist da-bei die Befürchtung von Schamerlebnissen. Für die Bewältigung letzterer hat sich der Kontakt zu anderen Betroffenen als hilfreich erwiesen. In der vorliegenden kontrollierten Interventionsstudie (N = 93) wurde daher untersucht, ob das Testangsterleben im Ge-samten und das Ausmaß der Besorgtheit und Interferenz im Einzelnen bei Schülern ab-nehmen, wenn diese durch den Brief einer anderen Schülerin von deren leistungsbezo-genen Schamerlebnis erfahren. Die Kontrollbedingung beinhaltete Informationen über positive Erfahrungen anderer Schüler in einer Leistungssituation. Für die Testangstinter-vention zeigte sich keine spezifische Wirksamkeit. Im Gegenteil nahmen Testangst, Be-sorgtheit und Interferenz in beiden Versuchsgruppen bedeutsam ab. Als Ursache für den fehlenden Wirksamkeitsnachweis der Intervention werden eine mangelnde präventive Wirkung der Schambewältigungsmaßnahme und der durch den Brief nur indirekt vorhan-dene Kontakt zu einer anderen betroffenen Person diskutiert. Die vorgefundenen grup-penübergreifenden Testangstreduktionen werden auf einen Effekt der Messwiederholung an sich zurückgeführt.

Abstract (Englisch)

Worry is the component of test anxiety which causes cognitive interference and poor per-formance. One aspect of it is the fear of experiencing shame. Therefore, the objective of this study (N = 93) was to examine if an intervention supporting shame resilience would reduce test anxiety, especially worry and cognitive interference. The idea is that contact with others who are equally affected facilitates coping with shame. Therefore pupils in the treatment group read a student’s letter in which she reports on her own shame experience in an achievement test. Pupils in the control group were informed that students had no problems with the test. Against the expectations, results showed no superiority of the intervention but significant reductions of test anxiety, worry and cognitive interference in both groups. Reasons discussed for the failing intervention are that (1) shame resilience possibly cannot be supported in prevention and that (2) the letter solely creates an indirect contact. Overall reduction effects could be due to the repeated measurements itself.


 

Bothe, Pascale

Persönlichkeitsgutachten in der Personal-Praxis. Wie sehen sie aus, was sagen sie aus?

Bachelorarbeit, 21. Mai 2014

Abstract (Deutsch)

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit Persönlichkeitsgutachten aus dem Bereich der Arbeits- und Organisationspsychologie und lässt sich in zwei große Bereiche gliedern: Zum einen wurde anhand einer Stichprobe von 23 Gutachten deskriptiv untersucht, welche Gestaltungsmerkmale ihnen gemeinsam sind bzw. in welcher Hinsicht es Unterschiede gibt. Generell lässt sich festhalten, dass innerhalb der vorliegenden Stichprobe eine große Varianz bezüglich des Umfangs der Gutachten zu finden ist; dass der Aufbau aber in der Regel derselben Struktur folgt. Zum anderen wurde ein Kategoriensystem erstellt, das es ermöglicht, sogenannte „Barnum-Aussagen“ in Persönlichkeitsgutachten zu identifizieren. Dieses Kategoriensystem wurde in einer ersten Erprobung von sechs Personen bei Teilen der oben genannten Gutachten angewendet. Zusammenfassend kann man sagen, dass (laut dem aggregierten Urteil über je zwei Anwender pro Gutachten) keines der vorliegenden Gutachten gemäß dem entwickelten Kategoriensystem als „barnum-frei“ einzuschätzen ist, was die Untersuchungssequenz von jeweils zehn Aussagen betrifft. Da jedes Gutachten von zwei Personen beurteilt wurde, konnte auch die intersubjektive Übereinstimmung der getroffenen Urteile erfassen werden. Was diese Maß für die Reliabilität des Kategoriensystems betrifft, besteht noch Verbesserungsbedarf.

Abstract (Englisch)

The present paper is about personality reports in the context of work and organizational psychology. It consists of two parts: One is the descriptive analysis of commonalities and differences in between a sample of 23 personality reports. In general, there is a great variance as far as the volume of the reports is concerned. The structure of the reports however is quiet similar. The other part of this paper is about the personal validation fallacy: To examine this fallacy in personality reports, a category system was developed which helps to identify linguistic aspects inducing personal validation fallacy. In a first trail, six users applied this category system to investigate parts of the sample (the first ten statements of the reports). Summing up, it can be stated that none of the personality reports examined here is free from aspects that induce the fallacy (based on the aggregated judgments of respectively two user of the category system per report). Since every report was examined by two different users, the inter-rater-reliability could be estimated: The average agreement of the user should be improved, mainly by refining the categories.


Bothe, Pascale

Der Einfluss von Priming auf Leistungsemotionen.

Masterarbeit, 28. April 2016

Abstract (Deutsch)

Mit seiner Kontroll-Wert-Theorie hat Pekrun (2006) ein Modell etabliert, das die Entstehung von Emotionen in Leistungssituationen auf die Faktoren Kontrolle über und Bewertung von Ergebnis/Handlung zurückführt. Im Fokus dieser Arbeit steht der Faktor Kontrolle. Pekrun (ebd.) schlüsselt ihn in drei Komponenten auf: die Handlungs-Kontroll-, die Handlungs-Ergebnis- und die Situations-Ergebnis-Überzeugung. Die beiden erstgenannten können laut Pekrun (ebd.) als Selbst-wirksamkeit nach Bandura (1977) verstanden werden. Hansen und Wänke (2009) demonstrierten, dass Selbstwirksamkeit den Effekt von Stereotyp-Priming auf Leistung mediiert. Eine entsprechende Untersuchung zum Einfluss auf Emotionen fehlt noch. Daher sollte hier anhand eines Gruppenvergleichs (Priming- vs. Kon-trollgruppe) innerhalb einer studentischen Stichprobe (N=135) geklärt werden, ob ein Selbstwirksamkeits-Priming die Emotionen beeinflusst. Alle Teilnehmer bear-beiteten einen kognitiven Fähigkeitstest (Leistungssituation). Die Gruppen wurden hinsichtlich der spezifischen Selbstwirksamkeit und der Emotionen verglichen: Es zeigten sich keine signifikanten Unterschiede. Dementsprechend konnte auch kei-ne Mediation des Priming-Effekts auf die Emotionen durch die spezifische Selbst-wirksamkeit nachgewiesen werden.

Abstract (Englisch)

The influence of priming on achievement emotions.

The control-value theory (Pekrun, 2006) states that achievement emotions can be attributed to the factors control over and value of activity/outcome. This work focusses on control, which can be broken down into three components: action-control, action-outcome and situation-outcome expectencies. After Pekrun ( ibid.), the first ones can be seen as equivalent to the concept of self-efficacy (Bandur-a,1977). Hansen and Wänke (2009) demonstrated that self-efficacy mediates the effect of stereotype-priming on achievement. A corresponding examination con-cerning the influence on emotions is lacking. Therefore a between-group-design (priming vs. control) was conducted within a student-sample (N=135) to help ans-wer the question, if self-efficacy priming can influence the emotions. Participants completed an cognitive ability test (achievement situation). Group comparisons in self-efficacy and emotions revealed no significant differences. Consequently there was no evidence for the mediation of priming effect on emotions via self-efficacy.


Brenner, Marie-Sophie

Rechtschreibung: Mehr als Orthographie? Zur Konstrukt- und Kriteriumsvalidität eines Interpunktionstests.

Bachelorarbeit, 20. Mai 2013

Abstract (Deutsch)

Ist Rechtschreibung mehr als Orthographie? Bei der Erfassung von Rechtschreibung wird die Interpunktion häufig nicht berücksichtigt. Dabei stellt die Kommasetzung einen der fehlerträchtigsten Bereiche der Rechtschreibung dar (Metz, 2005). Zur Beantwortung dieser Frage wurde in erster Linie der Zusammenhang zwischen Orthographie- und Interpunktionsleistung analysiert. Des Weiteren sollte ein Interpunktionstest des Zentrums für fremdsprachliche und berufsorientierte Kompetenzen der Justus-Liebig-Universität Gießen auf seine Konstrukt- und Kriteriumsvalidität untersucht werden. Die Forschungsstichprobe bildeten 75 Gymnasiasten der Oberstufe. Eine Testbatterie, bestehend aus zwei Rechtschreibtests, zwei Interpunktionstests, zwei Subtests des BIS-4 zur fluiden Intelligenz und dem MWT-B, kam zum Einsatz. Es wurde ein mittlerer Zusammenhang zwischen Orthographie- und Interpunktionsleistung gefunden. Beide Konstrukte korrelierten gering mit allgemeiner Intelligenz. Darüber hinaus wies die Interpunktionsleistung einen geringen Zusammenhang mit fluider und die Orthographieleistung einen mit kristalliner Intelligenz auf.
Zwischen Schulnoten und Orthographie- beziehungsweise Interpunktionsleistung gab es keine signifikanten Korrelationen bis auf eine geringe mit der Mathematiknote. Insgesamt sprechen die Befunde für die Annahme, dass Interpunktion, genau wie Orthographie, Teil des übergeordneten Konstrukts der „RECHTschreibung“ im Sinne normgetreuer Schreibung ist (Nerius et al., 2007). Die Konstruktvalidität des Zeichensetzungstests konnte zum Teil belegt werden.

Abstract (Englisch)

Is spelling more than just orthography? In the assessment of spelling ability punctuation is often not included, although punctuation is one of the areas most prone to mistakes (Metz, 2005). In order to answer this question, the relationship between orthography and punctuation performance was analysed. Furthermore a punctuation test (Zentrum für fremdsprachliche und berufsorientierte Kompetenzen, Justus-Liebig-Universität Gießen) was examined regarding its construct and criterion validity. The sample was made up of 75 pupils who were attending a German high school. A row of tests, consisting of two spelling tests, two punctuation tests, two BIS-4 subtests for fluid intelligence and the MWT-B were used. Results indicate a medium correlation between orthography and punctuation performance. Both constructs showed slight correlations to general intelligence. What is more, punctuation performance was slightly related to fluid intelligence and orthography performance to crystallized. There were no significant links between school grades and orthography or punctuation performance, apart from a low correlation to math grades. All in all, the results imply that punctuation, just like orthography, is part of the overlying construct of spelling ability (Nerius et al., 2007). The punctuation test’s construct validity could partly be confirmed.


 

Bühler, Olaf

Der Einsatz von Persönlichkeitsfragebögen in wirtschaftspsychologischen Trainings: Ziele und Praxis.

Bachelorarbeit, 1. Juni 2015

Abstract (Deutsch)

Der Scientist Practitioner Gap ist seit vielen Jahren erforscht und unter anderem auch im deutschen Personalmanagement bekannt (Schuler, Hell, Trapmann, Shaar, & Boramir, 2007). Auf der Suche nach Strategien zu Verminderung des Scientist Practitioner Gap forschte man in den letzten Jahren beispielsweise in den Bereichen der Kommunikation, des Handlungskontextes und expliziten bzw. impliziten Entscheidungskriterien in der Gestaltung der Diagnostik (Kersting, 2008). Zur weiteren Untersuchung des Scientist Practitioner Gaps in wirtschafts-psychologischen Trainings wurden N=85 Trainer mit einem dafür entwickelten Online-Fragebogen befragt. Als Ergebnis dieser deskriptiven Untersuchung konnten wichtige Fragen wie die wichtigsten Ziele der Trainer, die konkrete Durchführung beim Einsatz eines Persönlichkeitsfragebogens und die weitere Verwendung der Ergebnisse des Fragebogens geklärt werden. Die Trainer verfolgten mehrheitlich Ziele, die dem Sinn eines Persönlichkeitsfragebogens entsprachen. Es zeigten sich Hinweise, dass die Gütemerkmale eines Fragebogens seitens der Trainer nicht zweifelsfrei interpretiert werden können, woraus man Konsequenzen für die Reduzierung des Scientist Practitioner Gaps durch besseren verständnisgeleiteten Wissenstransfer ziehen kann.

Abstract (Englisch)

Using personality questionnaires in business psychological trainings: objectives and practice.

The Scientist Practitioner Gap was researched for many years and among other things, the German personnel management known (Schuler, Bright, Trapmann, Shaar, & Boramir, 2007). Looking for strategies to reduce the Scientist Practitioner Gap they were sought in recent years, for example in the areas of communication, of the action context and explicit or implicit decision criteria in the design of diagnosis (Kersting, 2008). For further investigation of the Scientist Practitioner Gap in business psychological training N=85 coaches were interviewed by a specially developed online questionnaire. As a result of this descriptive study important issues such as the main objectives of the coach, the actual implementation of the use of a personality questionnaire and the further use of the results of the questionnaire could be clarified. The coaches pursued majority targets which corresponded to the sense of a personality questionnaire. Results indicated that the quality criteria of a questionnaire by the coach cannot be interpreted unambiguously, from which one can draw conclusions for the reduction of the Scientist Practitioner Gap through better knowledge transfer by guided understanding.


 

Busen, Bernd

Zum Zusammenhang zwischen Persönlichkeitsmerkmalen der Geführten und ihren Vorstellungen von idealen Führungskräften.

Diplomarbeit, 30. März 2007

Abstract (Deutsch)

Führung ist ein komplexer Prozess, bei dem die Interaktion zwischen der Führungskraft und den Geführten eine zentrale Rolle spielt. Häufig steht jedoch die Führungskraft einseitig im Vordergrund der Forschung. Die vorliegende Arbeit fokussiert hingegen die geführten Personen und untersucht, ob die Vorstellungen über eine ideale Führungskraft in Abhängigkeit von den Persönlichkeitsmerkmalen der Geführten variieren. Bevorzugen Geführte eher solche Eigenschaften einer Führungskraft, die auch bei ihnen selber hoch ausgeprägt sind (Ähnlichkeitshypothese) oder bevorzugen sie eher solche Eigenschaften einer Führungskraft, die bei ihnen selber nur schwach ausgeprägt sind (Hypothese der komplementären Bedürfnisse)? Diese Thesen, sowie weitere Fragestellungen, werden in der Arbeit für alle Persönlichkeitsmerkmale des Fünf Faktoren Modells geprüft.
Im Ergebnis zeigten sich insgesamt nur schwache Zusammenhänge zwischen den Persönlichkeitsmerkmalen der Geführten und ihren Führungspräferenzen. Die Ähnlichkeitshypothese konnte für die globalen Big Five Persönlichkeitsmerkmale Extraversion, Verträglichkeit und Gewissenhaftigkeit insgesamt bestätigt werden. Beim Persönlichkeitsmerkmal Neurotizismus variierten die Ergebnisse in Abhängigkeit von der jeweiligen Ausprägung des Merkmals. Bei Geführten mit geringen Neurotizismuswerten galt die Ähnlichkeitshypothese, bei Geführten mit hohen Neurotizismuswerten die Hypothese komplementärer Bedürfnisse. Durch eine spezifischere Operationalisierung sowie durch die Herstellung von Symmetrie hinsichtlich des Generalitätsniveaus zwischen den zu vergleichenden Variablen ließen sich teils statistisch bedeutsam prägnantere Zusammenhänge aufzeigen.

Abstract (Englisch)

This study investigates the relationship between followers‘ personalities and their leadership preferences (implicit leadership theories) and examines whether the resulting relationships can be explained by the similarity attraction hypothesis and by the need-complementary hypothesis. Recent studies in this field usually choose the Big Five to assess the followers‘ personalities. This study raises the question whether an additional, more specific conceptualisation of the followers‘ personalities as well as a symmetrical registration of the compared variables (personalities of the followers and their leadership preferences) are useful to receive stronger relationships. Furthermore it is examined whether there exists also a relationship between followers‘ cognitive abilities (verbal intelligence) and their leadership preferences.
Results support the similarity attraction hypothesis for the Big Five dimensions extraversion, agreeableness and conscientiousness. For openness and verbal intelligence no substantial relationships could be provided. For neuroticism, results indicate that both the similarity attraction hypothesis (for followers low in neuroticism) and the need-complementary hypothesis (for those high in neuroticism) may partially explain the results. By using more specific traits to assess followers‘ personalities as well as completely symmetrical registration of the compared variables, stronger relationships could be shown.


Dawood, Anna

Zum Zusammenhang von sozialer Unterstützung und Studienzufriedenheit im Studieneinstieg.

Bachelorarbeit, 29. Mai 2017

Abstract (Deutsch)

In der vorliegenden Längsschnitt-Studie wurde vor dem Hintergrund der social cognitive career theory (SCCT) (Lent, Brown & Hackett 1994; Lent, Singley, Sheu, Schmidt & Schmidt, 2007) der Zusammenhang von sozialer Unterstützung und der Studienzufriedenheit im Studieneinstieg unter Mediation durch die Studieneinstiegs-Selbstwirksamkeitserwartung untersucht. An der fächerübergreifenden Online-Befragung nahmen 153 Studieneinsteiger1 (20.3% männlich, 77.8 % weiblich) im Alter von 15 bis 50 Jahren (M = 20.75 Jahre, SD = 4.40 Jahre) zu zwei Messzeitpunkten teil. Die Mehrzahl der Teilnehmenden (71.24%) studierte an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Soziale Unterstützung in Form von wahrgenommener sozialer Unterstützung und Suche nach sozialer Unterstützung zu Studienbeginn (T1) hatte einen signifikanten direkten Effekt auf die Zufriedenheit von Studieneinsteigern mit den Studieninhalten, den Studienbedingungen und der Bewältigung der Studienbelastung am Ende des ersten Studiensemesters (T2). Die Studieneinstiegs-Selbstwirksamkeit mediierte den genannten Zusammenhang. Die Zusammenhänge mit weiteren Prädiktoren im Rahmen der SCCT bedürfen jedoch weiterer Forschung, insbesondere mit Blick auf die Weiterentwicklung des Self-Assessment-Angebots der Justus-Liebig-Universität Gießen und potenzielle Interventionen seitens der Hochschule.

Abstract (Englisch)

The relationship between social support and satisfaction in the academic context.

This longitudinal study examined the relationship between social support and academic satisfaction of study entrants with mediation by the study-entrance selfefficacy against the background of the social cognitive career theory (SCCT) posited by Lent, Brown and Hackett (1994) (also Lent, Singley, Sheu, Schmidt & Schmidt, 2007). In the online survey, 153 study entrants (20.3% male, 77.8% female) aged between 15 and 50 years (M = 20.75 years, SD = 4.40 years) participated in two points of measurement. The majority of the participants (71.24%) studied at the Justus-Liebig-University Giessen, studying various subjects. Social support (perceived support and search for social support) at the start of studies (t1) had a significant direct effect on the academic satisfaction of study entrants with their study contents, conditions and coping at the end of the first semester (t2). The study-entrance self-efficacy mediated this relationship. However, the relationships with other predictors within the framework of SCCT require further research, especially with a view to optimizing the self-assessment of the Justus-Liebig-University Giessen and potential interventions.


Dlugosch, Simone

Prognosekraft, geschlechtsspezifische Validität und Fairness des Auswahlverfahrens einer privaten Hochschule.

Diplomarbeit, 22. Juli 2004

Abstract (Deutsch)

Die Arbeit evaluiert das Auswahlverfahren einer privaten Hochschule für Rechtswissenschaft – der Bucerius Law School – hinsichtlich dessen Prognosekraft, ge­schlechts­spezifischer Validität und Fairness. Grundlage hierfür sind die Daten von 154 Personen aus den Durchführungsjahren 2000 und 2001.

Das Auswahlverfahren ist sequentiell angelegt: Anhand der Abiturdurchschnittsnote und dem Ergebnis aus einem spezifischen Studierfähigkeitstest werden in einem ersten Schritt ca. 200 von etwa 400 Studienplatzbewerbern ausgewählt. Diese durchlaufen ein eintägiges mündliches Verfahren, dessen Ergebnis mit dem Ergebnis aus dem ersten Auswahlschritt im Verhältnis 4:1 gewichtet wird. Auf Basis dieses Ge­samt­wertes werden schließlich ca. 100 Studienplätze pro Jahr vergeben. Als Kriterien stehen für den Jahrgang 2000 die Abschlussnote des Bachelor-Examens, für die Kohorte 2001 die bisher erbrachten Prüfungsergebnisse zur Verfügung.
Hinsichtlich der Prognosekraft erwies sich die Abiturdurchschnittsnote als aussagekräftigster Einzelprädiktor, gefolgt vom Studierfähigkeitstest. Das mündliche Verfahren kann in keinem Jahr signifikante Werte erzielen. Durch dessen hohe Gewichtung ergeben sich zwischen dem Gesamtergebnis des Verfahrens und dem Studienerfolg nur noch geringe Korrelationen.
Die geschlechtsspezifische Prognosekraft entspricht dagegen den Erwartungen: es zeigen sich keine unterschiedlichen Werte für Männer und Frauen. Fairness im Sinne des Modells nach Cleary (1968) kann dem Verfahren aber auf Basis der vorliegenden Ergebnisse nicht zugesprochen werden. Durch die Abiturdurchschnittsnote und den Studierfähigkeitstest wird die Leistung der Frauen im Studium systematisch unter­schätzt. Weiterhin wurde für das mündliche Verfahren untersucht, ob die männ­lichen Beobachter gleich- und gegengeschlechtliche Teilnehmer unterschiedlich beurteilen: Hier zeigt sich ein signifikanter Effekt im Gesamtergebnis des mündlichen Verfahrens zu Gunsten der Frauen.
Abschließend werden verschiedene Gründe für die mangelnde prognostische Validität sowie die Ergebnisse zu den geschlechtsspezifischen Aspekten diskutiert. Hieraus werden Optimierungsvorschläge für das Verfahren abgeleitet sowie Ansatzpunkte für zukünftige Evaluation aufgezeigt.

Diese Diplomarbeit wurde im Shaker Verlag publiziert:

Dlugosch, S. (2005). Prognose von Studienerfolg – dargestellt am Beispiel des Auswahlverfahrens der Bucerius Law School. 217 Seiten, 30 Abb., 32,50 EUR. ISBN 3-8322-4557-X

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Dorth, Dorena

Wenn ich meine Aufmerksamkeit doch nur kontrollieren könnte: Auswirkungen einer Selbstbestätigungsaufgabe auf die Selbstkontrolle und die Testangst Jugendlicher.

Masterarbeit, April 2016

Abstract (Deutsch)

Prüfungssituationen stellen für Testängstliche eine Bedrohung des Selbsts dar und führen zu sorgenvollen Gedanken über einen möglichen Misserfolg. Die erlebte Testangst beeinträchtigt die Aufmerksamkeitsprozesse, sodass die sorgenvollen Gedanken die Aufmerksamkeit auf sich ziehen und von der Testbearbeitung ablenken. Um dem entgegenzuwirken, bedarf es dem Einsatz von Aufmerksamkeitskontrolle, einer Form der Selbstkontrolle, welche abhängig von der momentanen Verfügbarkeit der Selbstkontrolle ist. Selbstbestätigung kann die Kapazität der verfügbaren Selbstkontrolle verbessern und auch die empfundene Bedrohung für das Selbst verringern. Mit der vorliegenden kontrollierten Interventionsstudie (N = 53) wurde daher untersucht, ob eine Selbstbestätigungsaufgabe dem testangstbedingten Aufbrauchen der Selbstkontrollressource entgegenwirken und die Testangst reduzieren kann. Es zeigte sich weder für die verfügbare Selbstkontrolle noch die erlebte Testangst eine spezifische Wirksamkeit der Intervention. Mögliche interventionsunabhängige gruppenspezifische Unterschiede, die gering ausgeprägte Testangst der Probanden, die Umsetzung der Selbstbestätigungsaufgabe sowie die mangelnde Beanspruchung der Selbstkontrollressource werden als Ursache für den fehlenden Wirksamkeitsnachweis der Intervention diskutiert.

Abstract (Englisch)

Individuals with test anxiety perceive testing situations as a threat to the self and worry about possible failure of the test. Those who experience test anxiety suffer from impaired attention processes, with the result that worries attract the attention to themselves and distract the individual from processing the testing materials. Attentional control is necessary to counteract this effect. Attentional control is a form of self-control dependent on the current availability of self-control strength. Self-affirmation can improve the capacity of the available self-control and reduce the perceived threat to the self. This controlled intervention study (N=53) was designed to test if a self-affirmation task can counteract an exhaustion of self-control and diminish test anxiety. This study showed that there was no specific intervention effect of self-affirmation and that self-affirmation did not change either the available self-control or the experienced test anxiety. There are several possible reasons why the study failed to provide proof of efficacy of self-affirmation which will be discussed including group-specific differences independent from the intervention, a low level of test anxiety of the experimental subjects, the implementation of the self-affirmation task, and the lacking stress of self-control strength.


Dütschke, Elisabeth

Über die Kombination von Leistungs- und Persönlichkeitstests zur Erhöhung der prädiktiven Validität bei der Auswahl von Call-Center-Agenten.

Diplomarbeit, 16. Februar 2004

Abstract (Deutsch)

Die Diplomarbeit geht anhand eines Datensatzes aus der Wirtschaftspraxis der Frage nach, ob durch Kombination von Leistungs- und Persönlichkeitstests in der Personalauswahl die prädiktive Validität gesteigert werden kann. Da Messungen von Konstrukten mit den beiden Testkategorien nicht oder nur wenig interkorreliert sind, ist anzunehmen, dass in der kombinierten Anwendung ein bedeutendes Potential steckt, um Vorhersagen zu verbessern. Literaturanalysen zeigen, dass es bisher nur wenige Studien gibt, die speziell auf diese Thematik ausgerichtet sind.
Die empirische Prüfung der Fragestellung erfolgte mit Daten aus der Rekrutierung von Call-Center-Agenten für das Inhouse-Call-Center einer Direktbank. Der Rekrutierungsprozess war bereits vor Beginn der Arbeit abgeschlossen, so dass die Studie evaluativen Charakter hat. Zur Personalauswahl hatte die Bank drei Messungen aus dem Leistungsbereich (SPM, Skala Kombinationsfähigkeit aus der ISA, COG) und drei aus dem Persönlichkeitsbereich (SKASUK-Leistungsmotiv und –Dominanzstreben, Skala Anspruchsniveau aus den AH) verwendet. Als Kriterien standen die Personalbeurteilung und der Verkaufserfolg der Agenten zur Verfügung.
Keines der Testverfahren erwies sich als vorhersagekräftig. Die Kombination führte in der Folge auch nicht zu prädiktiver Validität. Die Ursachen für die fehlende Vorhersagekraft können nicht eindeutig festgemacht werden. Es ergaben sich Hinweise auf psychometrische Mängel bei den Persönlichkeitstests und den Kriterien. Möglicherweise waren auch nicht erfasste Störvariablen wirksam, oder die Korrespondenz von Prädiktoren und Kriterien ist unzureichend.
Explorativ ist der Zusammenhang zwischen Testergebnissen und dem Kriterium Kündigung betrachtet worden. Hier deutet sich an, dass Agenten, die das Unternehmen schon nach wenigen Monaten wieder verlassen, in ISA und COG schlechtere Leistungen zeigen.


Edin, Yasin

Dunkle Kreativität: Beeinflusst das subjektive Machterleben die Ideenflüssigkeit in einer unmoralischen Aufgabe?

Bachelorarbeit, 30. Mai 2016

Abstract (Deutsch)

Die massive Preiserhöhung eines Medikaments durch den Vorstandsvorsitzenden von Turing Pharmaceuticals namens Martin Shkreli wurde in dieser Studie als eine kreative, aber sozial schädliche Handlung verstanden. Dies erfüllt die Kriterien einer sogenannten dunklen Kreativität und, inspiriert durch das Fallbeispiel, wurde der Zusammenhang dunkler Kreativität und dem subjektiven Machterleben untersucht. Eine Studentenstichprobe (N = 150, M = 22.90 Jahre, SD = 4.18, 84.00% weiblich) bearbeitete in einem Onlinefragebogen verschiedene Persönlichkeitsinventare, sowie eine Kreativitätsaufgabe. Anschließend wurde die dunkle Kreativität, mit einer an das Fallbeispiel angelehnten Aufgabe, erfasst. In beiden Aufgaben wurde Kreativität anhand der Ideenflüssigkeit bewertet. Eine hierarchische multiple Regression zeigte, dass die Manipulation des subjektiven Machterlebens zu keiner signifikanten Wertänderung in der Aufgabe für dunkle Kreativität führte. Sie zeigte auch, dass Probanden mit höheren Werten in der Kreativitätsaufgabe, signifikant höhere Werte in der Aufgabe für dunkle Kreativität erzielten. Diese Ergebnisse sprechen dafür, dass dunkle Kreativität ein verwandtes und kein distinktes Konstrukt zur allgemeinen Kreativität darstellt. Der Einfluss des subjektiven Machtempfindens konnte nicht gezeigt werden, jedoch zeigte sich ein nicht postulierter, positiver Zusammenhang zwischen dem berichteten Machtmotiv und dunkler Kreativität. Modifizierungen des Modells zur dunklen Kreativität schließen diese Arbeit ab.

Abstract (Englisch)

Dark Creativity: Does the subjective experience of power influence ideational fluency in an immoral task?

The massive price increase of a drug by the CEO of Turing Pharmaceuticals, Martin Shkreli, has been perceived in this paper as a creative, yet socially detrimental act. It thus complies with the criteria for the so called dark creativity. Inspired by this case example, the relationship between dark creativity and the subjective experience of power was examined. A student sample (N = 150, M = 22.90 years, SD = 4.18, 84.00% female), completed an online survey including several personality measures, as well as a creativity task. Dark creativity was measured afterwards with a task, which was modelled in accordance to the case example.  Answers to both tasks were assessed on their basis of ideational fluency. A hierarchical multiple regression analyses showed, that the manipulation of the subjective experience of power did not lead to any significant changes in the score for dark creativity. Test subjects with higher scores on the creativity task, scored significantly higher on the task for dark creativity. These results indicate that dark creativity is a related, but not distinct, construct compared with general creativity. The influence of the subjective experience of power could not be shown, however there was a non-postulated, positive relationship between self-reported power motive and dark creativity. Modifications to the model of dark creativity are discussed.


Elkenhans, Lisa

Wie fühlen sich Studienanfänger? Eine Studie zu Emotionen von Studierenden im ersten Semester anhand der Kontroll-Wert-Theorie

Masterarbeit, 30. August 2017

Abstract (Deutsch)

Mit dieser Studie wurde untersucht, ob gemäß der Kontroll-Wert-Theorie subjektive Kontroll- und Wertüberzeugungen die Leistungsemotionen Freude und Angst beim Lernen sowie Langeweile in den Veranstaltungen bei Studienanfängern hervorrufen können. Aufgrund des neuen akademischen Umfelds und der Anpassungsphase auf den studentischen Lern- und Leistungskontext wurden hier speziell Leistungsemotionen von Studienanfängern untersucht. Es nahmen 147 Studierende im ersten Semester aus unterschiedlichen Fachrichtungen an einem Online-Fragebogen teil. Mittels der Berechnung einer multiplen linearen Regression konnten die Annahmen der Kontroll-Wert-Theorie zum Teil repliziert werden. Für das Erleben von Freude spielen vor allem subjektive Wertüberzeugungen und die Interaktion aus Kontroll- und Wertüberzeugungen eine zentrale Rolle. Angst wird durch subjektive Kontrollüberzeugungen hervorgerufen. Die Entstehung von Langeweile konnte hier nur durch subjektive Wertüberzeugungen vorhergesagt werden. Eine zusätzliche Untersuchung der Geschlechtsunterschiede über eine multivariate Varianzanalyse zeigte, dass sich männliche und weibliche Studienanfänger nicht in dem Erleben der Leistungsemotionen unterscheiden. Insgesamt weisen die Ergebnisse darauf hin, dass subjektive Kontroll- und Wertüberzeugungen auch für die Leistungsemotionen von Studienanfängern entscheidend sind.

Abstract (Englisch)

How do freshmen students feel? The control-value-theory applied to the emotions of students in the first semester?

In this study the general concept of the control-value-theory was applied to students in their first semester: The aim of the research was to assess whether appraisals of control and value can predict learning-related enjoyment, learning-related anxiety and class-related boredom. Since freshmen face new challenges and undergo adaptations to new achievement settings, they were chosen for an exclusive analysis. 147 first semester students from different disciplines participated in an online-survey. The results of a multivariate regression analysis reveal a partial replication of the assumptions of the control-value-theory. Enjoyment was predicted by subjective value appraisals and the interaction of control and value appraisals. The experience of anxiety was determined by control appraisals. Moreover, value appraisals significantly predicted boredom. An additional multivariate analysis of variance showed that there were no significant sex differences between female and male freshmen when it came to the experience of achievement emotions. The results of this study indicate that appraisals of control and value matter significantly in the development of achievement emotions of freshmen.


Endres, Annika

Veränderung des Antwortformats bei Intelligenztests: Der Einfluss einer ökologisch valideren Gestaltung auf die Kriteriumsvalidität.

Bachelorarbeit, 29. Mai 2017

Abstract (Deutsch)

In der vorliegenden Arbeit wurde untersucht, welchen Effekt der Einsatz eines ökologisch valideren offenen Antwortformates, im Gegensatz zum Multiple Choice Antwortformat, auf die Kriteriumsvalidität von Intelligenztests hat. Des Weiteren wurde überprüft, ob geschlechtsspezifische Leistungsunterschiede bei der Bearbeitung von Aufgaben mit diesen unterschiedlichen Antwortformaten gefunden werden können. Die Untersuchung bestand aus einem Onlinefragebogen und einer Vor-Ort-Testung, an der insgesamt 99 Personen teilnahmen. Bei der Vor-Ort-Testung bearbeiteten die Testteilnehmer der Experimentalgruppe die Subtests ‘Analogien’ und ‘Tabellen lesen’ aus dem WIT-2 (Kersting, Althoff & Jäger, 2008) mit offenem Antwortformat und die Kontrollgruppe mit Multiple Choice Antwortformat. Es zeigte sich, dass die Kriteriumsvalidität nicht höher ausfällt, wenn ein ökologisch valideres offenes Antwortformat eingesetzt wird. Zudem wurden keine geschlechtsspezifischen Leistungsunterschiede hinsichtlich der Antwortformate bei Intelligenztests gefunden. Eine häufigere Verwendung des offenen Antwortformates zur Erhöhung der Kriteriumsvalidität scheint nicht erforderlich zu sein.

Abstract (Englisch)

Variation of Response Format of Intelligence Tests: The Impact of a More Ecological Valid Design on the Criterion Validity.

In the present study, the effect of using a more ecological valid open-ended response format in contrast to the multiple choice response format on the criterion validity of intelligence tests was examined. Furthermore, gender differences on test performance with these different response formats were studied. The study consisted of an online questionnaire and a presence test with 99 participants. In the presence test, the experimental group took the subtests ‘analogies’ and ‘reading tables’ as parts of the WIT-2 (Kersting, Althoff & Jäger, 2008) with the open-ended response format and the control group with the multiple choice response format. It could be demonstrated that the criterion validity is not higher if a more ecological valid open-ended response format is used. In addition, no gender differences in relation to the response formats of intelligence tests were found. A more frequent use of the open-ended response format seems not to be necessary to increase the criterion validity.


Engelbrecht, Steffen

Vom Problem zur Innovation – Berufsspezifische Leistungsunterschiede auf den Stufen des kreativen Prozesses.

Bachelorarbeit, 26. Mai 2014

Abstract (Deutsch)

Diese Arbeit untersucht Leistungsunterschiede auf den Phasen eines 8-stufigen Kreativitätsprozessmodelles in Abhängigkeit des beruflichen Hintergrundes. Dazu wurden Studierende und Berufstätige (Durchschnittsalter = 23,4) der Domänen Naturwissenschaften (NaWis, n = 33) und Wirtschaft (WiWis, n = 27) hinsichtlich ihrer Kreativitätsleistung mittels der Diagnose berufsbezogener Kreativität – Technik und Entwicklung (DBK-TE) verglichen. Darüber hinaus erfolgten ein Screening der Leistungsmotivation, eine Selbst-einschätzung der Kreativität sowie die Erhebung biografischer Kriterien, die mit Kreativität assoziiert werden. Hinsichtlich kreativer Leistungsunterschiede konnte kein Unterschied zwischen den Untersuchungsgruppen festgestellt werden, auch wenn auf den Stufen 3 und 6 (Kombination von Konzepten und Ideenbewertung) tendenziell bessere Leistungen der NaWis gefunden wurden. Personen mit einer hohen Leistungsmotivation erbrachten bessere Kreativitätsleistungen und schätzen auch ihre eigene Kreativität signifikant höher ein, obwohl die Selbsteinschätzung nicht mit der Leistung in Verbindung gebracht werden konnte. WiWis schätzen zudem ihre verbale Kreativität signifikant höher ein. Als kreativitätsfördernde biografische Kriterien wurden ein Auslandsaufenthalt sowie die Anzahl abonnierter Zeitungen gefunden. Probleme bei Erfassung kreativer Prozesse, domänenspezifische Unterschiede und die Rolle biografischer Kriterien im Bezug auf Kreativität werden diskutiert.

Abstract (Englisch)

This thesis examines job-related performance differences on a 8-steps-model of creativity. Students and professionals (mean age = 23,4) from the domains of natural science (NaWis, n = 33) and economy (WiWis, n = 27) were tested with the Diagnosis of Job-related Creativity – Technology and Development (DBK-TE). Moreover, performance motivation scores, a self-rating of creativity and biographical criteria associated with creativity were obtained. No performance differences of creativity could be found between the groups, although NaWis tend to perform better on steps 6 and 8 (combination of concepts and idea evaluation). High performance motivation predicted creativity scores and positive self-ratings, while self-ratings cannot be associated with creative performance. WiWis reached significantly higher self-rating of verbal creativity. A temporary stay abroad and newspaper subscription could be identified to be biographical markers of creative. Problems measuring creative processes, domain specific differences and biographical influences on creativity are to be discussed.


Enninga, Imko

Prüfung der Leistungsdifferenzierungshypothese der Intelligenz.

Diplomarbeit, 29. November 2004

Abstract (Deutsch)

Gegenstand der Arbeit ist eine Prüfung der Leistungsdifferenzierungshypothese der Intelligenz (LDH). Diese Hypothese besagt, dass bei höher in­telligenten Individuen der Generalfaktor eine geringere Bedeutsamkeit bei der Er­klärung von kognitiven Leistungen besitzt als bei niedriger intelligenten Personen. Anders betrachtet, nimmt mit zunehmender Leistungshöhe die Bedeutung der spe­zi­fi­schen Varianz der einzelnen Subtests zu. Auf Spearman (1927) zurückgehend, wurde die LDH in den 1950er und 1960er Jahren in Deutschland untersucht (z.B. Wewetzer, 1958) und gewann durch Studien in den USA in jüngerer Zeit wieder hohe Aktualität (z. B. Jensen, 2003).
Ein Schwerpunkt der Darstellung liegt auf dem Einfluss der Unter­­suchungs- bzw. Ana­lyse­methoden auf die Befunde zur LDH. Ziel der Arbeit ist es, die methodischen Pro­bleme bisheriger Publikationen zu überwinden und notwendige Bedingungen der Hypo­thesenprüfung umfassend zu kontrollieren. Die häufig eingesetzten globalen Ana­lyseverfahren wurden durch weitere Verfahren, z.B. konfirmatorische Faktorenana­lysen ergänzt, um eine genauere Prüfung auf Unterschiede der Faktorenstruktur zu ermöglichen. Im Rahmen von Untersuchungen zur Konstruktvalidität des WILDE In­telligenztest R (WIT-R; Kersting, Althoff & Jäger, in Vorbereitung) wurden 650 Pro­ban­den mit ins­ge­samt 18 Aufgabengruppen untersucht. Ein in der Gesamtgruppe identi­fiziertes, von 13 Variablen konstituiertes Faktorenmodell wurde auf Unter­schiede in hoch- und niedrig leistungsfähigen Subgruppen getestet. Im Rahmen ver­schiedener Varianten der Subgruppenselektion wurden zumeist die übrigen fünf Auf­gaben­gruppen als unabhängige Selektionsvariablen genutzt.
Es ergaben sich der LDH diametral entgegenstehende Befunde, d.h. für niedriger leistungsfähige Probanden wurde tendenziell eine höhere Differenziertheit der Intelligenzstruktur festgestellt. Anschließende Betrachtungen der Subtestverteilungen deuteten an, dass die gefundenen Differenzen zumindest teilweise auf Variabilitätsunter­schiede in den einzelnen Tests zurückzuführen sind. Insgesamt sprechen die Befunde deshalb für invariante Intelligenzstrukturen bei unterschiedlich leistungs­fähigen Personen. Weitere Vergleiche von Männern und Frauen sowie Probanden unter­schiedlichen Bildungsniveaus ergaben keine Hinweise auf kognitive Strukturunterschiede. Dies galt auch für den Vergleich zweier Teilstichproben aus Schülern und Rehabilitanden.


 

Feddersen, Mads

Dark University – Beziehung zwischen der Dunklen Triade der Persönlichkeit und Zufriedenheits- und Leistungskriterien im universitären Kontext.

Bachelorarbeit, 30. Mai 2015

Abstract (Deutsch)

Ziel der vorliegenden empirischen Untersuchung war die Gewinnung von Informationen zu der Fragestellung, ob es Beziehungen zwischen den Facetten der Dunklen Triade der Persönlichkeit (Paulhus & Williams, 2002), bestehend aus subklinischer Psychopathie, Machiavellismus und subklinischem Narzissmus, und der Leistung und Zufriedenheit im universitären Kontext gibt. Die Hypothesen dieses relativ unerforschten Feldes wurden vorwiegend aus Studien zum Verhalten und zur Leistung am Arbeitsplatz abgeleitet und auf den Studienkontext übertragen. 174 Studierende aus unterschiedlichen Fachbereichen füllten einen online-Fragebogen aus. Zur Erfassung der Dunklen Triade, wurde der Fragebogen das „Dreckige Dutzend“ (Küfner, Albrecht, Dufner & Back, 2014) verwendet. Zur Erfassung von Persönlichkeitsfaktoren, wurde der HEXACO-60 Fragebogen (Lee & Ashton, 2004) bearbeitet. Zufriedenheits- und Leistungsmaße wurden erhoben. Ein negativer Zusammenhang von Machiavellismus und Lehrveranstaltungszufriedenheit und ein positiver Zusammenhang von Narzissmus und Studienzufriedenheit konnte gezeigt werden. Die Ergebnisse stimmen nur zum Teil mit den bisherigen Befunden überein und werfen weitere Fragen auf, welche in der Diskussion aufgegriffen werden. Methodische Probleme bei der Erfassung, insbesondere von Zufriedenheits- und Leitungskriterien und die Übertragbarkeit der Situation am Arbeitsplatz auf die Situation im Studium werden diskutiert. Implikationen für weitere Forschung werden aufgezeigt.

Abstract (Englisch)

Dark University – the relation between dark triad personality factors and criteria of satisfaction and performance in university context.

The aim of this empirical study was to gather information on the issue of whether there are relationships between the facets of the dark triad of personality (Paulhus & Williams, 2002), consisting of subclinical Psychopathy, Machiavellianism and subclinical Narcissism and the performance and satisfaction in university context. The hypotheses of this relatively unexplored field were mainly derived from studies of the behavior and performance in the workplace and transferred to the university context. 174 students from different area of studies filled out an online questionnaire. To capture the dark triad of personality, the questionnaire „Dirty Dozen“ in the German version (Küfner, Albrecht, Dufner & Back, 2014) was used. To capture the personality factors, the HEXACO-60 questionnaire (Lee & Ashton, 2004) was administered. Satisfaction and performance metrics were collected. A negative correlation between Machiavellianism and course satisfaction, and a positive relationship between Narcissism and study satisfaction was demonstrated. The results are only partially congruent with previous findings and raise further questions, which are taken up in the discussion. Methodological problems in the collection, in particular of satisfaction and performance criteria and the transferability of the situation in the workplace on the situation in the university context are discussed. Implications for further research are indicated.


Fischer, Dominik

Führung und Organisation. Hängt Führungsmotivation mit organisationalen Kontextfaktoren zusammen?

Bachelorarbeit, 30. Mai 2016

Abstract (Deutsch)

Innerhalb der Forschung um Leadership nimmt der Führende als Individuum häufig eine zentrale Rolle ein. Der Betrachtung der Führungskraft innerhalb des Kontexts, in dem sie als Führungskraft tätig ist, ist bisher wenig Bedeutung beigemessen worden. Jedoch spielt der Kontext neben dem Individuum eine ebenso große Rolle. Ziel dieser Arbeit ist die Untersuchung des Zusammenhangs zwischen der individuellen Charakteristik einer Führungskraft und dem organisationalen Kontext. Die grundlegende Idee stellt dabei eine Passung im Sinne des Person-Environment-Fit (Pervin, 1968) zwischen der Führungsmotivation einer Führungskraft und dem organisationalen Kontext, insbesondere der organisationalen Struktur eines Unternehmens und der Führungsebene, auf welcher eine Führungskraft tätig ist, dar. Es wurden Daten von 50 Führungskräften verschiedenster Führungsebenen und aus Unternehmen, mit unterschiedlicher Unternehmensstruktur, erfasst. Weder für die Organisationsstruktur noch für die Führungsebenen konnte ein signifikanter Zusammenhang mit der Führungsmotivation gefunden werden. Die Ergebnisse implizieren eine Unabhängigkeit der Führungsmotivation von dem organisationalen Kontext.

Abstract (Englisch)

Leadership and organization. Is motivation to lead linked to organizational context factors?

Within the leadership literature the leader as an individual often plays a superficial role. But there has been less effort investigating the leader within its context. Even though the context is as important for leadership as the individual leader. The purpose of this study is the examination of a connection between the individual characteristics of a leader and the organizational context. The basic idea is that there should be a certain fit among the motivation to lead of a leader and the organizational context, especially the organizational structure and the management level. This refers to the idea of the person-environment-fit (Pervin, 1968). Data from 50 leaders on different management levels and from various organizations, with different organizational structures, have been gathered. No significant relation for the motivation to lead could be found, neither for the organizational structure, nor for the management level. The results imply a theoretical distinctiveness of the motivation to lead and the organizational context.


Gehring, Frank

Universitary Citizenship Behavior. Entwicklung und Validierung eines Fragebogens zu umfeldbezogener Leistung an Hochschulen.

Diplomarbeit, 22. August 2006

Abstract (Deutsch)

Arbeitgeber fordern zunehmend, dass (Fach-)Hochschulabsolventen über soft skills verfügen sollen. Ungeachtet dessen orientiert sich die Diagnostik zur Beratung und Auswahl von Studierenden einseitig an den akademischen Kriterien Studiendauer und -note. Diese Kriterien sind Indikatoren der aufgabenbezogenen Leistung (task performance). Demgegenüber steht die umfeldbezogene Leistung (organizational citizenship behavior, OCB). Bislang wurde diese im Arbeitskontext übliche Unterscheidung noch nicht auf das Studium übertragen.
Gegenstand der Diplomarbeit ist die Konstruktion und Validierung eines Fragebogens zu OCB bei Studierenden. Zunächst wurde mit 101 Personen unter Einsatz der >critical incident technique< eine Anforderungsanalyse zu umfeldbezogener Leistung an Universitäten durchgeführt. Auf dieser Basis wurde der neue Fragebogen UCB (universitary citizenship behavior) entwickelt, der in einer Studie mit 397 Studierenden eingesetzt wurde. Die so entstandene Fragebogen-Endform wurde in einer weiteren Studie mit 282 Studierenden validiert.
Dabei wurden auf Seiten der Prädiktoren wie auf Seiten der Kriterien sowohl kognitiv- als auch persönlichkeits-orientierte Variablen berücksichtigt. Zur Vorhersage der aufgabenbezogenen Leistung (Abitur- und Vordiplomnote) wurde mit Hilfe des Mehrfachwahl-Wortschatztests (MWT-B, Lehrl, 1976) die verbale Intelligenz gemessen. Zur Vorhersage der umfeldbezogenen Leistung (UCB) wurden das Big Five Inventar (BFI, Rammstedt & John, 2005) sowie ein neuartiger berufsbezogener Persönlichkeitstest (Start-P, Kersting & Beauducel, in Vorbereitung) eingesetzt.
Vier der fünf intendierten Dimensionen des neuen Fragebogens ließen sich bestätigen: Hilfsbereitschaft, Gewissenhaftigkeit, Unkompliziertheit und Eigeninitiative. Für die Skala Rücksichtnahme fand sich, wie bereits in anderen Studien zu OCB, keine empirische Evidenz. Als Nachweis für die konvergente und diskriminante Validität konnte mit korrelations- und regressionsanalytischen Techniken gezeigt werden, dass sich die mit dem neuen Fragebogen erfasste umfeldbezogene Leistung durch Persönlichkeitsmerkmale vorhersagen lässt, wohingegen die Intelligenz als kognitiver Prädiktor lediglich zur Vorhersage der aufgabenbezogenen Leistung beiträgt. Ein hoher Zusammenhang zeigt sich auch zwischen dem mit dem Fragebogen erfassten und dem über (selbstberichtete) biografische Daten erhobenen UCB.

Abstract (Englisch)

This research deals with the construction and validation of an instrument to measure contextual performance (Organizational Citizenship Behavior, OCB) among college students. The new questionnaire UCB (Universitary Citizenship Behavior) has been developed on the basis of a requirements review with 101 students and proved and optimized in a preliminary study (n = 397). The ultimate questionnaire has been validated in a third study (n = 282) in which cognitive and non-cognitive variables were considered on the part of the predictors as well as the criteria. For predicting task performance (grades in university-entrance and intermediate diploma) students´ verbal intelligence was measured by the multiple-choice word test (MWT-B, Lehrl, 1976). The Big Five Inventory (BFI, Rammstedt & John, 2005) as well as a novel job-related personality test (Beauducel & Kersting, in press) were applied for predicting contextual performance (UCB).
The construct validity of the new questionnaire has been confirmed by exploratory factor analysis. Four of the five intended dimensions could be separated: Helping, Conscientiousness, Sportsmanship and Civic Virtue. As already shown in other studies no empirical support was found for Courtesy, the fifth dimension. Convergent and discriminant validity have been demonstrated by analyses of correlation and regression analyses. The findings indicate that contextual performance can be predicted by personality traits whereas verbal intelligence contributes solely to the prediction of task performance. The results are corroborated by strong relationships between UCB measured by the new questionnaire and UCB assessed by self-reported biographical data.


Geist, Sabrina

Die dunkle Seite der Kreativität: Empathie und ihre Effekte auf böswilliges, kreatives Leistungspotential.

Bachelorarbeit, 30. Mai 2016

Abstract (Deutsch)

Angelehnt an das reale Fallbeispiel um die Preiserhöhung des Medikaments Daraprim, durch den ehemaligen Hedgefonds-Manager Martin Shkreli und der daraus resultierten öffentlichen Empörung, wurde im Rahmen dieser Arbeit der Zusammenhang zwischen Empathie und böswilligem kreativem Leistungspotential, beziehungsweise Dunkler Kreativität, untersucht. An der Durchführung einer entsprechend ausgerichteten Online-Studie nahmen insgesamt 150 Gießener Studentinnen und Studenten im Alter von 18 bis 47 Jahren teil (M = 22.93 Jahre). Als Erhebungsinstrument diente – neben Kreativitäts- und Persönlichkeitstests – eine eigens für diese Untersuchung kreierte Testaufgabe zur Messung der Dunklen Kreativität. Zusätzlich fand eine entsprechende Empathie- bzw. Machtmanipulation statt (für die Machtmanipulation siehe ergänzende Arbeit von Edin, 2016). Die statistische Auswertung der Daten erfolgte mittels zweier multipler hierarchischer Regressionsanalysen (Methode: Einschluss bzw. Vorwärts). Ein Zusammenhang zwischen Empathie und Dunkler Kreativität ließ sich innerhalb dieser Untersuchung nicht aufzeigen. Auch schienen Geschlechterdifferenzen im Selbstbericht zum Empathievermögen keine Rolle zu spielen. Jedoch scheint es Hinweise dafür zu geben, dass das Vorliegen einer allgemein kreativen Persönlichkeit auch mit einem höheren Level an Dunkler Kreativität einhergeht, was die Annahme verstärkt, dass Dunkle Kreativität kein eigenständiges Konstrukt darstellt, sondern in Beziehung zur allgemeinen Kreativität steht. Diese und weitere explorative Befunde werden diskutiert.

Abstract (Englisch)

The thesis at hand was inspired by the case example respectively the public outrage about the price increase of the drug Daraprim, which has been issued by the former hedge-fonds manager Martin Shkreli. The purpose of this research was to examine the relationship between empathy and dark creativity. 150 local students, ranging from 18 to 47 years old (M = 22.93 years), completed an online-survey. They were given a self-composed task in dark creativity, as well as measures of general creativity and personality. Additionally, a manipulation of empathy and power has been conducted (for the power manipulation, see Edin, 2016). The statistical analysis consisted of two hierarchical multiple regressions (Method: forced entry and forwards). All in all, a link between empathy and dark creativity could not be shown in this paper. Neither did gender differences in self-reported empathy lead to a significant difference in dark creativity. However, a higher level of general creativity seems to correspond with higher levels in dark creativity. This supports the assumption that dark creativity is not a distinct construct, but is related to general creativity. These and further, explorative results will be discussed.

 


Gerhard, Carolin

Effektivität von Interviewer-Trainings in der Personalauswahl.

Bachelorarbeit, 24. Mai 2014

Abstract (Deutsch)

Die vorliegende Studie untersucht die Auswirkungen eines zweitägigen Interviewer-Trainings auf die Strukturierungseinstellungen von Interviewern bezugnehmend auf das Vier-Ebenen-Modell nach Kirkpatrick. 17 Intensiv-Workshops wurden im Zeitraum von 2006 bis 2014 in Gruppen von mindestens fünf und maximal siebzehn Personen (M = 11,53, Md = 13) durchgeführt. Die Evaluation erfolgte jeweils vor Beginn und nach Abschluss der Trainingseinheit mittels eines Selbsteinschätzungsfragebogens. Teilnehmer des Trainings (n= 196) waren ausschließlich Personalverantwortliche verschiedener deutscher Unternehmen. Die Auswertung zeigt, dass das Training bei den Interviewern eine Einstellungsänderung hinzu einer strukturierteren Interviewführung bewirkt hat. Zusätzlich werden weitere Trainingseffekte in der Reaktions-, Lern- und Verhaltensebene nachgewiesen.

Abstract (Englisch)

Effectivity of interviewer-trainings in personnel selction.

The present study examines the effects of a two-day interviewer-training on the structuring approach of interviewers referring to the four-level model by Kirkpatrick. In the period from 2006 to 2014 17 intensive workshops in groups of at least five and not more than seventeen people (M = 11.53, Md = 13) were conducted. They were assessed before and after the training session by a self-assessment questionnaire. Participants of the training (n= 196) were exclusively human resource managers of various German companies. The final evaluation shows that the interviewer-training resulted in a change of attitude towards a more structured interview style. In addition, further training effects in the level of reaction, learning, and behaviour are detected.


Görsch, Julia

Der Einfluss des Antwortformates auf das Akzeptanzurteil bei (semi-)projektiven Verfahren unter Berücksichtigung von Persönlichkeit und Kreativität.

Masterarbeit, 29. März 2017

Abstract (Deutsch)

Die Folgen des Einsatzes nicht-akzeptierter Verfahren können schwerwiegend sein und sind vor allem im Bereich der Personalauswahl gut erforscht. Es wurde die Akzeptanz eines projektiven Tests mit offenem Antwortformat (Thematischer Apperzeptionstest; Murray, 1943) mit der eines semiprojektiven Tests mit multiple-choice Antwortformat (Multi-Motiv-Gitter; Schmalt, Sokolowski & Langens, 2000) verglichen und der Einfluss von Offenheit für Erfahrungen und Kreativität auf das Akzeptanzurteil untersucht. 183 Personen (79% Frauen, Durchschnittsalter 24.72 Jahre) bearbeiteten beide Tests online und bewerteten sie mithilfe einer modifizierten Version des AKZEPT!-P (Beermann, Kersting, Stegt & Zimmerhofer, 2013). Der TAT wurde insgesamt, und hinsichtlich Kontrollierbarkeit, Antwortformat und wahrgenommener Aussagekraft, besser bewertet als das MMG. Frauen bevorzugten den TAT, während Männer das MMG vorzogen. Es wurde kein Einfluss weiterer Kontrollvariablen gefunden. Beide Tests erhielten eine gute Bewertung, weshalb der Einsatz projektiver Tests aus Akzeptanzgesichtspunkten empfohlen werden kann.

Abstract (Englisch)

The Influence of the Response Format on the Acceptance of (Semi-)Projective Procedures Considering Personality and Creativity
Masterarbeit.

The use of non-accepted procedures can have serious consequences which are well studied especially in the domain of personnel selection. The acceptance of one projective test with open-ended response format (Thematic Apperception Test; Murray, 1943) was compared to the acceptance of one semiprojective test with multiple-choice format (Multi-Motive-Grid; Schmalt et al., 2000) and the influence of openness to experiences and creativity was studied. 183 persons (79% female, mean age 24.72 years) treated both tests online and rated their acceptance by means of a modified version of the AKZEPT!-P (Beermann et al., 2013). TAT was better evaluated in sum and concerning controllability, response format and perceived explanatory power. Women preferred TAT while men preferred MMG. There was no influence of other control variables. Both tests received good evaluation. That’s why the use of projective tests can be recommended by means of the acceptance.


Gottschalk, Stefanie

Der Einfluss von Persönlichkeit und Selbstwert auf die Akzeptanz von Barnum-Feedback.

Masterarbeit, 12. Juli 2016

Abstract (Deutsch)

Der im Mittelpunkt der Studie stehende Barnum-Effekt ist dafür verantwortlich, dass Menschen allgemeingültige, vage und mehrdeutige Aussagen als auf sich zutreffende Persönlichkeitsbeschreibung empfinden. Die damit verbundene Akzeptanz gegenüber Barnum-Feedback wurde in der vorliegenden Studie im Zusammenhang mit Persönlichkeitseigenschaften (Big Five) und Selbstwert untersucht. Um diese drei Komponenten und bereits bestehende Befunde innerhalb einer Untersuchung zu vereinen, wurden die Daten eines Persönlichkeitsfragebogens sowie einer Selbstwertskala und der Akzeptanz von je einem Barnum-Feedback (positiv, neutral oder negativ), von insgesamt N = 663 Teilnehmern, erhoben. Es war von Interesse, welche Art des Barnum-Feedbacks bevorzugt akzeptiert wird und ob diese Akzeptanz mit Persönlichkeitseigenschaften zusammenhängt. Die Hypothese, dass positives Barnum-Feedback eher als neutrales und negatives Barnum-Feedback und neutrales eher als negatives Barnum-Feedback akzeptiert wird, wird signifikant unterstützt. Zudem kann aufgrund der vorliegenden Befunde davon ausgegangen werden, dass je stärker Neurotizismus bei einer Person ausgeprägt ist, desto eher akzeptiert diese negatives Barnum-Feedback. Je höher die Werte einer Person in Extraversion vorliegen, desto eher wird positives und neutrales Barnum-Feedback akzeptiert. Auch die Annahmen zum Selbstwert liefern ein signifikantes Ergebnis. Hier zeigen die Ergebnisse, dass hohe Werte auf der Selbstwertskala mit einer niedrigen Akzeptanz und niedrige Werte dieser Skala mit einer höheren Akzeptanz des negativen Barnum-Feedbacks einhergehen. Einzig die Hypothese zu Gewissenhaftigkeit konnte nicht signifikant gestützt werden. Hohe Werte in der Skala zu Gewissenhaftigkeit gehen ebenfalls mit einer hohen Akzeptanz einher. Die Ergebnisse sollten im Kontext zu Hypothese 1 betrachtet werden, da alle Feedbacks eher akzeptiert werden und positives Feedback die höchste Akzeptanz erhält. Um die Befunde weiter zu stützen, wurden weiterführende Analysen, wie die Berechnung korrelativer Unterschiede innerhalb der Barnum-Feedback-Gruppen und eine multiple hierarchische Regression, durchgeführt.

Abstract (Englisch)

The influence of personality and self-esteem on the acceptance of Barnum-Feedback.

This study focuses on the Barnum-effect which is responsible for ensuring that people sense general, vague and ambiguous statements as to be accurate personality descriptions. The acceptance of Barnum-feedback was investigated in the present study in relation to personality traits (Big Five) and self-esteem. In order to combine these three components and existing findings from previous studies within one investigation, the data of a personality questionnaire, a selfesteem scale and the acceptance from one of three (positive, neutral and negative) Barnum-feedbacks from a sample of N = 663 participants was compiled. The main focus is on the kind of Barnum-feedback is preferably accepted, and if this acceptance is connected to personality characteristics. The result that positive Barnum-feedback is more preferred than neutral and negative Barnum-feedback, and neutral feedback is more accepted than negative feedback can be significantly supported. Furthermore it can be assumed, due to the present findings, that the more neuroticism is pronounced within a person the more the person accepted the negative Barnum-feedback. The higher the value of extraversion is the more positive and neutral Barnum-feedback is accepted. The assumptions for self-esteem are also significant. The results indicate that high values on the self-esteem scale go along with a low acceptance, and low values on the scale associated with a higher acceptance of negative Barnum-feedback. Only the hypothesis on conscientiousness could not be significantly confirmed. High values on the scale of conscientiousness were also accompanied by a high level of acceptance. The results should be considered in context to hypothesis 1, because all feedbacks are readily accepted and positive feedback is given the highest acceptance. To support these findings more extensive analysis, such as calculating correlative differences within the three different Barnum-feedbackgroups as well as a multiple hierarchical regression, were realized.


Graulich, Verena

Die Akzeptanz von Barnum-Feedback in Abhängigkeit von Persönlichkeit und Intelligenz.

Masterarbeit, 28. September 2015

Abstract (Deutsch)

Der Barnum-Effekt bezeichnet die Neigung von Menschen, vage und vermeintlich allgemeingültige Aussagen über die eigene Person als zutreffend und als die individuelle Persönlichkeit charakterisierend zu akzeptieren. Unter anderem im Kontext beruflicher Persönlichkeitstestungen mit entsprechender Rückmeldung zum Zwecke der Personalentwicklung ist die Akzeptanz unspezifischer und damit schlimmstenfalls nichtssagender Persönlichkeitsbeschreibungen kritisch zu betrachten. Die Zusammenhänge zwischen Persönlichkeitseigenschaften von Feedback-Rezipienten und der Akzeptanz von Feedback, das derartige allgemein formulierte Aussagen enthält (Barnum-Feedback), wurden mehrfach untersucht. Die Befundlage ist widersprüchlich und inkonsistent, die Operationalisierung oftmals uneinheitlich. Die vorliegende Studie soll den Kenntnisstand zum Zusammenhang zwischen Persönlichkeitseigenschaften und der Akzeptanz von Barnum-Feedback erweitern. Darüber hinaus wird untersucht, ob die Akzeptanz von Barnum-Feedback mit der Intelligenz der Feedback-Rezipienten variiert. Die Versuchsteilnehmer (N > 500) erhielten ein Persönlichkeitsfeedback und gaben an, in welchem Ausmaß es auf sie zutraf. Einer Hälfte wurde ein Feedback dargeboten, das aus den individuellen Antworten eines zuvor durchgeführten Persönlichkeitstests hervorging und damit als zutreffend gilt. Die andere Hälfte erhielt ein universell formuliertes Barnum-Feedback. Weder für die Persönlichkeitseigenschaften noch die Intelligenzausprägung ergaben sich aussagekräftige Zusammenhänge mit der Akzeptanz von Barnum-Feedback. Diese ist somit als weitestgehend unabhängig von den erhobenen Personeneigenschaften zu betrachten. Es wird geschlussfolgert, dass es sich beim Barnum-Effekt um ein allgemeingültiges Phänomen handelt. Darüber hinaus wird der Einfluss der Operationalisierung des Akzeptanzmaßes auf die untersuchten Zusammenhänge diskutiert.

Abstract (Englisch)

Acceptance of Barnum-Feedback as a function of personality and intelligence.

The term Barnum-Effect refers to people’s tendency to approve of vague and universal personality descriptions and accept them as an individual feedback. The idea that employees embrace non-specific and at worst meaningless personality feedback is to be taken into account critically in vocational testing for the purpose of personnel development. The relationship between recipients’ personality traits and acceptance of feedback which contains such general statements (Barnum-Feedback) has been examined several times. However, the results are contradictory and the methods differ in operationalization. One goal of the present study is to supplement the findings on the correlations between personality traits and acceptance of Barnum-Feedback. Moreover, it is explored whether recipients’ intelligence moderates acceptance of Barnum-Feedback. Participants (N > 500) received personality feedback and rated its accuracy. Half were given feedback that resulted from their individual responses to a personality test; hence the feedback can be regarded as accurate. The other half of the sample received general-phrased Barnum-Feedback. No convincing correlations of the acceptance of Barnum-Feedback were identified, neither with personality traits nor participants’ intelligence. Therefore, acceptance of Barnum-Feedback is considered to be fairly independent of those characteristics. It is concluded that the Barnum-Effect is a universally valid phenomenon. Additionally, it is discussed that the way acceptance of feedback is measured may influence the results.


Heilmann, Florian

Die Bedeutung individueller Ausprägungen der Dimensionen von Entrepreneurial Orientation bei Geschäftsführern für die Entrepreneurial Orientation auf Firmenebene.

Bachelorarbeit, 29.05.2017

Abstract (Deutsch)

In dieser Arbeit wurde die Bedeutung von persönlichen Ausprägungen in den drei Dimensionen der Entrepreneurial Orientation (EO) beim Geschäftsführer für EO auf Firmenebene untersucht. Die persönliche Entrepreneurial Orientation (PEO) wurde durch die Übersetzung der EO-Dimensionen Innovativität, Proaktivität und Risikobereitschaft auf eine persönliche Ebene operationalisiert. Es zeigte sich eine starke Korrelation zwischen EO und der persönlichen Entrepreneurial Orientation (PEO). Zwischen EO und der Fremdeinschätzung zu EO konnte ebenfalls eine starke Korrelation gefunden werden. Die Annahme, dass der Zusammenhang zwischen EO und PEO mit steigender Angestelltenzahl sinkt, konnte nicht gefunden werden. Auch eine zusätzliche Varianzaufklärung von EO auf den Unternehmenserfolgs durch die Hinzunahme des Prädiktors PEO konnte weitestgehend nicht bestätigt werden. Zur Untersuchung der Hypothesen wurden die Geschäftsführer (n=54) und jeweils ein Mitarbeiter (n=22) mit Einblick in das Management von deutschen Start-Ups und KMUs per Online Selbsteinschätzungen befragt. Aufgrund des gefunden Zusammenhangs zwischen EO und PEO sollten Persönlichkeitseigenschaften des Geschäftsführers stärkere Beachtung im EO-Konstrukt finden.

Abstract (Englisch)

In this study the importance of individual characteristics in three dimensions of Entrepreneurial Orientation (EO) of the CEO for EO on Firm level was investigated. Individual Entrepreneurial Orientation (PEO) was operationalized by the translation of the EO-dimensions innovativeness, proactivity and risk-taking behaviour to a personal level. A moderate correlation between EO and PEO was found. Between EO and an external assessment of EO a strong correlation could be shown. The assumption of a decreasing correlation between EO and PEO under increasing company size was not confirmed. Also an additional share of explained variation by EO by implementing the predictor PEO could not be confirmed. In order to check the assumptions a CEO (n=54) and one employee (n=22) with insight into management of German Start-Ups and small and medium-sized enterprises were interviewed online. According to the found correlation between EO and PEO personality traits of CEOs should get greater consideration in the EO construct.


Hernandez, Daniel

„Ist Führungsmotivation gleich Führungsmotivation?“ Der Zusammenhang von Führungsmotivation mit dem regulatorischen Fokus im unternehmerischen Kontext.

Bachelorarbeit, 30.05.2016

Abstract (Deutsch)

In dieser Arbeit wurde der stabile selbstregulatorische Fokus als Einflussgröße der Führungsmotivation untersucht. Das Ziel dabei war es, Aufschluss über einen möglichen Zusammenhang, sowie die Dynamik dieses Zusammenhangs, genauer zu ergründen. Die empirische Untersuchung erfolgte an einer heterogenen Population von Führungskräften. Diese wurden in zwei Subgruppen (selbstständige Führungskräfte und angestellte Führungskräfte) unterteilt und im Hinblick auf Unterschiede in der Ausprägung der Führungsmotivation und dem selbstregulatorischen Fokus untersucht. Die Untersuchung erfolgte mittels einer Befragung. Es konnte ein schwacher bis moderater Zusammenhang zwischen der affektiven Führungsmotivation und einem Fokus auf förderliche Ziele ermittelt werden. Für die vermeidungsorientierte Zielsetzung konnten keine Zusammenhänge mit der Führungsmotivation ermittelt werden. Spezifikationen im Hinblick auf die Art der Führungspositionen erbrachten keine signifikanten Unterschiede, jedoch zeigten sich hypothesenkonforme Trends in den Ausprägungen der Führungsmotivation und dem stabilen selbstregulatorsichen Fokus.

Abstract (Englisch)

What affects the motivation to lead? The Relationship between the motivation to lead and the self-regulatory focus.

In this investigation the chronic regulatory focus was examined as an influencing variable on the motivation to lead. The purpose was to identify a potential relationship and to make inferences about the dynamic of this relationship. The empirical study was executed with an heterogeneous population of leaders. This leaders were divided into two sub-groups (entrepreneurs and employed leaders) and examined in regard to the characteristics of their motivation to lead an the chronic regulatory focus. Therefore a survey was realized. A light to moderate relationship between an affective motivation to lead and a promotion focus was found, whereas no relationship between the prevention focus to any facet of the motivation to lead. Specification respectively the leading position did not produce significant differences but it could be found trends that conform the stated hypothesis.


Herrmann, Lisa

Konstruktvalidierung eines berufsbezogenen Kreativitätsverfahrens: Offenheit und intrinsische Motivation als Determinanten kreativer Leistung.

Bachelorarbeit, 24. Mai 2013

Abstract (Deutsch)

Diese Studie untersuchte den Zusammenhang von Kreativitat, Personlichkeit und intrinsischer Motivation. Insgesamt nahmen 37 (27 weiblich, Durchschnittsalter 28.35 Jahre) Versuchspersonen unterschiedlicher Professionen an der Untersuchung teil. Kreativität wurde durch das noch unveröffentlichte Kreativitatsinventar fur den Berufskontext (KIB, Winter & Schuler, in Vorbereitung) und eine Gesamtskala Kreativität des International Personality Item Pool operationalisiert. Bivariate Korrelationsanalysen zeigten für beide eingesetzte Kreativitätsmaße einen bedeutsamen positiven Zusammenhang zueinander, sowie zu Offenheit für Erfahrungen und intrinsischer Motivation.
Wesentliche Zusammenhänge zeigten sich entgegen der Erwartungen ebenfalls fur die Gesamtskala Kreativität mit Neurotizismus (negativ) und mit Extraversion. Einfache und multivariate lineare Regressionen zeigten bei Einsatz der Gesamtskala Kreativität (nicht für das KIB), sowie bei einer Betrachtung auf Konstruktebene den teilmediierenden Einfluss von intrinsischer Motivation in der Wirkung von Offenheit auf Kreativität. Die Ergebnisse werden im Zusammenspiel domänenübergreifender und – spezifischer Persönlichkeitsdimensionen, sowie Motivation als Determinanten kreativer Leistung diskutiert. Dabei wird das KIB hinsichtlich seiner Konstruktvaliditat beurteilt.

Abstract (Englisch)

Construct validity of a work-related creativity instrument: openness and intrinsic motivation as determinants of creativity.

This study examined the relations among creativity, personality and intrinsic motivation. A total of 37 (27 female, mean age 28.35 years) students, employees and retirees took part in this study. Creativity was assessed broadly using the previously unpublished “Kreativitätsinventar für den Berufskontext” (KIB, a multimodal performance test in German language) and a short scale creativity based on creativity relevant items of the International Personality Item Pool. Bivariate correlations showed that both creativity measures were significantly associated to one another as well as with openness for experience and intrinsic motivation. Against expectations significant correlations were also found for the short scale creativity with neuroticism (negative) and extraversion. Simple and multiple regression analysis signified that intrinsic motivation partially mediated the relationship between openness to experience and creativity (for the short scale creativity and a general model, not for KIB). Results are discussed with regard to domain specificity and generality in personality as well as motivation as determinants of creative achievements. In this regard the construct validity of the KIB is assessed.


Herrmann, Lisa

Erhöhen Gleichstellungsvereinbarungen zur Personalauswahl die  Einstellungschancen von Frauen in männerdominierten Berufen?

Masterthesis, 25. September 2015

Abstract (Deutsch)

Durch Stereotype hervorgerufene indirekte Diskriminierung von Frauen bei der Personalauswahl für Führungspositionen wird als eine Ursache für die noch immer bestehende Unterrepräsentation von Frauen in allen Führungsetagen deutscher Unternehmen diskutiert (Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, 2014). Eine Möglichkeit, indirekter Diskriminierung zu begegnen, stellt die Anwendung von in Politik, Wissenschaft und Praxis stark diskutierten Gleichstellungsvereinbarungen dar. In der vorliegenden Untersuchung sollten 221 Versuchspersonen (64% weiblich) mit einem Durchschnittsalter von 28 Jahren auf Basis der schriftlichen Bewerbungsunterlagen einer Bewerberin deren Eignung innerhalb eines fiktiven Auswahlszenarios einschätzen. Hierzu wurden sie in drei Gruppen eingeteilt, die entweder keine, eine moderat oder eine strikt formulierte Gleichstellungsvereinbarung erhielten. Es zeigten sich keine statistisch bedeutsamen Unterschiede zwischen den Eignungsbewertungen in Abhängigkeit der präsentierten Gleichstellungsvereinbarung. Jedoch konnte gezeigt werden, dass ein liberaleres Rollenverständnis mit einer höheren Eignungsbewertung einherging. Geschlechtseffekte auf Seiten der Beurteiler konnten nicht beobachtet werden. Zieht man die hier vorliegenden Ergebnisse sowie die Gefahr einer schlechten Integration sogenannter „Quotenfrauen“ im Arbeitskontext in Betracht, ist der Nutzen von Gleichstellungsvereinbarungen in Frage zu stellen.

Abstract (Englisch)

Do employment equity directives for personnel selection increase employment prospects of woman in men-dominated occupations?

Indirect discrimination of women for leadership positions caused by unbefitting stereotypes of women and leaders is discussed as one reason for the ongoing underrepresentation of female leaders on all leadership levels in German companies (Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, 2014). One in politics, science and business controversially debated possibility to reduce indirect discrimination are employment equity directives. On a predominantly collegiate sample of 221 people (64% female) with an average age of 28 years we compared a group with no employment equity directive to a moderately and a strongly worded one. By means of the written application material the study participants needed to judge a female applicant’s ability in a fictive personnel selection scenario. There were no significant differences between the ability scores considering the different employment equity directives. What could be found is that participants with more liberal gender role beliefs gave higher scores than their more conservative counterparts. There weren’t any effects based on the judge’s gender. Considering these results and the threat of insufficient integration of female leaders selected in the context of employment equity directives the real benefit of employment equity directives is questionable.


Herzberger, Nicolas Daniel

Auswirkungen der Instruktionsverständlichkeit auf die Akzeptanz einer Intelligenztestaufgabe.

Bachelorarbeit, 27. Juni 2012

Abstract (Deutsch)

In dieser Studie wurde untersucht, inwiefern sich die Instruktionsverständlichkeit auf die Akzeptanz einer Intelligenztestaufgabe auswirkt. Dabei galt die Annahme, dass eine möglichst leicht verständliche Instruktion die Akzeptanz der Aufgabe verbessert. Es nahmen 121 Versuchsteilnehmer an der Studie teil. Nach der Beantwortung des Grundmoduls A des I-S-T 2000 R (Liepmann et al., 2007) wurden die Teilnehmer gebeten, den Akzeptanzfragebogen AKZEPT! -L (Kersting, 2005) auszufüllen. Die Kontrollgruppe (N = 60) erhielt die Standardinstruktionen des I-S-T 2000 R , die Experimentalgruppe (N = 61), erhielt eine verständlichere Instruktion. Anschließend wurden die erzielten Rohwerte der beiden Gruppen erfasst und mit den Ergebnissen des Akzeptanzfragebogens verglichen. Die Ergebnisse zeigten, dass die Probanden, die eine verständlichere Instruktion erhalten hatten, auch signifikant höhere Akzeptanzwerte angaben.

Abstract (Englisch)

Effects of the instruction comprehensibility on the acceptance of an intelligence test task.

This study examined if the instruction comprehensability affects on the ac-ceptance of an intelligence test task. The assumption was that a clear instruc-tion improves the acceptance of the intelligence test task. 121 participants took part in the study. After answering the basic module A of the I-S-T 2000 R   (Liepmann et al., 2007), the participants were asked to complete the accep-tance questionnaire AKZEPT! -L (Kersting, 2005). The control condition (N = 60) received the standard instructions of the I-S-T 2000 R, the experimental group (N = 61) received a clearer instruction. Subsequently, the obtained raw valuesof the two groups were detected and compared with the results of the acceptance questionnaire. The results showed that participants who had received a clear instruction also showed significantly higher acceptance levels.


 

Jacobs, Sonja

Postkorbverfahren in der Personalauswahl – eine Evaluationsstudie.

Diplomarbeit, 28. November 2002

Abstract (Deutsch)

Das Ziel der Arbeit ist die Evaluation des unveröffentlichten Postkorbs der Deutschen Ge­­sellschaft für Personalwesen (DGP). Grundlage für die Evaluation ist eine empirische Untersuchung an einer studentischen Stichprobe (N = 91). Neben dem DGP-Postkorb wurden noch ein weiterer Postkorb, ein Intelligenztest, ein Aufmerksamkeitstest und ein Selbsteinschätzungsbogen eingesetzt. Auf der Basis dieser Daten erfolgt eine psychometrische Analyse der Testkennwerte, eine Überprüfung der Gütekriterien sowie eine qualitative Analyse der Items und des Postkorbmaterials. Die psychometrische Qualität der Items des DGP-Postkorbs erweist sich als unzureichend. Ebenso ist die Reliabilität als nicht zufriedenstellend zu bewerten. Im Rahmen einer Konstruktvalidierung ergibt sich zum einen ein korrela­tiver Zusammenhang zwischen der DGP-Postkorbleistung und der Intelligenztestleistung und zum anderen ein Zusammenhang zwischen der DGP-Postkorbleistung und der Aufmerksamkeitstestleistung. Es wird gezeigt, dass diese Zusammenhänge durch den gemeinsamen Anteil an notwendiger Konzentration für die Bearbeitung des Postkorbs erklärt werden können. Im Zusammenhang mit den anderen eingesetzten Verfahren waren keine nennenswerten Zusammenhänge aufzufinden. Auf der Basis der qualitativen Analyse wird gezeigt, dass die mangelnde psycho­me­trische Qualität auf die unzureichende Konstruktion des Postkorbs und den ent­sprechenden Items zurückzuführen sein könnte. Abschließend werden Vorschläge für eine Revision des Postkorbs gegeben.


Jarosevtis, Carmen-Sara

Job suchen, Klischees finden – Effekte einer stereotypen Gestaltung von Stellenanzeigen auf potentielle Bewerber/innen.

Masterarbeit, 28. Oktober 2016

Abstract (Deutsch)

Diese Arbeit befasst sich mit den Auswirkungen, die eine geschlechtsstereotyp gestaltete Stellenanzeige in Abhängigkeit des Leser-Geschlechts auf seine Stellen-Beurteilung haben kann. Es wurde eine Online-Studie durchgeführt, worin den Teilnehmern (N = 210) fiktive Stellenanzeigen präsentiert wurden, die zudem entweder ein Gruppenfoto von drei Frauen oder drei Männern zeigten. Inhaltlich und formal unterschieden sich die beiden Anzeigen ansonsten nicht voneinander. Die ausgeschriebene Stelle wurde hinsichtlich ihrer Attraktivität, dem Zugehörigkeitsgefühl, das die Teilnehmer zu ihr empfanden und ihrer Intention, sich auf diesen Job zu bewerben, bewertet. Erwartet wurde eine bessere Bewertung bei übereinstimmendem Geschlecht. Außerdem wurde geprüft, ob bestimmte Persönlichkeitsausprägungen (Offenheit für Erfahrungen, Emotionalität und Ehrlichkeit/Bescheidenheit) und Intelligenz einen Einfluss auf die erwarteten Effekte haben.
Zuletzt schätzten die Probanden ein, ob die Stelle eher weiblich oder eher männlich assoziierte Anforderungen mit sich bringt. Die erwartete Auswirkung der Interaktion des Teilnehmer-Geschlechts mit dem Geschlecht der Personen auf dem Foto wurde nicht gefunden, dafür aber ein Haupteffekt der Gestaltung (Geschlecht der abgebildeten Personen). Die Teilnehmer, die die Anzeige mit der Frauengruppe gesehen hatten, empfanden die Stelle attraktiver, fühlten sich zugehöriger und zeigten eine stärkere Intention, sich zu bewerben. Dieser Effekt verschwand allerdings, wenn die Attraktivität der Personen auf dem Foto als Prädiktor hinzugezogen wurde. Die Frauengruppe wurdesignifikant attraktiver eingeschätzt, als die Männergruppe. Die Persönlichkeit und die Intelligenz spielten keine Rolle für die Erklärung der Effekte. Ebenso wurde kein Einfluss des Geschlechts (sowohl der Versuchsperson, als auch der Anzeige) auf die erwarteten Anforderungen des ausgeschriebenen Jobs gefunden. Limitationen dieser Studie und Möglichkeiten der Weiterentwicklung dieser Untersuchung werden diskutiert

Abstract (Englisch)

Searching for a job, finding clichés – The effects of stereotypically designed job ads on potential applicants.

This thesis investigates the effects of stereotypically designed job advertisements on the reader’s job assessment depending on her/his gender. To this end, an online-study has been conducted, wherein participants (N = 210) had been presented with fictitious job ads, which contained either a photo of three women or three men besides text. Apart from that, the ads were exactly the same. The advertised job had then been evaluated regarding its appeal, the feeling of belongingness readers experienced towards the job and their intention to apply for it. A better assessment was expected, when the depicted group’s gender matched the assessor’s gender. Moreover, a potential influence of certain personality characteristics (Openness to Experience, Emotionality, Honesty/Humility) and intelligence on the expected effects has been tested. Lastly, subjects estimated whether female- or male-associated requirements would rather be important for that job. The postulated effect of the interaction of participant’s gender and ad gender could not be found, but there has been an effect of the ad gender itself. Participants, who had seen the ad with the group of women rated the job as more attractive, felt a stronger belongingness towards it and showed a stronger intention to apply. This effect disappeared when attractiveness of the persons in the photo had been added as a predictor. The female group had been rated significantly more attractive than the male group. Personality and intelligence did not play a role in explaining the effects. Also, a subject or ad gender effect on the expected requirements did not show. Limitations of this study and ideas for further research are discussed.


Joschko, Viola

Wie sich verschiedene Maßnahmen zum Umgang mit der Verfälschbarkeitsproblematik auf die Akzeptanz von Persönlichkeitsfragebogen in der Personalauswahl auswirken.

Bachelorarbeit, Juni 2013

Abstract (Deutsch)

Der Einsatz von Persönlichkeitsfragebogen in der Personalauswahl ist oft von der Sorge um ein verfälschtes Antwortverhalten begleitet. Es werden zahlreiche Maßnahmen diskutiert, wie man mit dieser Verfälschbarkeit umgehen sollte. Diese Studie untersuchte, ob im Kontext der Eignungsdiagnostik Maßnahmen zum Umgang mit der Verfälschungsproblematik einen Einfluss auf die Akzeptanz von Persönlichkeitsfragebogen sowie auf die Arbeitgeberattraktivität haben. 945 Teilnehmer einer online Studie bearbeiteten einen Persönlichkeitsfragebogen (BFI-K). Sie sollten sich vorstellen, dass diese Bearbeitung im Kontext einer Bewerbung auf eine für sie interessante Position erfolgte. Anschließend schätzten Sie mit dem (Akzept-P!) die Akzeptanz des Fragebogens sowie die Arbeitgeberattraktivität ein. Dabei wurden drei experimentelle Bedingungen realisiert. Bei einer Gruppe wurde versucht, die Verfälschung zu verhindern, indem in der Instruktion des Fragebogens behauptet wurde, Verfälschung könnte entdeckt werden und würde sanktioniert. Eine zweite Gruppe wurde lediglich darüber informiert, dass dem Unternehmen bewusst ist, dass der Fragebogen verfälscht werden kann.. Bei einer Kontrollgruppe erfolgte keine auf die Verfälschung bezogene Instruktion. Beide Maßnahmen reduzierten Verfälschung. Die Androhung von Entdeckung und Sanktionen führte zu einer geringeren Arbeitgeberattraktivität.

Abstract (Englisch)

coming soon…


 

Klein, Kerstin

Lassen sich psychodynamische Therapien und kognitive Verhaltenstherapien anhand des Psychotherapie Prozess Q-Set (PQS) differenzieren?

Bachelorarbeit, 24. Mai 2013

Abstract (Deutsch)

Videoaufnahmen von zehn Therapiesitzungen aus einer der größten Studien zur Sozialen Phobie (SOPHO-NET) wurden genutzt, um den Therapieprozess von fünf psychodynamischen Kurzzeittherapien und fünf kognitiven Kurzzeit-Verhaltenstherapien mit Hilfe des Psychotherapie Prozess Q-Set, einem Verfahren zur systematischen Beschreibung und Beurteilung des Psychotherapieprozesses einer individuellen Therapiesitzung, miteinander zu vergleichen. Die Ergebnisse zeigen, dass einige Aspekte beiden Therapieformen gemeinsam sind, jedoch auch wichtige Unterschiede zwischen den Therapieformen bestehen. Unterschiede wurden vor allem im Verhalten der Therapeuten und deren Techniken, konform mit ihrer jeweiligen theoretischen Ausrichtung, gefunden. Das Verhalten der Patienten unterschied sich kaum zwischen beiden Therapieformen. In einem zusätzlichen Vergleich mit Prototypen einer idealen psychodynamischen und einer idealen kognitiven Verhaltenstherapie zeigte sich, dass der von Ablon und Jones (1998) konzipierte psychodynamische Prototyp nicht auf Kurzzeittherapien angewendet werden kann. Aufgrund dieser Ergebnisse in der vorliegenden Arbeit soll ein neuer Prototyp, speziell für manualisierte psychodynamische Kurzzeittherapien, erstellt werden.

Abstract (Englisch)

Can psychodynamic therapies and cognitive behavioral therapies be differentiated by using the Psychotherapy Process Q-Sort (PQS)?

Video recordings of ten therapy sessions of one of the largest studies of social phobia (SOPHO-NET) have been used to compare the therapy process of five short-term psychodynamic therapies and five short-term cognitive-behavioral therapies. The sessions were rated using the Psychotherapy Process Q-Sort, an instrument developed for a systematic description and assessment of individual therapeutic processes. Results demonstrated some common aspects, however, there were also significant discrepancies in the process of both treatments. Findings showed a difference in therapist attitude as well as their techniques, which were consistent with their respective paradigm. Patient feelings and behavior marginally differed between the two forms of therapy. An additional comparison with prototypes of an ideal psychodynamic and cognitive-behavioral therapy session showed that the psychodynamic prototype designed by Ablon and Jones (1998) cannot be applied to short-term therapies. Based on these results, a new prototype will be developed specifically for manualized short-term psychodynamic therapies.


 

Klotz, Julia

Konstruktvalidierung von Tests, die durch Simulation von Büroaufgaben Arbeitseffizienz erfassen.

Diplomarbeit, 9. Dezember 2005

Abstract (Deutsch)

Fast ein Drittel aller in Deutschland Erwerbstätigen geht sogenannten Bürotätigkeiten nach. Zur Personalauswahl werden häufig sogenannte Büroarbeitstests eingesetzt. Dabei handelt es sich um Tests, die durch Simulationen von Büroaufgaben Arbeitseffizienz erfassen wollen. Prominente Beispiele für diese Art von Tests sind der ABAT-R (Lienert & Schuler, 1994) oder die Testaufgabe „E-Mails Bearbeiten“, die Bestandteil des neuen Wilde Tests (WIT-2, Kersting, Althoff und Jäger, 2006) ist. Solche Tests zeichnen sich durch eine gute Kriteriumsvalidität aus und erfreuen sich einer hohen sozialen Akzeptanz, ihre Konstruktvalidität ist aber weitgehend ungeklärt. Die Diplomarbeit setzt sich mit den kognitiven Anforderungen auseinander, die bei sogenannten „Büroaufgaben“ zu bewältigen sind. Aufgrund theoretischer Annahmen wird erwartet, dass zur Bewältigung von Aufgaben zur Simulation von Bürotätigkeiten (1) Konzentration, (2) schlussfolgerndes Denken und (3) eine hohe Arbeitsgedächtniskapazität notwendig sind. Diese Annahmen wurde an einer Gruppe von N = 111 Personen erfolgreich geprüft, die einerseits sechs Bürotests und andererseits eine umfassenden Testbatterie zu den drei genannten Konstrukten bearbeitet haben.


 

Knebelau, Maren

Evaluation des WILDE-Intelligenztests (WIT) und seiner Funktion als eignungsdiagnostisches Instrument.

Diplomarbeit, 6. März 2002

Abstract (Deutsch)

Gegenstand der Arbeit ist die Evaluation des WILDE-Intelligenz-Tests (WIT, Jäger & Althoff, 1983, 1994). Fokussiert werden die Eigenschaften, die der Test aktuell beim Ein­satz im eignungsdiagnostischen Kontext zeitigt. Die Evaluation erfolgt durch Analyse der Testmaterialien und Literatur sowie mittels einer empirischen Untersuchung. Die zugrundegelegten Testergebnisse stammen von 382 Bewerbern für eine Fach­hoch­­schulausbildung, die im Rahmen der Eignungsuntersuchung eine Testbatterie mit sieben WIT-Subtests bearbeiteten. Auf Basis der Testergebnisse wurde zunächst die psychometrische Qualität der Items, Subtests und parallelen Testformen unter­sucht. Dabei zeigten sich für sechs der sieben Subtests Defizite entweder in Form un­regelmäßiger und asymmetrischer Rohwertverteilungen, inadäquater Item­schwierigkeiten oder unzureichender Itemtrennschärfenkoeffizienten sowie Re­liabilitäts­mängel und Mittelwertunterschiede zwischen den Testformen. Im zweiten Schritt wurde eine Konstruktvalidierung der Testbatterie durchgeführt. Es ergab sich, dass die Subtests die intendierten Fähigkeitsbereiche nicht erfassen und daraus Schwierigkeiten bei der Interpretation der gemessenen Fähigkeiten resultieren. Zudem wurde die prognostische Validität der Testbatterie zur Vorhersage des Studien­­erfolgs, operationalisiert durch die Zwischenprüfungsnote, an 122 zugelassenen Bewerbern bestimmt. Die WIT-Subtests weisen eine Kriteriumsvalidität in zu­­friedenstellender Höhe auf. Abschließend wird der WIT auf der Grundlage der Be­funde hinsichtlich seiner Stärken und Schwächen bewertet und daraus Ansatzpunkte für eine Revision abgeleitet.


Koch, Melanie

Leistungsdiagnostik im digitalen Zeitaler – Die Rolle von Persönlichkeit und Testangst bei der Verwendung von Bearbeitungsstrategien in figuralen Fähigkeitstests.

Bachelorarbeit, 29. Mai 2017

Abstract (Deutsch)

Im Rahmen der Digitalisierung spielen Online-Tests eine zunehmend wichtige Rolle für Selektionsentscheidungen. Hinsichtlich des Bearbeitungsverhaltens verschiedener Testmaterialen konnten im Papier-Bleistift Format die beiden Bearbeitungsstrategien constructive matching und response elimination differenziert werden (Snow, 1980). Die Ursache der Strategiewahl wurde bisher ausschließlich in Fähigkeitsunterschieden begründet. Ziel unserer Studie war eine Untersuchung potentieller Assoziationen zwischen der Testangst, sowie der Persönlichkeit und den Bearbeitungsstrategien. Im Zuge dessen mussten Versuchspersonen in einer Online-Studie einen Matrizentest und verschiedene Fragebogen hinsichtlich ihrer Person bearbeiten. Die Erfassung der Bearbeitungsstrategien erfolgte ebenfalls mittels eines Fragebogens. Bezüglich der Testangst konnte eine negative Assoziation zwischen der Interferenz und dem berichteten Einsatz der erfolgreicheren constructive matching Strategie festgestellt werden. Im Hinblick auf die Persönlichkeit zeigte sich ein Zusammenhang zwischen Neurotizismus und der berichteten Ablenkbarkeit durch das Testdesign. In weitergehenden Analysen konnten zusätzliche Verbindungen zwischen den Bearbeitungsstrategien und der Akzeptanz des durchgeführten Matrizentests ermittelt werden. Die Studie vereint verschiedene Forschungszweige und bietet Ansätze für ein erfolgreicheres Testdesign im Rahmen von Online-Tests.

Abstract (Englisch)

In the context of digitalization, online tests play an increasingly important role for selection decisions. Regarding the processing methods in the context of different testing materials, the paper-pencil format allowed a distinction between two used strategies: constructive matching and response elimination (Snow, 1980). Hitherto, the strategy chosen by the test person was thought to be the result of exclusively his or her aptitude.The goal of our study was an investigation of potential associations between test anxiety, personality and the strategies. In an online study, the test subjects had to complete a matrices test and fill out various questionnaires concerning their personality traits, experiences with test anxiety et cetera. The strategies were acquired through a questionnaire as well. Regarding test anxiety, a negative association between the interference and the reported use of the more successful constructive matching strategy has been ascertained. Regarding the personality, a correlation between neuroticism and the reported susceptibility for distraction through the design of the test became apparent. In further analyses, additional connections between the strategies and the acceptance of the matrices test were found. The study combines several fields of research and offers approaches to a more successful test design for online tests.


Köhler, Christin

Der Einfluss des Stereotype Threat bei Schülerinnen auf die Leistungsangst und Testleistung bei einer numerischen Intelligenztestaufgabe.

Masterarbeit, 19. Januar 2015

Abstract (Deutsch)

Die vorliegende Studie versucht bisherige Ergebnisse der Effekte einer stereotypen Instruktion in mathematischen Testaufgaben auf die Zustands-Testangst (State-TA) und die Testleistung von Schülerinnen zu bestätigen. Des Weiteren wurden Effekte auf Leistungsorientierung und Flow-Erleben während der Testbearbeitung und die Akzeptanz der Intelligenztestaufgabe untersucht. Oberstufenschüler (N= 110) eines Gymnasiums wurden dazu im Klassenverband zufällig einer Instruktionsbedingung (stereotyp vs. nichtstereotyp) zugeteilt. In Vor- und Haupterhebung wurden die Eigenschafts-Testangst (Trait-TA) und die State-TA mit der Kurzform des für den deutschsprachigen Raum angepassten Test Anxiety Inventory (Kurzform TAI-G; Wacker, Jaunzeme & Jaksztat, 2008) erhoben. Ergebnisse bestätigten Effekte der Instruktion und der Trait-TA auf die State-TA. Zudem zeigte sich ein Geschlechtseffekt bei der Testleistung und der State-TA in der stereotypen Bedingung. Es konnte jedoch kein signifikanter Unterschied zwischen den Frauen der beiden Bedingungen aufgedeckt werden.

Abstract (Englisch)

The present study tempted to confirm recent findings about the effects of a stereotype instruction in a mathematical test on state anxiety (State-TA) and the test performance of female pupils. Further, effects on performance orientation and flow during the test and the acceptance of the intelligence test task were examined. Academic high schoolers (N= 110) were randomly assigned to an instruction condition (stereotype vs. non-stereotype) in their whole classes. In pre- and main-investigation trait anxiety (Trait-TA) and state anxiety were collected using a short version of the German adaptation of the Test Anxiety Inventory (Kurzform TAI-G; Wacker, Jaunzeme & Jaksztat, 2008). The test performance was measured by a numerical series task of an intelligence test. Results approved instruction condition and Trait-TA as main effects of State-TA. Further in the stereotype condition a gender effect was shown on test performance and State-TA. However no significant difference appeared between women of both instruction conditions.


 

Kohlrautz, Sarah

Der Einfluss der Persönlichkeit bei Leistungstests.

Diplomarbeit, 19. Juni 2006

Abstract (Deutsch)

Intelligenz und Persönlichkeit stehen häufig gemeinsam im Interesse der Berufseignungsdiagnostik, werden aber zumeist separat konzeptualisiert und untersucht. Die Diplomarbeit widmet sich auf theoretischer Ebene dem Zusammenspiel der beiden Konstrukte und auf empirischer Ebene der Korrelation zwischen Testleistungen, die den beiden Konstrukten zugeordnet werden können. Grundlegende Annahme ist, dass es Personen mit bestimmten Persönlichkeitsmerkmalen sind, die bei so genannten Arbeitsproben (z. B. zur Simulation von Büroroutinetätigkeiten) besonders gut abschneiden. Der Bereich der Intelligenz wird in der Diplomarbeit durch die drei Dimensionen (1) Schlussfolgerndes Denken, (2) Bearbeitungsgeschwindigkeit und (3) Arbeitseffizienz repräsentiert. Aus dem Bereich der Persönlichkeit werden die Konstrukte Gewissenhaftigkeit und Perfektionismus untersucht. Dabei wird davon ausgegangen, dass sich ein Einfluss der Persönlichkeit nur bei Testaufgaben zeigt, die einerseits eine gewisse Bearbeitungsdauer in Anspruch nehmen (also nicht bei den kurzen Aufgaben zur Bearbeitungsgeschwindigkeit) und deren Lösung andererseits nicht wesentlich durch die Fähigkeit zum logischen Denken bestimmt ist (wie bei den Aufgaben zum schlussfolgernden Denken).
Zur Prüfung der Annahmen wurde eine Studie mit 111 Personen durchgeführt. Als zentrales Ergebnis kann festgehalten werden, dass es einen (schwachen) Zusammenhang zwischen den Intelligenz- und den Persönlichkeitsindikatoren gibt. Wie erwartet stehen Gewissenhaftigkeit und Perfektionismus nominell enger mit den Leistungen in den Aufgaben zur Arbeitseffizienz in Zusammenhang als mit den Leistungen in Aufgaben zur Bearbeitungsgeschwindigkeit und zum schlussfolgernden Denken. Der Unterschied in den Korrelationshöhen verfehlt aber die statistische Signifikanz. Bei der Vorhersage der Leistungen in der Arbeitseffizienz kann nur die Facette Kompetenz gegenüber der Bearbeitungsgeschwindigkeit und dem schlussfolgerndem Denken inkrementell zur Varianzaufklärung beitragen, nicht aber, wie erwartet, die Gewissenhaftigkeit oder der Perfektionismus.

Abstract (Englisch)

The paper deals with the influence of perfectionism (Stöber, 2004) and conscientiousness (NEO-PI-R, Ostendorf & Angleitner, 2004) on three dimensions of intelligence. Among the „classical“ dimensions of intelligence are reasoning (WIT-2, Kersting et al., in press) and speed (BIS-4, Jäger, Süß & Beauducel, 1997) as well-known parts of different intelligence models. The third factor is work efficiency as a new dimension. The three factors have been confirmed by factor analysis. Furthermore analyses of regressions and correctional analyses revealed an influence from „negative reactions to imperfection“ on reasoning and speed. Conscientiousness, especially competence was more important for work efficiency in comparison to the other facets.


 

Krisch, Elisa

Ein Interview sagt mehr als tausend Worte – Zur sozialen Akzeptanz von Einstellungsinterviews.

Bachleorarbeit, 26. Mai 2014

Abstract (Deutsch)

Jeder kennt es, manche fürchten es, alle nehmen teil – das Einstellungsinterview wird in der Personalauswahl am häufigsten eingesetzt. Dabei geht man in der Praxis davon aus, dass es sich um eine von den Bewerbern akzeptierte Methode handelt. Doch was heißt akzeptiert wirklich?
Um dies näher zu betrachten, nimmt folgende Arbeit das Erleben und Bewerten von Einstellungsinterviews aus Bewerbersicht in den Blick. Im Zuge dessen wurde eine bereits bestehende Fragebogenreihe zur Akzeptanz um einen für das Interview spezifischen Fragebogen (Akzept!-I; Kersting, 2013) erweitert, der hier eingesetzt und validiert werden soll. Der Fragebogen zeichnet sich durch eine Mehrdimensionalität aus, der neben einem Globalurteil der Akzeptanz zudem Stärken und Schwächen innerhalb des Verfahrens aufzeigt. Personale Determinanten der Testausfüller finden ebenfalls Berücksichtigung. 281 Bewerber nahmen nach Absolvieren ihrer Einstellungsinterviews, welche in Kooperation mit externen Organisationen durchgeführt wurden, an der Befragung teil.
Erwartungsgemäß stellt sich das Einstellungsinterview als akzeptiertes Verfahren heraus. Differenzierte Ergebnisse werden im Folgenden berichtet und hinsichtlich weiterer Entwicklungslinien für die Akzeptanzforschung sowie Implikationen für die Praxis diskutiert werden.

Abstract (Englisch)

Everyone knows it, some fear it, but all participate in it – the employment interview is widely used in personnel selection. Recruiters consider it to be a method which is well accepted by applicants. But what does being accepted really mean?
For a closer examination this study focuses on how the employment interview is experienced and evaluated by the applicants. Therefore an already existing series of questionnaires has been appended by a specific questionnaire for the interview (Akzept!-I; Kersting, 2013) which is used and validated in this study. The questionnaire is multidimensional and enables to establish not only a global evaluation of the acceptance but also strengths and weaknesses within the method. Personal characteristics of the participants are taken into account as well. 281 applicants have taken part in the survey which followed an employment interview conducted by external organizations.
As expected the employment interview turns out to be an accepted personnel selection method. More differentiating results are reported in the following and are discussed with regard to future directions of possible improvements for acceptance research and testing practice.


Krisch, Elisa

Was sagt Auslandserfahrung über Studierende aus? – Eine längsschnittliche Betrachtung von interkultureller Kompetenz unter Berücksichtigung zentraler Persönlichkeitseigenschaften.

Masterarbeit, 14. Juli 2016

Abstract (Deutsch)

Auslandserfahrungen von Studierenden stehen bei Unternehmen hoch im Kurs und sind auch bei Studierenden selbst beliebt. Mitunter bleibt jedoch unklar, was sich hinter diesem Etikett der Auslandserfahrung verbergen soll. Aus wissenschaftlicher Perspektive gibt es Evidenzen dafür, dass bestimmte Persönlichkeitseigenschaften mit der Entscheidung, ins Ausland zu gehen, zusammenhängen. Gleichzeitig kann aus einem Auslandsaufenthalt ein interkultureller Lernertrag der Teilnehmenden resultieren.
Anknüpfend an diesen Ergebnissen, wurde mit dieser Arbeit in zwei Erhebungswellen längsschnittlich untersucht, inwiefern ausgewählte Persönlichkeitsfacetten die Entscheidung, ins Ausland zu gehen, vorhersagen können, und ob ein interkultureller Lernertrag nachgewiesen werden kann. Neben einer Gruppe, die einen unmittelbaren Auslandsaufenthalt absolvierte (N=100), wurde eine weitere Gruppe berücksichtigt, die zu besagten Zeitpunkt im Inland blieb (N=153).
Den Ergebnissen dieser Arbeit zufolge kann aufgrund der Persönlichkeitsfacette Geselligkeit die Entscheidung, ins Ausland zu gehen, vorhergesagt und ein interkultureller Lernertrag durch den Auslandsaufenthalt nachgewiesen werden. Weitere Ergebnisse und praktische Implikationen werden nachfolgend berichtet.

Abstract (Englisch)

What does experience abroad reveal about students? – A longitudinal examination of intercultural competence with regard to central personality traits.

Students’ experiences abroad are favoured by organizations and are famous by students as well. At times, it stays however unclear what the label experience abroad indeed contains. From a scientific perspective, there are evidences that certain personality traits are related to the decision to go abroad and that an intercultural benefit results from a stay abroad.
Building upon those results, this paper examined longitudinally in two waves, whether the decision to go abroad can be predicted by selected personality facets and whether experiences abroad result in an intercultural profit. Apart from a group whose participants spent an immediate time abroad (N=100) another group whose participants stayed within their home country (N=153) was taken into account.
I can state that on the one hand the decision to go abroad can be predicted by the personality facet gregariousness and that on the other hand the intercultural benefit of an experience abroad can be confirmed. Further findings und practical implications will be presented in the following chapters.


Kühl, Lisa

Zum Zusammenhang von Kreativität und Berufserfolg unter Berücksichtigung von Intelligenz. Validierung eines prozessbasierten Kreativitätstests.

Masterarbeit, 16. Januar 2014

Abstract (Deutsch)

Kreativität bzw. Aspekte von Kreativität sind nach O*Net, einer Datenbank, die Berufsbeschreibungen listet, für die Arbeit vieler Berufsgruppen hoch relevant (O*Net, o. D.). Es stellt sich die Frage, ob es einen empirischen Zusammenhang zwischen der Kreativität und dem Erfolg einer Person in ihrem Beruf gibt. Für viele Kreativitätstest zeigt sich ein Zusammenhang zum Konstrukt Intelligenz. Dies soll vorliegend berücksichtigt werden. Die Stichprobe umfasst N = 48 Berufstätige (m = 15, w = 33, Altersmittelwert = 35.08 Jahre). Eine Besonderheit ist die Messung der Kreativität über einen prozessmodellbasierten Leistungstest, den KIB-TE (Winter & Schuler, in Vorbereitung). Die Validierung erfolgt an objektiven und subjektiven Kriterien für Berufserfolg sowie zwei Intelligenzverfahren. In den Ergebnissen zeigen sich moderate Zusammenhänge der Konstrukte Kreativität und Intelligenz. Ein Zusammenhang von Kreativität und Berufserfolg liegt nur im Kriterium Laufbahnzufriedenheit vor. Für dieses zeigt sich Kreativität als relevanter Prädiktor. Mögliche Ursachen für die Befunde sowie limitierende Faktoren und weiterführende Ansätze werden diskutiert.

Abstract (Englisch)

This thesis investigates the effects of stereotypically designed job advertisements on the reader’s job assessment depending on her/his gender. To this end, an online-study has been conducted, wherein participants (N = 210) had been presented with fictitious job ads, which contained either a photo of three women or three men besides text. Apart from that, the ads were exactly the same. The advertised job had then been evaluated regarding its appeal, the feeling of belongingness readers experienced towards the job and their intention to apply for it. A better assessment was expected, when the depicted group’s gender matched the assessor’s gender. Moreover, a potential influence of certain personality characteristics (Openness to Experience, Emotionality, Honesty/Humility) and intelligence on the expected effects has been tested. Lastly, subjects estimated whether female- or male-associated requirements would rather be important for that job. The postulated effect of the interaction of participant’s gender and ad gender could not be found, but there has been an effect of the ad gender itself. Participants, who had seen the ad with the group of women rated the job as more attractive, felt a stronger belongingness towards it and showed a stronger intention to apply. This effect disappeared when attractiveness of the persons in the photo had been added as a predictor. The female group had been rated significantly more attractive than the male group. Personality and intelligence did not play a role in explaining the effects. Also, a subject or ad gender effect on the expected requirements did not show. Limitations of this study and ideas for further research are discussed.


Kummer, Kristin

Den rosa Elefanten akzeptieren – Der Effekt einer achtsamkeitsbasierten Kurzintervention auf Testangst und Intelligenztestleistung.

Masterarbeit, 2. November 2015

Abstract (Deutsch)

Testangst führt u.a. aufgrund von störenden oder ablenkenden Gedanken in Bezug auf die eigene Leistung zu schlechteren Leistungen in Prüfungssituationen (Wine, 1971). Die im Rahmen dieser Studie entwickelte Kurzintervention sollte den Zusammenhang zwischen Testangst und Leistung verringern, um das volle Leistungspotential Testängstlicher auszuschöpfen. Die Intervention bestand aus einem kurzen Strategievorschlag, störende oder ablenkende Gedanken zu akzeptieren, statt diese zu unterdrücken. Getestet wurde die Wirksamkeit der Intervention in einem randomisierten Kontrollgruppendesign an 87 Studierenden (72 w, 15 m) unterschiedlicher Fachbereiche. Die Interventionsgruppe erhielt vor der Bearbeitung eines Intelligenztests den Strategievorschlag. Die Kontrollgruppe bearbeitete nur den Test. Entgegen der Annahme fiel der Zusammenhang zwischen Testangst und Intelligenztestleistung in der Interventionsgruppe (r = -.48) deutlich höher aus als in der Kontrollgruppe   (r = -.17). Es wird angenommen, dass Schlüsselwörter im Strategievorschlag die Prüfungssituation im Sinne eines Primingeffekts erst salient machten und so zum höheren Zusammenhang führten. Die Wirksamkeit von Akzeptanz wird vor dem Hintergrund dispositioneller Faktoren diskutiert.

Abstract (Englisch)

Test anxiety leads to poor performance due to interfering and distracting thoughts concerning one‘s own performance experienced in tests (Wine, 1971). A short intervention developed for this study aimed to reduce the relationship between test anxiety and performance to exploit the full potential of test anxious persons. The intervention was a short suggestion recommending accepting interfering thoughts rather than supressing them. The effectiveness of the intervention was tested in a randomized controlled design involving 87 students (72 f, 15 m) of varying faculties. Before working on an intelligence test the intervention group read the strategy suggestion. The control group worked on the test only. Against the assumption, the relationship between test anxiety and intelligence test performance was much higher in the intervention group (r = -.48) than in the control group (r = -.17). It is assumed that key words in the strategy suggestion might have created the testing situation to be more salient to participants which lead to a higher correlation. The effectiveness of acceptance is discussed in view of dispositional traits.


Labusga, Andrea

Bedingungen der Übereinstimmung von Selbst- und Fremdurteilen bei berufsbezogenen Persönlichkeitstests.

Diplomarbeit, 19. Juni 2006

Abstract (Deutsch)

In der Arbeits- und Organisationspsychologie herrscht ein lang anhaltender Trend zur Nutzung berufsbezogener Persönlichkeitstests. Eine zentrale Fragestellung in diesem Kontext ist die Übereinstimmung von Selbst- und Fremdurteilen. Häufig wird das Ausmaß dieser Übereinstimmung als Validitätsindikator des Verfahrens interpretiert. Die Diplomarbeit reflektiert theoretisch und empirisch die Bedingungen, unter denen geringere oder höhere Übereinstimmungen der Selbst- und Fremdurteile zu erwarten sind. Dabei geht es zunächst um (1) die Beziehung zwischen Selbst- und Fremdbeurteiler. In einem zweiten Schritt soll dann geklärt werden, ob (2) die Art der zu beurteilenden Eigenschaft die Übereinstimmung zwischen Selbst- und Fremdurteil moderiert. Die grundlegende Annahme lautet hier, dass die Übereinstimmung umso höher ausfällt, desto beobachtbarer die zu beurteilenden Eigenschaften sind. Mit der dritten Fragestellung wird (3) der Einfluss der verwendeten Befragungsmethode geprüft. Der vierte und letzte Untersuchungsaspekt widmet sich der Frage, ob (4) die Übereinstimmung von Selbst- und Fremdurteil in Abhängigkeit von bestimmten Fähigkeiten der Fremdbeurteiler variiert. Um die Fragestellungen drei und vier untersuchen zu können, wurden den Fremdbeurteilern drei Arten von Urteilen abverlangt. Zunächst hatten die Personen sich selbst mit Hilfe von Persönlichkeitsfragebogen hinsichtlich zweier fragestellungsrelevanter Dimensionen (Empathie und soziale Intelligenz) zu beurteilen. Außerdem wurde ihre verbale Intelligenz mit einem Test geprüft und ihre Tendenz, sozial erwünscht zu antworten, kontrolliert. Bei der Fremdbeurteilung wurden die Personen sowohl gefragt, wie sie persönlich die Zielperson einschätzen, sie sollten aber auch angeben, wie sich die Person ihrer Meinung nach selbst eingeschätzt hat.
In der Diplomarbeit werden die (teilweise online erhobenen) Daten von 142 Personen (71 „Paaren“ von Selbst- und Fremdbeurteilern) analysiert. Die Items der eingesetzten Persönlichkeitsfragebogen werden danach unterteilt, ob sie eher auf internal oder external beeinflusstes Erleben und Verhalten zielen. Die in den internalen Items thematisierten Sachverhalte sind, so die These, leichter zu beobachten. Tatsächlich ist die Übereinstimmung zwischen Selbst- und Fremdurteil bei diesen Items höher als bei den externalen Items. Auch zeigt sich für die internalen Items, dass die Übereinstimmung zwischen Selbst- und Fremdbeurteilung mit wachsender Vertrautheit zwischen Selbst- und Fremdbeurteiler steigt.

Abstract (Englisch)

This research focused on terms that affect self-other agreement in job-related personality tests. 71 subjects completed the job-related personality test START-P (Beauducel & Kersting, in press) and 71 close acquaintances of the subjects rated them on the basis of the same test in a differentiated way. Due to theoretical assumptions and recent research findings we reasoned four moderator variables that affect self-other agreement: (1) relatedness between target and judge, (2) the type of trait being judged, (3) the method of inquiry and (4) abilities of the judge. Considering the relatedness between target and judge we found the subjective intimacy rated by the judge as an important factor for self-other agreement. We could also approve an impact on self-other agreement regarding the type of trait that has to be judged. Traits that were classified as more easily observable in everyday life entail higher coefficients in self-other agreement. The rating by the close acquaintance was collected in a differentiated way: First the judge had to decide how he or she thinks the targets had answered the items for themselves and second how he or she assesses the target. A higher correlation between the first type of the judgement and the self-ratings was not confirmed. As affecting abilities of the judge we investigated verbal and social intelligence as well as empathy. Some influence regarding these abilities was obtained. Nevertheless further research is necessary to clarify the relationship between these abilities and self-other agreement.


 

Leimbach, Nicole

Versuch einer Integration von Rechtschreibleistungen in die Intelligenzstrukturforschung.

Diplomarbeit, 30. September 2005

Abstract (Deutsch)

Für die Diagnose von Rechtschreibleistungen stehen unterschiedliche diagnostische Verfahren zur Verfügung. Entweder müssen vorgegebene Wörter hinsichtlich der Korrektheit der Schreibweise beurteilt werden („Richtig-Falsch Format“ sowie „Multiple-Choice Format“) oder aber Wörter müssen aktiv geschrieben werden („vollständiges Diktat“ oder „Lückendiktat“). Die zuerst genannte Erhebungsform unterscheidet sich wesentlich vom Diktat, da die relevante Information hier gelesen und nicht, wie beim Diktat, gehört wird. Die Methode des Diktats kommt der Alltagsanforderung des fehlerlosen Schreibens von Texten am nächsten, da auch im Alltag häufiger die Lösungsfindung selbsttätig erfolgen muss und – anders als bei dem Richtig-Falsch-Format und beim Multiple-Choice Format – nicht auf Vorgaben aufgebaut werden kann. Praktiker stehen dem Multiple-Choice Format als Methode der Diagnostik von Rechtschreibleistungen daher skeptisch gegenüber. Allerdings ist die Diktatform weniger auswertungsobjektiv und testökonomisch als das Multiple-Choice Format. In der im Rahmen der Diplomarbeit ausgewerteten empirische Studie mit 200 Personen wird die Methode zur Diagnostik der Rechtschreibleistungen systematisch variiert und kontrolliert, indem ein und dieselben Anforderungen an die Rechtschreibung einmal in Form eines Lückendiktats und einmal in Form eines Multiple-Choice Test gestellt werden, wobei die Darbietungsabfolge kontrolliert wird. Bei dem eingesetzten Multiple-Choice Test handelt es sich, und das ist der „Pfiff“ der Untersuchung, um eine isomorphe Variante des Lückendiktats: Mit beiden Methoden wird die Beherrschung der Rechtschreibung anhand der gleichen Wörter überprüft. Dies bedeutet, dass die beiden diagnostischen Verfahren inhaltlich identisch sind und sich nur hinsichtlich des Itemformats unterscheiden. Beim parallelen Einsatz der Verfahren können so Effekte der Darbietungsform überprüft werden. Als zentraler Befund der Diplomarbeit kann festgehalten werden, dass die Formatvariation sich nicht wesentlich auf die Kriteriums- und Konstruktvalidität auswirkt (operationalisiert über die Beziehungen zu Schulnoten sowie zu verschiedenen Intelligenzfacetten).


 

Linke, Ines

Analyse möglicher Einflüsse von Beobachter-Intelligenz und Persönlichkeit auf die Bewertung studienerfolgsrelevanter Anforderungen im Rahmen einer Anforderungsanalyse für ein Self-Assessment.

Masterarbeit, 11. September 2013

Abstract (Deutsch)

Zur Entwicklung eines Self-Assessments für Studieninteressierte der Physik an der JLU Gie-ßen wurden mittels einer Anforderungsanalyse erfolgsrelevante Eigenschaften aus den Bereichen Intelligenz, Persönlichkeit, Interessen und Kompetenzen in einer Befragung von 74 Physik-Studierenden (Beobachter) erfasst. Ziel der vorliegenden Arbeit war die Überprü-fung von Zusammenhängen zwischen abgegebenen Wichtigkeits-Einschätzungen für ein erfolgreiches Physikstudium in den o.g. 4 Bereichen und der Intelligenz (Erfassung: WIT-2 Subtest Analogien & Test zur dispositionellen Intelligenz) und Persönlichkeit (BFI) der Be-obachter. Je gewissenhafter der Beobachter war, desto höher war auch seine Wichtigkeits-Einschätzung dieser Eigenschaft (r=.39; p=.00) für ein erfolgreiches Physikstudium. Die Be-obachter-Offenheit hing positiv mit der Wichtigkeits-Bewertung für Offenheit (r=.28; p=.02) und negativ mit Extraversion (r=-.29; p=.00) zusammen. Die emotionale Stabilität der Be-obachter zeigte negative Zusammenhänge (r=-.29- -.37) mit Wichtigkeits-Bewertungen der Intelligenz. Intelligenz & Studienerfolg der Beobachter sowie Wahrnehmungsfehler hatten keinen Einfluss auf ihre Wichtigkeits-Einschätzungen.

Abstract (Englisch)

For developing a self-assessment tool for prospective students of physics at JLU Gießen a demand analysis considering personality traits, intelligence, interests and study skills has been performed on 74 students (judges) of physics. The aim of this study was to investigate if there are influences of either personality (BFI) or intelligence (WIT-2 subscale analogies & test for dispositional intelligence) of the judges on their ratings of how important different traits of the abovementioned 4 domains are for studying physics successfully. Results show, the more conscientious the judge, the higher his rating of importance for this trait will be (r=.39; p=.00). Openness to experience in judges was positively related to their ratings of importance for this trait (r=.28; p=.02), but negatively for the rating of importance of extraver-sion (r=-.29, p=.00). Judges’ emotional stability showed negative relations to ratings of importance in the domain of intelligence (r=-.29- -.37). Judges’ intelligence and their success at university as well as errors in perception had no influence on the results.


 

Lochner, Katharina

Führungs-Charisma bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen.

Diplomarbeit, 08. Juli 2005

Abstract (Deutsch)

Neben der fachlichen Kompetenz wird der Persönlichkeit eine zunehmend wichtigere Rolle für den beruflichen Erfolg zugeschrieben. Die Diplomarbeit thematisiert diese aktuelle Entwicklung, indem sie diejenigen Persönlichkeitsmerkmale untersucht, die eine gute Führungskraft auszeichnen und sich der Frage widmet, ob solche Persönlichkeitsmerkmale bereits bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen diagnostizierbar sind. Theoretischer Ausgangspunkt der Arbeit ist der (behaviorale) Ansatz der charismatischen Führung, insbesondere die erweiterte Perspektive des sogenannten Conger und Kanungo Modells. Insgesamt werden die Daten von 561 Personen aus drei Untersuchungen analysiert. Zunächst wird geprüft, ob das Modell und seine Strukturannahmen auch bei – in diesem Zusammenhang bislang nicht untersuchten – Jugendlichen und jungen Erwachsen Geltung besitzt. Dies ist der Fall. In einem zweiten Schritt wird dann geklärt, ob in dieser Stichprobe ein spezifisch auf Jugendliche und junge Erwachsene zugeschnittener Fragebogen besser zur Erfassung von Führungs-Charisma geeignet ist als ein altersunspezifisch formulierter Fragebogen. Dies ist nicht der Fall. Schließlich geht es darum, mit Hilfe von Referenzinstrumenten der (berufsbezogenen) Persönlichkeitsforschung Korrelate von Aspekten des Führungs-Charismas aufzuzeigen. Hierzu wurden das Inventar zur berufsbezogenen Persönlichkeitsbeschreibung (BIP), das Leistungsmotivationsinventar (LMI) sowie die revidierte Fassung des NEO-Persönlichkeitsinventars (NEO-PI-R) eingesetzt.

Diese Diplomarbeit wurde im Vdm Verlag publiziert:

Lochner, K. (2008). Führungs-Charisma bei jungen Erwachsenen. 104 Seiten. Verlag: Vdm Verlag.
49.- Euro.ISBN Nummer: 9783836456845; ISBN-10: 3836456842


 

Lotz, Anna

Zentrale Selbstbewertungen im Arbeitskontext: Entwicklung und Validierung eines Persönlichkeitsfragebogens.

Bachelorarbeit, 23. Mai 2013

Abstract (Deutsch)

Bei der Erforschung des Zusammenhangs von Arbeitszufriedenheit und Persönlichkeitseigenschaften wird den sogenannten Core Self-Evaluations (CSE; Judge et al., 1997) eine entscheidende Rolle zugeschrieben. Das Konstrukt besteht aus den vier Facetten Selbstwertgefühl, emotionale Stabilität, Selbstwirksamkeit und internale Kon-trollüberzeugung, wird jedoch üblicherweise als Gesamtfaktor mit der Core Self-Evaluations Scale (CSES; Judge et al., 2003) gemessen.
Diese Bachelorarbeit widmet sich der Entwicklung und Validierung eines für den Ein-satz in der Auswahldiagnostik angepassten Persönlichkeitsfragebogens, welcher den arbeitsspezifischen Anteil von CSE messbar machen soll. Der 20 Items umfassende ACAP-Test (Arbeitsspezifische Core Self-Evaluations als Persönlichkeitsmerkmal) umfasst als Aufgabenmaterial fünf kritische Situationen aus dem Alltag eines Berufsanfängers. Zu jeder der fünf Situationen werden vier Items formuliert, die den  vier Facetten von CSE zugeordnet sind.
In einem ersten Durchlauf mit 162 Personen, zeigte sich der ACAP-Test als konstruktvalider Testentwurf mit konvergenter Validität zu einer deutschen Version der CSES (G-CSES; Heilmann & Jonas, 2010) und diskriminanter Validität zur Neurotizismusskala des NEO-FFI (Costa & McCrae, 1992). Nach zweimaliger Überarbeitung der am wenigsten trennscharfen Items wurde der Fragebogen an einer weiteren Stichprobe von 200 Personen kriterienvalidiert.
Der ACAP-Test zeigte hierbei hypothesenkonform schwache bis mittlere positive Korrelationen mit Lebens-, Arbeits- und Studienzufriedenheit, sowie aufgabenbezogener Leistung (Selbsteinschätzung, Einkommen, Beförderungen) und umfeldbezogener Leistung (Organizational Citizenship Behavior; Smith, Organ & Near, 1983; University Citizenship Behavior; Kersting & Gehring, 2006). Lediglich der Zusammenhang mit Schul- und Studiennoten fiel unerwartet gering aus. Es zeigte sich jedoch eine deutlich höhere Trennschärfe, Homogenität und Reliabilität im Vergleich zur ersten Testversion. Gruppenvergleiche deuteten darauf hin, dass Männer gegenüber Frauen und Berufstätige gegenüber Studenten/Studentinnen einen signifikant höheren Mittelwert im ACAP-Test erzielen.

Abstract (Englisch)

Work-specific Core Self-Evaluations: Development and Validation of a Personality Questionnaire.

In the exploration of the relationship between job satisfaction and personality characteristics Core Self-Evaluations (CSE; Judge et al, 1997) play a crucial role. The construct consists of the four facets self-esteem, emotional stability, self-efficacy and internal locus of control, but is usually measured as a total factor with the Core Self-Evaluations Scale (CSES; Judge et al, 2003).
This thesis is dedicated to the development and validation of an adapted personality questionnaire for use in selection procedures, to measure the work-related share of CSE. The so-called ACAP-test (Arbeitsspezifische Core Self-Evaluations als Persönlichkeitsmerkmal) consists of 20 items and is divided into 5 critical situations from the everyday working life of a first-time employee and thereby interrogates each of the four facets of CSE.
In a first run with 162 people the ACAP-test showed convergent validity with a German version of the CSES (G-CSES; Heilmann & Jonas, 2010) and discriminant validity with the neuroticism scale of the NEO-FFI (Costa & McCrae, 1992). After two revisions of the items with the least discriminatory power the questionnaire was validated in a second sample of 200 people.
The ACAP-test showed concordant with the hypotheses weak to moderate positive cor-relations with life satisfaction, work satisfaction and study satisfaction, job performance (self-assessment, income, promotions) and Organizational Citizenship Behavior (OCB; Smith, Organ & Near, 1983) as well as University Citizenship Behavior (UCB; Kersting & Gehring, 2006). Only school and study grades didn’t seem to be adequate for predic-ting the outcome in the ACAP-test. However, there was a higher overall discriminatory power, homogeneity and reliability compared to the first version of the test. Group comparisons indicated that men vs. women and employees vs. students had a significantly higher mean value in the ACAP-test, which is why different standardizations are necessary for these groups.


 

Mattersteig, Miriam

Die Kündigungsabsicht von Arbeitnehmern in Abhängigkeit von Organizational Commitment und Organizational Citizenship Behavior.

Bachelorarbeit, 30. Mai 2012

Abstract (Deutsch)

In der vorliegenden Arbeit wurden – in Kooperation mit einem Unternehmen aus dem Gastronomiegewerbe – 96 Mitarbeiter zu ihrem affektiven Commitment, Organizational Citizenship Behavior (OCB) und ihrer Kündigungsabsicht befragt. Ziel war es, die gemeinsamen Wirkungsweisen der drei erhobenen Konstrukte näher zu definieren. Die bekannten Zusammenhänge des affektiven Commitments mit Kündigungsabsicht und mit OCB konnten repliziert werden. Der bekannte Zusammenhang von OCB und Kündigungsabsicht ergab sich unter der Kontrolle des affektiven Commitments nicht mehr. Außerdem geben die multiple Regressionsanalyse und die simple slopes einen Hinweis darauf, dass das affektive Commitment den Zusammenhang zwischen OCB und Kündigungsabsicht moderiert. Personen mit niedrigem affektiven Commitment zeigten eine geringere Kündigungsabsicht wenn das OCB hoch ist aber stärkere Kündigungsabsichten wenn das OCB niedrig ist. Bei hohem affektiven Commitment besteht kein Zusammenhang mehr zwischen OCB und Kündigungsabsicht. Es steht zur Diskussion, ob andere Variablen diese Interaktion beeinflussen.

Abstract (Englisch)

Employees’ Intention to Leave as a function of Organizational Commitment and Organizational Citizenship Behavior.

In cooperation with a service company, the present research paper examines Affective Commitment, Organizational Citizenship Behaviour (OCB) and the Intention to Leave the Organization within a sample of 96 employees. The aim of this study was to define the mutual effects of the three assessed constructs. It was possible to replicate the established relationships between Affective Commitment, Intention to Leave and OCB. The relationship between OCB and the Intention to Leave disappeared when Affective Commitment was controlled. Moreover, the results of the multiple regression analysis and the simple slope analysis indicate that Affective Commitment moderates the relationship between OCB and the Intention to Leave. Employees with low Affective Commitment showed less Intention to Leave when OCB was high and a stronger intention to Leave when OCB was low. However, when Affective Commitment was high, this relationship vanished. It is open to debate whether this relationship is influenced by other variables.


Meurer, Miriam

Die Akzeptanz unterschiedlich eingekleideter Leistungsverfahren: Eine Persönlichkeitssache?

Bachelorarbeit, 12. Februar 2016

Abstract (Deutsch)

In der Personalauswahl nimmt unter anderem aufgrund von Fachkräftemangel die Bedeutung der Akzeptanz von Tests auf Seiten des Bewerbers zu. Um zu überprüfen welche Faktoren in die Bildung des Akzeptanzurteils mit einfließen, untersuchte die vorliegende Abschlussarbeit den Einfluss von Persönlichkeitsfaktoren sowie Testängstlichkeit auf das Testurteil. Eine Stichprobe von N = 85, bestehend aus Studenten und Arbeitnehmern, bearbeitete mittels einer Onlinestudie zwei Leistungsverfahren, die sich lediglich in der Einkleidung des Verfahrens (Wirtschafts- vs. Phantasiekontext) unterschieden. Hierzu wurde zu einem bestehenden Test ein zweites augenscheinvalides Verfahren entwickelt. Anschließend bewerteten die Probanden diese jeweils mit einem Akzeptanzfragebogen, der vier Subskalen der Akzeptanz differenzierte. Zudem wurde ein Persönlichkeits- sowie ein Testängstlichkeitsinventar ausgefüllt. Das Ergebnis zeigte, dass im Wirtschaftskontext eingekleideten Verfahren die Persönlichkeitsfaktoren Emotionalität und Testängstlichkeit einen negativen Einfluss auf die Subskala Messqualität hatten. Im Phantasiekontext eingekleideten Verfahren zeigte sich ein negativer Einfluss von Emotionalität auf die Subskalen Augenscheinvalidität und Messqualität, Gewissenhaftigkeit hatte einen positiven Einfluss auf die Subskala Kontrollierbarkeit. Extraversion beeinflusste die Subskala Belastungsfreiheit negativ. Es konnte gezeigt werden, dass sich Persönlichkeitsfaktoren sowie Testängstlichkeit auf das Akzeptanzurteil auswirken.

Abstract (Englisch)

The acceptance of diverse contextualized performance tests: Does personality matter?

Due to the shortage of skilled workers, the acceptance of performance tests on part of the job applicant is growing in importance. In order to verify which factors are relevant to forming an acceptance judgement, the present bachelor thesis examined the influence of personality traits as well as test anxiety on test judgements. A sample of N = 85, consisting of students and employees, took two performance tests through an online study. Both tests differed only in their contextualization (economy vs. fantasy context). On the basis of an already existing test, a second test was designed, based on face validity. The test persons rated both tests through an acceptance questionnaire, consisting of four subscales of acceptance. Additionally, a personality questionnaire as well as a test anxiety questionnaire were administered. Results indicated that the personality traits emotionality and test anxiety negatively influenced the subscale measurement quality in the economic context. For the fantasy context results indicated a negative influence of emotionality on the subscales face validity and measurement quality, conscientiousness positively influenced the subscale controllability. Extraversion negatively influenced the acceptance judgement on the subscale freedom of strain. The study provided evidence that personality traits as well as test anxiety have an impact on acceptance judgements.


Netschitailo, Larissa

Der Einfluss von Testängstlichkeit auf die Kreativitätsdiagnostik im beruflichen Kontext.

Bachelorarbeit, 7. Juli 2014

Abstract (Deutsch)

Gerade in der Berufswelt ist Kreativität gefragt. Testängstlichkeit wird dagegen mit einer Reihe von Symptomen assoziiert und kann zu kognitiven Einschränkungen führen. Es stellt sich die Frage welchen Einfluss Testängstlichkeit auf die berufsbezogene Kreativität hat. Hypothese 1 bezieht sich auf den Kontext und besagt, dass Stress schlechtere kreative Leistungen und ein höheres Ausmaß der Testängstlichkeit verursacht. Hypothese 2 bezieht sich auf den Zusammenhang zwischen Testängstlichkeit und berufsbezogener Kreativität. In dieser Studie wurden 61 Versuchspersonen zwischen 16 und 82 Jahren zufällig in die Stress- oder Kontrollbedingung eingeteilt, wobei in der Stressbedingung eine vorgetäuschte Videoaufzeichnung stattfand. Das Ausmaß an Testängstlichkeit und berufsbezogener Kreativität wurde mittels Fragebögen und einem simulativen Kreativitätstest gemessen. In der Stressbedingung wurde das Ausmaß an Testängstlichkeit tendenziell beeinflusst. Im Vergleich zur Kontrollbedingung war dieser Effekt jedoch nicht signifikant. Des Weiteren konnte zwischen berufsbezogener Kreativität und Testängstlichkeit nur dann ein signifikanter Zusammenhang festgestellt werden, wenn zusätzlich Stress verursacht wurde. Neben der Kausalität, ist in weiteren Studien zu klären, inwieweit die Art der Stressinduktion die Ergebnisse beeinflusst.

Abstract (Englisch)

The impact of test anxiety on creativity diagnostics in work related context.

Creativity is especially in work environment expected. Test anxiety is associated whereas with a great many of symptoms, and it can result in cognitive impairment. This raises the question to what impact the test anxiety can have upon the work related creativity. The 1st hypothesis refers to the context, and to stress as being the cause of poor creative performance and of greater manifestations of test anxiety itself. The 2nd hypothesis refers to the relation between test anxiety and work related creativity. In this study 61 participants between ages of 16 and 82 years were arranged randomly in a control group and in a stress group, in which participants were confronted in opposition to the first group with a camera simulating a video recording. A simulative creativity test and a questionnaire were used to measure work related creativity, and the extent of test anxiety, which turned out to be in tendency positively affected in the stress group. However, this effect turned out not to be significant in comparison to the control group. Moreover, a significant relation between work related creativity and test anxiety could only be observed when stress was caused additionally. Besides causality, further studies ought to identify to what extent the sort of stress induction affects the results.


 

Oppe, Maike

Arbeitsproben und Leistungstests in der Personalauswahl von Call Center Agents.

Diplomarbeit, 24. Mai 2004

Abstract (Deutsch)

Gegenstand der Diplomarbeit ist die Evaluation dreier Arbeitsproben (computerbasierter Trainierbarkeitstest, Rollenspiel, Gruppendiskussion) sowie dreier Leistungstests (SPM, Subtest „Beziehungen erschließen“, Cognitrone) die im Rahmen eines Personalauswahlverfahrens von Call Center Agents bei einer deutschen Direktbank appliziert wurden. Der Fokus der Arbeit liegt in der Bestimmung der prädiktiven Validität der verschiedenen Verfahrensarten, wobei speziell der Frage nachgegangen wird, ob sich im vorliegenden Untersuchungskontext die Arbeitsproben als Vertreter des Sample-Ansatzes oder die Leistungstests als Repräsentanten des Sign-Ansatzes in der Vorhersagevalidität bezogen auf Kriterien des beruflichen Erfolgs als überlegen erweisen. Der Feldstudie standen Prädiktordaten von 302 Bewerbern zur Verfügung, welche das Assessment Center der Direktbank durchliefen. Für die Kriteriumsvalidierung waren sowohl eine Leistungsbeurteilung (N=124) als auch Vertriebsergebnisse (N=102) der Telefonagenten erhältlich.  Lediglich die SPM und die Gruppendiskussion erwiesen sich mit spezifischen Einschränkungen als prognostisch valide. Ansonsten erzielten  weder die einzelnen Personalauswahlbausteine noch verschiedene Aggregationen der Verfahren einen bedeutsamen Zusammenhang mit den Kriterien. In der Konsequenz blieb die Frage nach der Überlegenheit einer der beiden Verfahrensgruppen unbeantwortet. Abschließend diskutiert die Arbeit verschiedene Möglichkeiten, die für die mangelnde prognostische Validität verantwortlich sein könnten. Aus der Diskussion werden einerseits Modifikationsvorschläge konkret bezogen auf die Verfahren abgeleitet und andererseits Ansatzpunkte für die weitere Forschung im eignungsdiagnostischen Kontext von Call Centern aufgezeigt.


Pavlić, Anna

Erhöhen Gleichstellungsvereinbarungen zur Personalauswahl die Chancen von Männern in frauendominierten Berufen?

Masterarbeit, 22. September 2015

Abstract (Deutsch)

Geschlechterstereotype und die daraus resultierende Bevorzugung oder Benachteiligung im Personalauswahlprozess allein aufgrund der Geschlechtszugehörigkeit (=Genderbias) sorgen für Ungleichheit in einer Zeit in der wir mit einem Selbstverständnis von gesellschaftlicher und beruflicher Egalität aufwachsen. Dies betrifft insbesondere den Bereich, in dem Frauen und Männer einen geschlechtsuntypischen Beruf ausüben wollen. Konkrete Gleichstellungsvereinbarungen können dieses Problem reduzieren, allerdings kommt es dabei sehr auf die Art der Formulierung an. Die meisten Untersuchungen in Deutschland konzentrieren sich bisher nur auf die Schwierigkeiten, denen Frauen begegnen, welche in einen männerdominierten Beruf einsteigen wollen. In der vorliegenden Studie wird daher explizit untersucht, inwiefern Männer diskriminiert werden, welche sich für einen frauendominierten Beruf (hier: Grundschullehramt) bewerben. Die insgesamt 264 Studienteilnehmer/innen wurden randomisiert einer von drei Untersuchungsgruppen zugeordnet und gebeten sich in einem fiktiven Auswahlszenario für einen männlichen oder eine weibliche Bewerber/in zu entscheiden. Dazu lagen ihnen nur die jeweiligen Lebensläufe in einer Modifikation des Goldberg-Paradigmas und abhängig von der jeweiligen Untersuchungsgruppe keine (I), eine indirekte (II) oder eine direkte Gleichstellungsvereinbarung (III) als Entscheidungs-grundlage vor. Auch wenn mit zunehmender Direktheit der Gleichstellungsvereinbarung tendenziell mehr Männer für die Stelle ausgewählt wurden (I: keine < II: Hinweis < III: konkrete), wurden diese Unterschiede jedoch nicht signifikant. Darüber hinaus wurden auch keine Zusammenhänge der Auswahlentscheidung mit den verschiedenen Personenvariablen der Beurteiler/innen wie Alter, Geschlecht, Personalauswahlerfahrung oder Persönlichkeit gefunden. Verschiedene Erklärungsansätze, weitere Forschungsmöglichkeiten und praktische Implikationen dieser Ergebnisse werden diskutiert.

Schlagwörter: Geschlechterstereotype, Personalauswahl, Gleichstellungsvereinbarungen, frauendominierte Berufe, Männerquote

Abstract (Englisch)

Do employment equity directives for personnel selection increase chances of men in female-dominated occupations?

Gender stereotypes and the resulting preference or discrimination in the personnel selection process simply based on someone’s gender (=gender bias) induce disparity in an age in which we grow up with a self-concept of social and professional equality. This concerns in particular the area where men and women want to work in a gender atypical occupation. Precise employment equity directives can resolve this issue, however, the success depends very much on the type of formulation. Most studies in Germany have focused only on the difficulties encountered by women who want to break into a male-dominated profession. The present study therefore explicitly examines how men who apply for a female-dominated profession (here: primary school teacher) are discriminated. A total of 264 participants were randomized associated to one of three study groups and asked to choose between a male and female applicant in a fictitious personnel selection scenario. The only materials given as a basis for decision making were the respective CVs in a modification of the Goldberg paradigm, and depending on the particular study group no (I), an indirect (II) or a direct employment equity directive (III). Although results suggested a trend that with increasing directness of the employment equity directive more men were selected for the job (I: no < II: indirect < III: direct) the difference between groups was not significant. Moreover, no correlations were found between the selection decision and the various individual variables like age, sex, recruitment experience or personality. Possible explanations, further research and practical implications of these findings are discussed.

Key words: genderstereotypes, personell selection, employment equity directives, female dominated occupations, men’s quota


Prokupek, Christina

Kognitive Leistungsmessung mit Matrizentests: Der Einfluss von Vorinformation auf Akzeptanz und Testleistung.

Bachelorarbeit, 24. Mai 2013

Abstract (Deutsch)

Als Arbeitgeber wird es zunehmend schwerer, geeignete Fachkräfte zu finden. Hat man dafür geeignete, valide Messinstrumente, so ist es von entscheidender Bedeutung, den Prozess der Auswahl so zu gestalten, dass der Auserwählte sich dann auch für die Stelle entscheidet. Dafür spielt die Akzeptanz des eingesetzten Verfahrens eine Rolle. Eine Möglichkeit diese zu erhöhen ist dem Bewerber vor der Testung Vorinformation zum Verfahren zu geben. In dieser Untersuchung bestand der Test aus den Advanced Progressive Matrices. Abgesehen vom Effekt der Vorinformation auf die Akzeptanz wurden der Einfluss auf die Testleistung, Testvalidität und ihr Zusammenhang mit Testmotivation erforscht. Dazu bearbeiteten 73 Studenten die APM, einen Akzeptanzfragebogen und verschiedene Tests zur Konstruktvalidierung. 36 von ihnen erhielten Vorinformation zu den APM. Dabei zeigten sich bezüglich der Vorinformation ein schwacher Effekt auf die Augenscheinvalidität des Tests, und ein schwacher negativer Effekt auf die Testleistung. Für die Testmotivation und die Testvalidität fanden sich keine Effekte.

Abstract (Englisch)

Testing for intelligence with Matrices Tests: Effects of pre-test information on test-taking attitudes and test performance.

Today employers face increasing difficulties in finding qualified personnel. If valid measures are used to detect those people amongst the others, it is crucial to make them take the job. One possibility, which will be examined in this study, is enhancing an applicant’s attitude towards a particular selection measure: the Advanced Progressive Matrices (APM). This was tried by giving some of the subjects, 36 of 73 students, pre-test information about the APM. The effect of pre-test information on test performance, test validity and test motivation was also explored. The results showed a small effect on face validity and surprisingly also a small negative effect on test performance. There was no effect on test validity or test motivation.


Risse, Miriam

„Bitte stören!“ – Wie sich die ökologischere Gestaltung eines Intelligenztests auf die Kriteriumsvalidität auswirkt.

Bachelorarbeit, 29. Mai 2017

Abstract (Deutsch)

Das Ziel dieser Untersuchung war, eine Intelligenztestung unter alltagsnäheren Bedingungen durchzuführen und somit die Kriteriumsvalidität des Verfahrens zu erhöhen. Die ökologischere Gestaltung wurde mit Hilfe auditiver Stimuli umgesetzt. Des Weiteren sollten, beruhend auf Eysencks Arousal-Theorie (1967, zit. nach Eysenck, 2009), die Testleistungen in Abhängigkeit der Extraversion untersucht werden. Dafür bearbeitete eine Gesamtstichprobe (N = 87) eine Reihe verschiedener Intelligenztests, wobei in einem Teil der Stichprobe (n = 42) während der Testbearbeitung Geräusche eingebaut wurden. Die Daten belegen einen teilweise signifikanten Anstieg der Kriteriumsvaliditäten in der Experimentalgruppe. Die Annahme, dass Extravertierte besser unter Geräuschen performen, konnte anhand der Daten nicht bestätigt werden. Darüber hinaus weisen die Daten einen gegensätzlichen Trend auf. Ob die Ergebnisse auf die Fragwürdigkeit des Zusammenhangs zwischen Arousal und Performance oder auf andere Variablen der Testung zurückzuführen sind, bleibt zu überprüfen.

Abstract (Englisch)

Please disturb!“ – How a more ecological design of an intelligence test affects the criterion validity.

The idea of this study was to investigate the effect of a more ecological design of an intelligence testing to increase the criterion validity. This was realized by using auditory stimuli. Furthermore, based on Eysencks arousal theory (1967, zit. nach Eysenck, 2009), the performance was examined depending on the degree of extraversion. The paticipants (N = 87) were instructed to treat a set of different intelligence subtests. Thereby some of them (n = 42) had to accomplish the tests under auditory stimulation. The results proove an increase in criterion validity which is partly significant. The assumption of extraverts performing better under noisy condition cannot be confirmed through current data. Moreover the opposite trend occured. It is crucial to examine weather the findings can be attributed to the inconsintent relation between arousal and performance or other variables of the study design.


Roloff, Carolin

Studierende unter Strom – Zum Zusammen-hang von Studieneignung, Belastungserle-ben und Studienzufriedenheit.

Bachelorarbeit, 12. Juli 2016

Abstract (Deutsch)

Die Berücksichtigung von Belastungserleben und Zufriedenheit von Studierenden gewinnt an Hochschulen an Relevanz. In beiden Bereichen liegen negative Ent-wicklungen vor. Eine Vielzahl von Faktoren wie die Bologna-Reform, Coping und der veränderte Lebenswandel mit Beginn des Studiums werden als Erklärung her-angezogen. Diese Studie untersucht, welchen Einfluss die Studieneignung (SE) von Studierenden auf die Belastung und Studienzufriedenheit (StZ) hat. Unter SE werden kognitive (Intelligenz) und nicht-kognitive (Persönlichkeit) Facetten ver-standen. 89 Studierende aus den Fachbereichen der Wirtschafts-, Rechtswissen-schaften und Psychologie haben an dieser Studie teilgenommen. Es wurde allge-meine Intelligenz (GkKT), Stresserleben (PSS-10), StZ und die Persönlichkeitsdi-mensionen (IPIP) Neurotizismus und Gewissenhaftigkeit erhoben. Die Ergebnisse zeigen, dass SE (Intelligenz, Gewissenhaftigkeit und Neurotizismus) die Varianz der Belastung zu ca. 50 % (R² = .479) signifikant aufklärt. Alle drei Prädiktoren ha-ben signifikante Effekte auf die Belastung. Die Varianz der StZ kann teilweise von der SE aufgeklärt werden (R² = .203). Während allgemeine Intelligenz und Neuroti-zismus signifikanten Effekt auf StZ aufweisen, erzielt Gewissenhaftigkeit keinen signifikanten Effekt. Zusammenfassend bedeutet das, dass SE ein geeigneter Prä-diktor für Belastung ist, aber nur zum Teil für die StZ. Eventuell spielen hier Fakto-ren wie Erwartungen und Wünsche eher eine Rolle. Da Belastung und StZ Einfluss auf den Studienverlauf sowie die private und berufliche Zukunft der Studierenden haben, sollte sich hiermit weiter aktiv auseinandergesetzt werden.

Abstract (Englisch)

Students under pressure – the relationship between cognitive and non-cognitive aptitude, perceived stress and satisfaction with studies.

The consideration of stress and satisfaction within studies gains more relevance at university. There are generally negative developments in both areas. A multiplicity of factors like the Bologna-reformation, coping and the changing moral conduct at the beginning of the study have been used as explanations. This study examines which influence cognitive (Intelligence) and non-cognitive (Personality) aptitudes of students have on the stress and satisfaction felt during study. 89 Students from the faculties Economics, Law and Psychology participated in the study. General Intelli-gence (GkKT), perceived stress (PSS-10), general satisfaction with studies, the dimensions of Personality (IPIP), conscientiousness and neuroticism were meas-ured. The results reveal, cognitive and non-cognitive aptitude (intelligence, consci-entiousness and neuroticism) clarifies almost 50 % (R² = .479) of the variance of stress significantly. All three predictors show significant effects on stress. The vari-ance of satisfaction with studies can partly be clarified (R² = .203) by cognitive and non-cognitive aptitude. While general intelligence and neuroticism have significant effects on satisfaction, conscientiousness does not. In summary this means, cogni-tive and non-cognitive aptitude is a useful predictor for stress but is only partly use-ful for satisfaction prediction with studies. Factors like expectations, wishes and interest may have a role in the outcome. As stress and satisfaction with studies influence the course of studies as well as the private and job-related future of an individual, it would be recommended to actively look into dealing with these.


Santelmann, Nina

Dunkle Triade und Attraktivität: Sind Frauen mit einer „dark triad“ Persönlichkeit attraktiv für Männer?

Bachelorarbeit, 1. Juni 2015

Abstract (Deutsch)

Welche Charaktereigenschaften einer Person sind attraktiv? Einige Studien postulieren, dass Eigenschaften der dunklen Triade wie beispielsweise Narzissmus, Machiavellismus und Psychopathie Männer durchaus attraktiv machen und diese darüberhinaus mit einer Tendenz für kurze Beziehungen einhergeht. Um den Einfluss der dunklen Triade auf die Attraktivität von Frauen zu untersuchen, wurden für die vorliegende Arbeit zwei Beschreibungen, eine Highdarktriad-Beschreibung und eine Kontrollbeschreibung einer Frau generiert. Zum einen wurde die wahrgenommene Attraktivität von High-dark-triad Frauen untersucht und gleichzeitig welchen Einfluss Persönlichkeitseigenschaften der Big Five auf Seiten der Probanden auf die Attraktivitätsbeurteilung haben. Insgesamt haben 209 männliche Probanden an der Onlinebefragung teilgenommen. Das physische Erscheinungsbild der Frau wurde konstant gehalten. Die Ergebnisse zeigen, dass der Kontrollcharakter signifikant attraktiver bewertet wurde, eine kurze Beziehung aber mit dem High-dark-triad-Charakter bevorzugt wird. Die eigene Persönlichkeit spielt bei der Attraktivitätsbeurteilung einer Person keine entscheidende Rolle. Die Ergebnisse, die Übertragbarkeit auf die Gesamtpopulation und weitere Forschungsmöglichkeiten werden diskutiert.

Abstract (Englisch)

Which personality traits of a person are attractive? Recent findings suggest that dark personality traits such as narcissism, machiavellianism and psychopathy tend to make men quite attractive and that these dark traits come along with short-term relationships. To investigate the influence of the dark triad on the attractiveness of women, two female characters were designed to portray a high dark triad personality and a control personality. A total of 209 men rated themselves concerning about the Big Five and then one of the two characters in terms of attractiveness and their prefence for a relationship with one of the characters. The physicality oft the woman was held constant. The results show that the control character has been rated significantly more attractive and that a brief relationship is preferred with the high-dark-tirad-character. The mens personality plays no decisive role in the assessment of a persons attractiveness. The results and options for ongoing research are discussed. During the further procedure it is discussed to which extent the results are transmittable onto population.


Scherger, Sophie

EINE FRAGE DER ZEIT? – Der Einfluss von Zeitnutzungsstrategien auf Akzeptanz, Kriteriums- und Konstruktvalidität eines Intelligenztests.

Bachelorarbeit, 29.05.2017

Abstract (Deutsch)

Der starke Flüchtlingszuzug der letzten Jahre stellt Deutschland vor die Herausforderung diese potenziellen und zum Teil auch dringend benötigten Arbeitskräfte in den deutschen Arbeitsmarkt zu integrieren. Bestehende Instrumente der Berufseignungs- und Potenzialdiagnostik, wie Intelligenztests, sind aufgrund der geringen Testerfahrung bei einem Großteil der Flüchtlinge nur eingeschränkt einsetzbar. Bei diesen Verfahren werden Fähigkeiten, wie effektive Zeitnutzung gefordert, die bei Testpersonen mit geringer Testerfahrung jedoch unbekannt oder unterentwickelt sind. Vor dem Hintergrund der Testweisheit als „a subject’s capacity to utilize the characteristics and formats of the test and/or the test taking situation to receive a high score“ (Millman, Bishop & Ebel, 1965, S.707) untersuchte die vorliegende Arbeit, welche Auswirkungen die Reduktion der Einsatzmöglichkeit von Strategien zur effektiven Zeitnutzung auf die soziale Akzeptanz, Kriteriums- und Konstruktvalidität eines Intelligenztests hat. Dazu wurden bei einer Flüchtlingsstichprobe von n=44 Flüchtlingen im ausbildungs- und arbeitsfähigen Alter und einer Referenzstichprobe von n=71 Studierenden figurale und numerische Intelligenztestaufgaben unter zwei Bedingungen mit unterschiedlicher Gestaltung der Zeitbegrenzung getestet. Die Hypothese, dass Testteilnehmer1 mit geringer Testweisheit ein positiveres Akzeptanzurteil bezüglich eines Intelligenztestformats zeigen, das weniger effektives Zeitmanagement fordert, und dass Testteilnehmer mit mehr Testweisheit die entgegengesetzte Tendenz zeigen, konnte mit den Ergebnissen nur teilweise unterstützt werden. Die vermutete höhere Validität des veränderten Testformats konnte nicht gezeigt werden. Aus den vorliegenden Ergebnissen kann zwar geschlussfolgert werden, dass die vorgenommene Veränderung der Zeitbegrenzungsgestaltung keine positiven Auswirkungen auf die Gütekriterien des Tests hatte. Jedoch sollte ein solches Testformat nicht ohne weitere Forschung als sinnvolle Alternative zum traditionellen Format eines Intelligenztests ausgeschlossen werden.

Abstract (Englisch)

The German society today is due to the large influx of refugees over the last past years challenged by the integration of the potential workforce in the German labour market. Because of the refugee’s lacking experience with common instruments used in the analysis of job qualifications and potentials, like intelligence tests, these instruments can only be used restrictedly. This target group has only limited abilities necessary for competent behaviour in test taking situations, like effective time management. These time management skills are studied as aspect of test wiseness, which is understood as „a subject’s capacity to utilize the characteristics and formats of the test and/or the test taking situation to receive a high score“ (Millman et al., 1965, S.707). This study examined the implications of a reduction of the possibility to use effective time management strategies on the social acceptance, as well as on criterion and construct validity of an intelligence test. Therefore intelligence tasks with numeric and figural material were tested among a sample of n=44 refugees at pre-working and working age and a reference sample of n=71 university students under two conditions with different formats of time restriction. The hypothesis, that test-taker with less test experience would show a higher acceptance for an intelligence test format, which demands less usage of effective time management strategies than for a common test format, and that test-taker with more test experience would show reverse tendency, could just partially be supported. Moreover, it in contrast to the hypothesis it could not be shown that a test, which allows only a restricted possibility to use time management strategies, attains a higher validity. As a result it cannot be concluded that the test format with a changed time restriction format is more adequate for test-takers with limited text wiseness than a traditional time restriction format. But without further research this test format should not be abandoned as useful alternative to traditional test formats.


Schiebold, Daniel

Methodische Aspekte der Rechtschreibtestung: Lückendiktat und Multiple-Choice Test im Vergleich.

Bachelorarbeit, 24. Mai 2013

Abstract (Deutsch)

Rechtschreibtests sind ein Kernbestandteil vieler Einstellungstests, weil Schriftsprache oft die Basis jeglicher verbindlicher Kommunikation ist. Zur Messung der Rechtschreibleistung im hohen Fähigkeitsbereich stehen zahlreiche Rechtschreibtests in verschiedenen Formaten zur Verfügung. Ein Vergleich zwischen Rechtschreibtests verschiedener Formate ist allerdings nur zulässig, wenn nachgewiesen werden kann, dass die Wahl des Formats das Ergebnis nicht systematisch verändert. Die vorliegende Studie verglich die Varianten Lückendiktat und Multiple-Choice Test hinsichtlich der Fehlerzahl anhand der Tests RT (Kersting & Althoff, 2004) und START-R (Kersting, in Vorb.). Als Stichprobe dienten Schüler im Alter von mindestens 16 Jahren (N=114). Es zeigte sich, dass zwischen den Fehlerzahlen in beiden Testvarianten ein stark positiver Zusammenhang besteht. Kristallisierte Intelligenz eignet sich als Prädiktor für das Ergebnis beider Rechtschreibtests gleich gut, denn es konnten auch hier jeweils stark  positive Zusammenhänge nachgewiesen werden. Im Falle der beiden geprüften Tests kann davon ausgegangen werden, dass die Formatwahl keinen systematischen Einfluss auf das Ergebnis des Rechtschreibtests ausübt. Die Belastbarkeit und die Begrenzungen der Erkenntnisse wurden diskutiert.

Abstract (Englisch)

Spelling tests are one key part of many recruitment tests, because often written language is the foundation of all binding communication. Plenty of spelling tests in different designs are available for measuring spelling performance on a high level. Yet a comparison between spelling tests with different designs can only be drawn, when it has been verified, that the choice of design does not systematically influence the outcome of the test. The present study compared the designs cloze dictation and multiple-choice regarding the amount of errors made, while processing the tests RT (Kersting & Althoff, 2004) and START-R (Kersting, in prep.). The sample consisted of at least 16-year old pupils (N=114). A strong positive correlation between the amounts of errors made in both tests was shown. Crystallized intelligence can equally be used to predict the result of both tests, because the correlations with both test results were strongly positive as well. Concerning both given tests it can be stated, that the choice of a different design does not seem to systematically influence the outcome of the test. The meaningfulness and the limitations of the findings were discussed.


 

Schlegel, Lisa

Das Konzept der Dominanz – Analyse ausgewählter Skalen zur Erfassung von Dominanz.

Bachelorarbeit, 1. Juni 2015

Abstract (Deutsch)

Dominanz ist ein in der Psychologie vielfach untersuchter Forschungsgegenstand. Es liegen zahlreiche Untersuchungen vor in denen die biologischen Grundlagen, die Korrelate zu anderen psychologischen Konstrukten und die praktischen Auswirkungen der Dominanz betrachtet wurden. Gleichzeitig finden sich nur kurze, teilweise widersprüchliche Definitionen des Konzepts wieder, so dass man von einem Ungleichgewicht zwischen der Menge an Forschung zum Thema Dominanz und den vorliegenden Definitionen von Dominanz sprechen kann. Dies ist insbesondere vor dem Hintergrund der Generalisierbarkeit der gefundenen Ergebnisse problematisch. In Deutschland existieren zahlreiche Verfahren zur Erfassung von Dominanz. Diese Studie untersucht daher die Fragestellung inwieweit die verschiedenen Skalen deutschsprachiger Tests für Erwachsene (nicht klinisch) ein einheitliches Konzept der Dominanz erfassen. Die durchgeführte inhaltliche Analyse der Skalendefinitionen zeigt sowohl inhaltliche Gemeinsamkeiten als auch Unterschiede auf. Zur Untersuchung der obengenannten Fragestellung wurde ein Dominanzinventar erstellt und im Rahmen einer online-Befragung einer Stichprobe von N=227 Teilnehmern vorgelegt. Das Dominanzinventar setzt sich dabei aus den Items der entsprechenden Dominanzskalen folgender Verfahren zusammen: 16-Persönlichkeitsfaktoren Test, Bochumer Inventar zur berufsbezogenen Persönlichkeit, Freiburger Persönlichkeitsinventar-R, Gießen-Test-II, Inventar sozialer Kompetenzen, Leistungsmotivationsinventar, Persönlichkeitsinventar nach Costa und McCrae, Psychopathic Personality Intentory-Revised, Deutsche Personality Research Form (PRF) und Trierer integriertes Persönlichkeitsinventar. Die Daten wurden anschließen mit Hilfe einer Faktorenanalyse ausgewertet. Insgesamt konnte sechs Faktoren extrahiert und inhaltlich bestimmt werden. Sie lauten „Selbstbild der Dominanz“, „Extraversion“, „Stresstoleranz“, „soziale Einflussnahme“, „Leistungsstreben“ und „Risikobereitschaft“. Des Weiteren wurden diese Faktoren genutzt um das Konstrukt „Extraversion“ sowie externe Kriterien der Dominanz zu validieren. Zusätzlich wurden die Beziehungen zwischen den einzelnen Skalen und den Faktoren untersucht. Es zeigt sich, dass sie verschiedenen Skalen kein eindimensionales Konzept der Dominanz erfassen, sondern vielmehr sechs unabhängige Faktoren. Die Nähe zum Konstrukt „Extraversion“ sowie einige Auswirkungen der Faktoren auf die externen Kriterien konnten gezeigt werden. Die Konsequenzen dieser Ergebnisse auf die praktische Verwendung der einzelnen Skalen wurden diskutiert.

Abstract (Englisch)

The concept of dominance has been studied several times in psychology. These studies have focused on the biological basis, the correlates to other constructs and practical implications of the concept of dominance. At the same time there are only short and partly inconsistent definitions of dominance. As a result there is an imbalance between the amount of research on the subject of Domination and the present definition of dominance. This is particularly problematic for the generalizability of the results found. In Germany, numerous methods exist for the measurement of dominance. This study therefore examines the question to what extent the different scales of German-language tests for adults (non-clinical) capture a unified concept of dominance. The study conducted content analysis of the scale definitions pointing to both substantive similarities and differences. In order to examine the question above a dominance inventory was prepared and presented as part of an online survey to a sample of N = 227 participants. The dominance inventory is a collection of the items of the dominance scales of these questionnaires: 16-Persönlichkeitsfaktoren Test, Bochumer Inventar zur berufsbezogenen Persönlichkeit, Freiburger Persönlichkeitsinventar-R, Gießen-Test-II, Inventar sozialer Kompetenzen, Leistungsmotivationsinventar, Persönlichkeitsinventar nach Costa und McCrae, Psychopathic Personality Intentory-Revised, Deutsche Personality Research Form (PRF) und Trierer integriertes Persönlichkeitsinventar. The data were subsequently analyzed using factor analysis. Overall, six factors were extracted and determined by content. The factors are „Selbstbild der Dominanz“, „Extraversion“, „Stresstoleranz“, „soziale Einflussnahme“, „Leistungsstreben“ and „Risikobereitschaft“.Furthermore the construct of extraversion and external criterias could be validated by these factors. In addition, the relations between the individual scales, and the factors were investigated. It turns out, that the dominance measured by the different scales is not one-dimensional but can rather be described by six factors. The proximity to construct „extraversion“ and some effects of factors on external criteria could be shown. The implications of these results on the practical use of the individual scales were discussed.


 

Schmidt, Jana

Der Einfluss von humorvollem Aufgabenmaterial in Intelligenztests auf die Akzeptanz und Testangst.

Masterarbeit, 1. Juli 2015

Abstract (Deutsch)

Psychologische Auswahlverfahren, z.B. Intelligenztests, werden seit einigen Jahren in der wirtschaftspsychologischen Fachliteratur kritisch begutachtet. Gefordert wird eine höhere Akzeptanz der Verfahren durch die Bewerber, diese führt zu mehr Motivation und Kooperation bei der Testbearbeitung. Verbesserungen der Akzeptanz von Intelligenztests sind z.B. in Bezug auf die Akzeptanz-Subskala Belastungsfreiheit möglich. Humorvolles Aufgabenmaterial könnte helfen, die Situation angenehmer und belastungsfreier zu gestalten. Die vorliegende Studie ist die erste, die den direkten Einfluss von humorvollem Aufgabenmaterial auf die Akzeptanz untersucht. Das Ziel ist es, zu untersuchen, ob humorvolles Aufgabenmaterial die Belastungsfreiheit und dadurch die Gesamt-Akzeptanz bei der Testbearbeitung erhöhen und State-Testangst reduzieren kann. Dabei wird auch die Testleistung berücksichtigt. 416 Versuchsteilnehmer bearbeiteten zwei Intelligenztests zu den Bereichen Wissen (BEFKI GC-K) und logisches Schlussfolgern (SLD). Die Hälfte der Versuchspersonen bearbeitete beide Tests mit jeweils einer zusätzlichen, humorvollen Antwortoption bei 50% der Items. Die Ergebnisse zeigen, dass humorvolles Aufgabenmaterial in Intelligenztests von Personen mit hoher State-Angst negativer wahrgenommen wurde. Unabhängig von der Trait-Testangst zeigten sich in der humorvollen Variante des Tests zum logischen Schlussfolgern eine höhere Belastungsfreiheit und eine niedrigere State-Testangst. Die Gesamt-Akzeptanz wurde durch die Manipulation nicht beeinflusst. Die Belastungsfreiheit sowie das Gesamt-Akzeptanzurteil korrelierten negativ mit den Testangst Werten (State und Trait); dies wurde nur teilweise durch das humorvolle Aufgabenmaterial beeinflusst. Nach der Kontrolle der State-Angst war kein Gruppenunterschied bei der Belastungsfreiheit zu erkennen. Bei beiden Tests gab es keinen Gruppenunterschied hinsichtlich der Testleistung. Niedrige Angstwerte gingen mit einer guten Testleistung einher. Eine gute Testleistung ging einher mit einem guten Gesamt-Akzeptanzurteil und einer guten Einschätzung der Belastungsfreiheit. Insgesamt deuten die Ergebnisse darauf hin, dass humorvolles Aufgabenmaterial State-Testangst reduzieren kann, die reduzierte Belastungsfreiheit aber auf die reduzierte State-Testangst zurück zu führen ist, und damit nur indirekt auf die Humormanipulation.

Abstract (Englisch)

The influence of humorous material in intelligence tests on acceptance and test anxiety.

Psychological diagnostics, e.g. intelligence tests, have been criticized in organizational psychology for several years. A higher acceptance of these tests by the applicants is demanded. High test-acceptance leads to more motivation and cooperation during the test. Acceptance of intelligence tests can be improved on the subscale Belastungsfreiheit (freedom of stress/strain). Humorous material could make the test-situation more comfortable and less stressful. The present study is the first to examine the direct influence of humorous material on test-acceptance. The aim of the study is to explore, if humorous material can increase Belastungsfreiheit and overall test-acceptance and reduce test-anxiety. Test-performance is considered as well. 416 participants did two intelligence tests, one on knowledge (BEFKI GC-K) and one on reasoning (SLD). Half of the participants were given both tests with an additional, humorous option for 50% of the items, respectively. Results show a more negative perception of humorous material by persons with high state-anxiety. Independent of trait-test-anxiety, there is higher Belastungsfreiheit and lower state-anxiety in the humorous form of the reasoning test. Overall test-acceptance is not influenced by the humorous material. Belastungsfreiheit and overall test-acceptance correlate negatively with test-anxiety (state and trait), this however was only for some scales dependent of humorous material. When state-anxiety is controlled for, there is no group difference regarding Belastungsfreiheit. For both tests, there was no group difference regarding test performance. Lower anxiety scores are associated with higher test performance, which is associated with higher scores for Belastungsfreiheit and overall test acceptance. All in all the results indicate that humorous material in intelligence tests can reduce state-anxiety. The increased Belastungsfreiheit however is due to the reduced state-anxiety and therefore only an indirect effect of the manipulation.


 

Schreiber, Cornelius

Ich sehe was, was du auch siehst – Eine Studie über die Eindeutigkeit der Interpretation situativer Bilder.

Bachelorarbeit, 26. Mai 2014

Abstract (Deutsch)

Persönlichkeitsdiagnostische Verfahren bestehen in der heutigen Zeit hauptsächlich aus kurzen Aussagesätzen, die dann von den Probanden danach eingeschätzt werden sollen, wie gut diese Aussagen auf sie zutreffen. Prominente Beispiele dazu sind der NEO-PI-R (Corsta & McCrea, 1992) und der BFI-44 (John, Donahue & Kentle, 1991). Bis heute gibt es keine wirklichen Alternativen zu diesen Testverfahren. Hier setzt diese Bachelorarbeit an. So soll in dieser Untersuchung festgestellt werden, ob Bilder sich als Items in Persönlichkeitstests einsetzen lassen. Dazu wurden spezielle Itempaare angefertigt, die jeweils aus einer Fotographie und einem kurzen Text bestanden, die beide die gleiche Situation abbilden sollten. Somit sollte ein Vergleich der beiden Itemarten ermöglicht werden. Zusätzlich wurden noch einige Werte zu der subjektiven Einschätzung der Items erhoben, um ihre Wirkung auf die Probanden zu testen. Außerdem wurde der BFI-44 durchgeführt um einen Vergleich mit einem bestehenden Verfahren zu ermöglichen. Die Stichprobe betrug N = 575 Probanden und wurde hauptsächlich aus dem universitären Kontext rekrutiert. Es ergaben sich interessante Effekte. So wurden die Itempaare fast immer signifikant unterschiedlich eingeschätzt, jedoch war die entstandene Differenz nie besonders groß. Bei der Bewertung durch die Probanden konnten die Textitems einen leichten Vorteil erzielen. Die größten Unterschiede traten bei der Korrelation der Bilder und Texte mit den erhobenen Persönlichkeitsdimensionen auf. Hier korrelierten die Bilder im Schnitt mit weniger Persönlichkeitsdimensionen, was auf eine bessere Interpretierbarkeit der Bilditems hindeutet. Ein Vergleich der Reliabilität der Testversionen mit der gemessenen Reliabilität des BFI-44 ergab, dass die beiden konstruierten Tests eine ähnlich hohe Reliabilität aufwiesen wie der konventionelle Test.

Abstract (Englisch)

I see what you see – A study about the clearness of interpretations of situational pictures.

I see what you see – A study about the clearness of interpretations of situational pictures Personality tests today often work with short statements, which shall be evaluated by the participant if they fit to his personality or if they do not fit. Famous examples for those tests are the NEO-PI-R (Costa & McCrea, 1992) and the BFI-44 (John, Donhue & Kentle, 1991). Till this day exists not one really alternative for those tests. Here starts this investigation. It is set up to show if photos can be used in personality tests as items. To achieve this goal special pairs of items were created, which consisted of a photograph and a short text, which contained the same kind of situational information. Through this it was possible to compare those two kinds of items. In addition data about the subjective view of the participants on those items was collected. To create a connection to a real personality test, the BFI-44 was added to this survey. The size of the sample was N = 575 and consisted of mostly students. Interesting effects were recognized after the survey. The item pairs scored significantly different in nearly every single case, but those differences were not very big. The text items got ranked higher by the participants than the photographs. Nevertheless the biggest difference was found by looking at the number of correlations of the big five with the different items. The text items correlated with an average of two dimensions of the big five, whereas the photograps only correlated with an average of nearly one dimension. Then the reliability of the two new created tests was compared to the reliability of the conventional BFI-44. It was found, that the new tests did not score under the BFI-44, which shows that they can be compared when it comes to reliability.


 

Schreiner, Nico

Persönlichkeitsgutachten – Auswirkungen des Barnum Effekts auf die Akzeptanz.

Bachelorarbeit, 26. Mai 2014

Abstract (Deutsch)

Aussagen, die von Forer 1949 aus einem Astrologiebuch entnommen wurden und Probanden darauf als Feedback ausgehändigt bekamen, finden durchgängig hohe Akzeptanzen, was vielfach gezeigt wurde. Welche Eigenschaften dieser Aussagen letztendlich für die hohe Akzeptanz verantwortlich sind wurden bislang unzureichend überprüft. Diese Studie nahm sich zum Ziel, die in der Literatur angedeuteten Barnum Eigenschaften Zweischneidigeit, Alltagsnähe und positiver Inhalt zu definieren und anhand eines vorhandenen Instruments zur Erfassung der Feedbackwahrnehmung zu prüfen, ob diese Eigenschaften den Barnum Effekt erklären können. Hierzu wurde Probanden mit mittleren Neurotizismuswerten passendes Feedback gegeben, welches in einer Bedingung Barnum Eigenschaften besaß und in der anderen Bedingung nicht. Beide Bedingungen waren hinsichtlich Demografie und Persönlichkeit vergleichbar.
Ergebnisse zeigen, dass Probanden mit Barnum-Feedback (n = 58) höhere Akzeptanzen angaben als Probanden mit Nicht-Barnum Feedback (n = 70), welche ihr Feedback wiederum positiver empfanden. Ich ziehe den Schluss, dass Barnum Aussagen höhere Akzeptanz finden als Aussagen ohne Barnum Eigenschaften. Der Effekt scheint auf zweischneidigen und alltagsnahen Aussagen statt positivem Inhalt zu beruhen. Keiner der Feedbacktypen wurde als nützlicher gesehen oder veranlasste Probanden stärker, auf das Feedback zu reagieren. Extraversion und Verträglichkeit konnten wider erwarten nicht als Moderatoren des Zusammenhangs zwischen Valenz und Akzeptanz identifiziert werden. Die Ergebnisse werden ausführlich diskutiert.

Abstract (Englisch)

Personality feedback – The barnum effect’s impact on acceptance.

It’s been proven that feedback containing statements originally taken from an astrology book by Forer in 1949 are followed by high ratings of recipients’ acceptance. There is, though, no evidence concerning which features of these statements convey this effect. This study aimed at developing definitions for the barnum features of ambiguity, everyday life relevance and positivity and utilized literature-based feedback reaction measures to investigate whether these were the elements that account for the barnum effect. We gave average neurotic subjects congruent feedback form, which in one condition contained barnum elements and in the other condition did not contain these elements. Conditions were comparable in terms of personality and demographics.
Results showed that participants who received barnum feedback (n = 58) gave higher ratings on accuracy than non-barnum feedback receivers (n = 70) who, on the other hand perceived their feedback more positively. Thus, I conclude that, under controlled conditions, barnum feedback gets higher acceptance rates than non-barnum feedback. Secondly, it seems that the barnum effect heavily relies on ambiguous and universally life-relevant statements rather than positive content. Neither of the feedback types was perceived to be more useful and neither caused the recipient to intent to change his/her behavior. Extraversion and Angreableness did not moderate the correlation between perception of positive tenor of feedback and feedback acceptance. Results are are extensively discussed.


 

Schröder, Philipp

Kriterienbezogene Evaluation des Reha-Assessments des Berufsförderungswerk Oberhausen.

Diplomarbeit, 27. Juni 2011

Abstract (Deutsch)

Herr Schröder prüfte im Rahmen seiner Diplomarbeit die Aussagekraft des WIT-2 im Rahmen des Reha-Assessments des Berufsförderungswerks Oberhausen. Als Kriterien lagen die Abschlussnote der Umschulung (N = 36) sowie der Erfolg in der beruflichen Qualifizierungs¬Maßnahme (bestanden vs. nicht-bestanden) vor (N = 71) vor.
Die eingesetzten WIT-2 Module korrelieren zwischen r= .31 und .71 substantiell mit dem ebenfalls eingesetzten Figure Reasoning Test (FRT) (N=1921).
Anhand der Kriterien konnte die Validität des WIT-2 aufgezeigt werden. Das Modul sprachliches Denken korreliert zu r=.39 mit der Abschlussnote (N=36). (Während der FRT nur in Höhe von r=.22 mit dieser Abschlussnote korreliert). Auch bezogen auf das Kriterium „Bestehen der Qualifizierungsmaßnahme“ ist der Zusammenhang des FRT (r=.09) mit dem Kriterium nominell kleiner als der entsprechende Zusammenhang aller genutzten Module des Wilde-Intelligenz-Test 2 (WIT-2 sprachliches Denken und „Kriterium „Bestehen der Qualifizierungsmaßnahme: r=.38).

Schröder, P. (2011). Kriterienbezogene Evaluation des Reha-Assessments des Berufsförderungswerk Oberhausen. Diplomarbeit. Düsseldorf: Heinrich Heine Universität Düsseldorf.


 

Schuckhardt, Friedrich

Item-Paraphrasierung als neue Methode Persönlichkeitsgutachten zu erstellen. Erste Befunde zur Akzeptanz.

Bachelorarbeit, 26. Mai 2014

Abstract (Deutsch)

Menschen können in verschiedenen Bereichen der Psychologie von Per-sönlichkeitsfeedbacks profitieren. Hierbei spielt die Akzeptanz des Feedbacks eine entscheidende Rolle. Wir untersuchten neben dem Barnum-Effekt eine weitere Möglichkeit, hoch akzeptierte Persönlichkeitsfeedbacks zu gestalten. Eine Kom-munikationstechnik aus der klinischen Psychologie, das Paraphrasieren, wurde auf Persönlichkeitsfeedbacks angewendet. Beim Paraphrasieren werden die wich-tigsten Aussagen eines Interaktionspartners in dessen Worten oder in eigenen Worten wiedergegeben. Das führt meist dazu, dass Anwender als empathisch wahrgenommen werden. Die Methode des Paraphrasierens wurde auf ein Persön-lichkeitsfeedback übertragen, indem wir Feedbacks aus Item-Paraphrasierungen erstellten. Probanden füllten einen Persönlichkeitsfragebogen aus und bekamen randomisiert ein Paraphrasiertes-Feedback, ein Barnum-Feedback oder ein Feed-back, das weder Barnum-Aussagen noch Item-Paraphrasierungen enthielt. Da-raufhin wurde die Akzeptanz (mehrere Dimensionen z.B. wahrgenommene kogni-tive Empathie) für die verschiedenen Feedbacktypen erhoben. Wir nahmen an, dass, anders als in einer Kommunikation, kein bewusster Zusammenhang zwi-schen Items und Item-Paraphrasierungen erkannt werden dürfte, damit sich ein Effekt Paraphrasierter-Feedbacks zeigen würde. Paraphrasierte-Feedbacks wur-den nicht kognitiv empathischer wahrgenommen oder höher akzeptiert als andere Feedbacks, aber wiesen bemerkenswerterweise eine höhere Akzeptanz auf der Dimension der Augenscheinvalidität auf. Items dieser Dimension maßen, ob für Probanden ein Zusammenhang zwischen Fragebogen und erhaltenem Feedback ersichtlich war. Es wird diskutiert, ob Probanden möglicherweise bewusst einen Zusammenhang zwischen Items und Item-Paraphrasierungen herstellen konnten, weshalb ein möglicher Effekt nicht gezeigt werden konnte.

Abstract (Englisch)

People can benefit from personality feedbacks in different areas of applied psychology. It plays an important role how personality feedback is accepted. Besides the investigation of the Barnum-Effect we tested if there is another way to write personality feedbacks that are highly accepted. Therefore paraphrasing, a communication method which is used in therapy, was modified so it can be used for personality feedback. Paraphrasing is defined as a form of responding to another person by repeating in other words what this person said while focusing on the essence of what is important to them. The Paraphraser is often perceived as empathic. To apply paraphrasing on personality feedback we paraphrased the Items of a personality questionnaire. In an Online-Survey subjects filled in a personality questionnaire. Then they were randomly allocated to one of three different personality feedbacks: A paraphrased feedback, a Barnum-Feedback or a feedback, which didn´t contain Barnum-Statements or paraphrased items. Afterwards we surveyed the acceptance (multiple dimensions, for example cognitive empathy) for each type of personality feedback. We assumed that people shouldn´t directly recognize the connection between item and paraphrased feedback to highly accept this kind of feedback. Paraphrased feedback wasn´t higher accepted or percieved as more cognitive empathic than the other types of feedback. Interestingly paraphrased feedback was higher accepted on the dimension face validity. Items of this dimension measured whether subjects could establish a connection between the responses in the personality questionnaire and their personality feedback. We discuss whether some subject might have consciously recognized that they received paraphrased personality feedback which could be a reason for the absence of an effect of paraphrased feedback.


Schückler, Anna

Zur Bearbeitung numerischer Intelligenz-Aufgaben durch leistungsängstliche Schüler – Führen technische Hilfsmittel zu einer Akzeptanz- und Leistungssteigerung?

Bachelorarbeit, 22. Mai 2014

Abstract (Deutsch)

Situationen, in denen wir hinsichtlich unserer erbrachten Leistung bewertet wer-den, sind fester Bestandteil unseres Alltags. Personen, die eine erhöhte Ausprägung in der Persönlichkeitseigenschaft Leistungsängstlichkeit aufweisen, empfinden diese als für sich persönlich bedrohlich und zeigen daraufhin selbstwertbeeinträchtigende Kognitionen und Hilflosigkeitsgefühle. Die Ausprägung der Leistungsängstlichkeit steht dabei in einem negativen Zusammenhang mit der gezeigten Leistung. Grundlage der vorliegenden Arbeit war die Überlegung, ob die Verfügbarkeit eines Hilfsmittels während der Bearbeitung einer Aufgabe zu einer Leistungs- und Akzeptanzsteigerung bei hoch-leistungsängstlichen Personen führen kann. Die Untersuchung wurde an einer Schülerstichprobe der Jahrgangsstufe 10 eines Gymnasiums durchgeführt (N = 80). Das Aufgabenmaterial bestand aus der Zahlenreihen-Aufgabe eines gängigen Intelligenztests. Ein Taschenrechner diente als technisches Hilfsmittel. Es zeigte sich, dass die Verfügbarkeit eines Taschen-rechners generell zu einer Leistungssteigerung führte. Hoch-Leistungsängstliche zeigten bei Verfügbarkeit des Taschenrechners ebenfalls die Tendenz einer besseren Leistung und einer höheren Akzeptanz. Außerdem berichteten sie eine geringere Belastung während der Testsituation. Somit konnte gezeigt werden, dass die Auswirkungen der Leistungsängstlichkeit auf die Leistung in einer Testsituation, sowie deren Akzeptanz, beeinflusst werden können.

Abstract (Englisch)

Highly test anxious students solving numerical intelligence tasks – Do technological aids lead to improved acceptance and performance?

An integral part of our everyday life consists of situations, in which we are evaluated with respect to our performance. People showing an increased level of test anxiety perceive test situations as imminence for their self-esteem. Subsequently, they show debilitating cognitions and feelings of helplessness. Empirical findings indicate a negative effect of test anxiety on performance. Basis of the present study was to consider, whether high test anxious people show an improved acceptance and performance, when a technological aid is available in a test situation. The sample consisted of 80 students from a secondary collage (10th grade). The material was a number series task of a standard intelligence test and a calculator was used as a technological tool. It was found that the availability of a calculator during a test situation generally led to an increase in performance. Even high test anxious people showed a trend towards better performance and higher acceptance when a calculator was available. They also reported less stress during the test situation. Therefore it could be shown that the effect test anxiety has on acceptance and performance may be influenced by technological tools.


Schückler, Anna

Leistung und Akzeptanz bei einem deutschsprachigen Intelligenztest – Vergleiche zwischen Personen mit und ohne Migrationshintergrund.

Masterarbeit, 11. Januar 2017

Abstract (Deutsch)

Immer mehr der in Deutschland lebenden Personen weisen einen Migrationshintergrund auf. Diese Tatsache wird im Bereich der Intelligenzdiagnostik jedoch nicht ausreichend berücksichtigt. Etablierte deutschsprachige Intelligenzverfahren machen keine Angaben dazu, was bei einer Testung von Personen mit Migrationshintergrund berücksichtigt werden muss, oder wie mit deren Testergebnissen umzugehen ist. Studien aus dem Kinder- und Jugendbereich konnten zeigen, dass Kinder mit Migrationshintergrund schlechtere Ergebnisse in Intelligenztests erzielen als Kinder ohne Migrationshintergrund. Die vorliegende Arbeit sollte untersuchen, inwieweit auch bei Erwachsenen Unterschiede zwischen Personen mit und ohne Migrationshintergrund in einem deutschsprachigen Intelligenztest gefunden werden können. Weiterhin sollte auf den Aspekt der Akzeptanz von Intelligenztests eingegangen werden und inwieweit sich die Personengruppen diesbezüglich unterscheiden. Die Stichprobe bestand aus insgesamt 92 Lehramtsstudierenden der Justus-Liebig-Universität Gießen, wovon 29 Personen einen Migrationshintergrund aufwiesen. Der Intelligenztest wurde in Form eines Onlinetests bearbeitet. Es konnte gezeigt werden, dass auch bei (jungen) Erwachsenen signifikante Unterschiede zwischen Personen mit und ohne Migrationshintergrund gefunden werden können. Insbesondere in den verbalen Aufgabenblöcken des Tests erzielten die Personen mit Migrationshintergrund schlechtere Ergebnisse als die Personen ohne Migrationshintergrund, während in den numerischen und figuralen Aufgabenblöcken kaum Leistungsunterschiede auftraten. Als mögliche Gründe werden insbesondere die Sprachkompetenz in Deutsch und dersozioökonomische Status diskutiert. In Bezug auf die Akzeptanz zeigten sich, entgegen den Erwartungen, keinerlei Unterschiede zwischen den Personengruppen. Die Personen mit Migrationshintergrund berichteten keine höhere Belastung oder niedrigere Kontrollierbarkeit während der Testsituation und bewerteten den Intelligenztest auch nicht schlechter als die Personen ohne Migrationshintergrund.

Abstract (Englisch)

Performance and acceptance at a German intelligence test – Comparisons between people with and without a migration background.

More and more of the people living in Germany have a migration background. Unfortunately, this is not being sufficiently considered when it comes to the topic of intelligence diagnostics. Established German intelligence tests do not provide any information about what needs to be considered when testing people with a migration background or the way their test results have to be dealt with. Studies with children and adolescents have proven that children with a migration background are achieving worse results in intelligence tests than children without a migration background. The aim of the present study was to investigate whether these differences between people with and without a migration background can also be found among adults. Furthermore, the subject of the acceptance of intelligence tests should be taken up in this study and also the extent how the two groups differ with respect to this aspect. The sample comprised 92 students doing their teacher’s training certificate at the University of Gießen, 29 of them had a migration background. The intelligence test was provided as an online test. It could be proven that the significant differences between people with and without a migration background can also be found among (young) adults. Especially regarding verbal exercises people with a migration background showed worse results compared to people without a migration background. Almost no differences between these groups were noticed in the numerical and figural exercises. German language skills and socio-economic-status are being discussed as possible reasons for the differences. Concerning the acceptance of the intelligence test, surprisingly no differences between the groups were found. People with a migration background did not report higher strain or weaker controllability during the test situation and also did not evaluate the test worse than people without a migration background.


Schulze Versmar, Karoline

Auswirkungen der Transparenz eines Assessment Centers auf die Leistung sowie auf das Urteil der Bewerber über die soziale Akzeptanz des Verfahrens.

Diplomarbeit, 30. März 2007

Abstract (Deutsch)

In der Diplomarbeit wird die Auswirkungen zweier Formen der Transparenz eines Assessment Centers (AC) auf die Leistung der Bewerber einerseits sowie auf deren Urteil über die soziale Akzeptanz des Verfahrens anderseits unter realen Auswahlbedingungen untersucht. Neben der transparenten Gestaltung des AC durch die Offenlegung der in den Übungen beurteilten Kriterien, wird als zweite Form der Transparenz die Fähigkeit der Bewerber angesehen, die relevanten Anforderungen des Verfahrens richtig zu erkennen. Diese kognitive Fähigkeit wird als „ability to identify criteria“ (ATIC) bezeichnet (König, Melchers, Kleinmann, Richter & Klehe, 2006a, b). Für die Umsetzung der Studie „im Feld“ konnte ein großes Unternehmen gewonnen werden, welches jährlich zahlreiche AC-Verfahren durchführt. In der ersten Studie mit 101 Bewerbern fand eine experimentelle Manipulation der Verfahrensgestaltung statt. Die varianzanalytischen Auswertungen zeigten eine positive Auswirkung der transparenten Gestaltung auf die Wahrnehmung der Augenscheinvalidität sowie tendenziell auf das Gesamtakzeptanzurteil über das Verfahren. Darüber hinaus konnte gezeigt werden, dass die Transparenz nicht zu einer Leistungsverbesserung führt, womit ein zentraler Einwand vieler Praktiker gegen die transparente Gestaltung von Auswahlverfahren entkräftigt wird. Die soziale Akzeptanz wurde über den Akzept!-AC von Kersting (2003) erfasst. In der zweiten Studie mit weiteren 101 Bewerbern zeigten sich wider Erwarten keine substantiellen Zusammenhänge der Ausprägung der ATIC-Fähigkeit mit der Leistung der Bewerber im AC. Die varianzanalytischen Auswertungen zeigten aber, dass die Selbsteinschätzung der ATIC-Fähigkeit mit dem Akzeptanzurteil (insbesondere mit der Wahrnehmung der Kontrollierbarkeit des AC) kovariierte. Schließlich konnten in beiden Studien Einflüsse der eigenen Leistung sowie der subjektiven Einschätzung der Fakingmöglichkeit im AC auf das Akzeptanzurteil der Bewerber über das AC-Verfahren nachgewiesen werden.

Abstract (Englisch)

The objective of this thesis is to analyse the effects of two kinds of transparancy on the job applicants? performance in an assessment center as well as on the participants‘ acceptance of the method. One kind of transparency is to disclose the assessment criteria of a given assessment center exercise. However, participants also have a cognitive ability to identify the relevant criteria, which can be regarded as another kind of transparency („ability to identify criteria“, ATIC) (König, Melchers, Kleinmann, Richter & Klehe, 2006a, b). The realization of the objective took place in collaboration with the university education department of IBM Germany. Each year the department arranges an assessment center to select applicants for the university of cooperative education. In the first study with 101 applicants the design of the assessment center was experimentally manipulated. The analysis of variance showed no differences in performance ratings of observers between transparancy and intransparancy conditions. However, positive effects of the disclosure were discovered for the applicants‘ ratings of the acceptance. Particularly the job relatedness, but also the general acceptance-judgement was positively influenced. Acceptance was measured with the Akzept!-AC (Kersting, 2003a). The second study with 101 applicants showed little positive relation between the ATIC-ability and task performance. Furthermore the analysis showed that a high rating of ones own ATIC-ability leads to a positive acceptance of the assessment center, particularly to the perception of controllability. Finally, both studies proved that the applicants‘ performance and the perception of the possibility to fake influence the acceptance of the assessment center.


 

Seidel, Kristin

Büroarbeitsverhalten. Theoretische und empirische Exploration in Verbindung mit der Konstruktion und Evaluation eines eignungs­dia­gnostischen Tests.

Diplomarbeit, 25. Februar 2003

Abstract (Deutsch)

Gegenstand der Arbeit ist die theoretische und empirische Exploration des Konzepts Büro­arbeitsverhalten (BAV) in Verbindung mit der Konstruktion und Evaluation eines eignungsdiagnostischen Tests. Der auf einer literaturbasierten Anforderungsanalyse be­gründete Test bedient sich sowohl dem konstruktorientierten als auch dem simulationsorientierten Ansatz. Als theoretische Grundlage dient das Berliner Intelligenstrukturmodell (BIS). Zwei nach rationalen Prinzipien entwickelte Testaufgaben der verbalen und numerischen Inhaltsklasse streben hinsichtlich der Ope­ra­tions­klassen Bearbeitungsgeschwindigkeit und Verarbeitungskapazität eine kombi­nierte Messung an.
Die neu entwickelten BAV-Testaufgaben wurden an zwei Stichproben mit N=245 sowie N=133 Bewerbern im Rahmen von eignungsdiagnostischen Untersuchungen durch die Deutsche Gesellschaft für Personalwesen (DGP) erprobt. Zur Evaluation des Tests wurden im Rahmen der Überprüfungen auf die Güte der Umsetzung des Kon­struktionsrationals Itemanalysen durchgeführt, Kennwerte zu Speed- und Power sowie zur Geschwindigkeit und Genauigkeit berechnet. Erste Erkenntnisse über die Art der entwickelten Items sowie die Testmerkmale weisen auf eine Passung mit den a priori aufgestellten Konstruktionsprinzipien hin. Darüber hinaus dienten empirische Analysen dazu, Anhaltspunkte über die Grundlagen des Konzepts BAV zu erlangen. Dazu wurde BAV zu Dimensionen des BIS, die durch einen zusätzliche eingesetzten con­fidential Test der DGP operationalisiert wurden, in Beziehung gesetzt. Die Er­geb­nisse faktoren- und regressionsanalytischer Techniken deuten darauf hin, dass mit den BAV-Aufgaben systematische Varianz erfasst werden kann, die nicht vollständig durch die Dimensionen des BIS erklärbar ist. Einen weiteren Beitrag zur Konstruktaufklärung leisten subgruppenspezifische Befunde zu Alter, Geschlecht und kogni­tiver Leistungsfähigkeit. Weitere Untersuchungen sind notwendig, um festzustellen, ob es sich bei BAV um eine neue Dimension intelligenten Verhaltens handelt und ob diese einen inkrementellen Beitrag zur Prognose von Ausbildungs- und Berufs­erfolg in Büroberufen leisten kann.

Die Diplomarbeit wurde mit dem Nachwuchsförderpreis des Arbeitskreis Assessment Center e.V. ausgezeichnet.

Des weiteren wurde diese Diplomarbeit im Vdm Verlag publiziert:

Seidel, Kristin. (2006). Arbeitseffizienz im Bürokontext. Neue Wege der Diagnostik. 180 Seiten. Verlag: Vdm Verlag.
68.- Euro. ISBN: 3836456648. EAN: 9783836456647


Simon, Naemi

Einfluss der Transparenz auf die Akzeptanz eines Leistungstests.

Masterarbeit, 1. Juli 2015

Abstract (Deutsch)

Die Akzeptanz eines Verfahrens ist insbesondere in der Personalauswahl von großer Bedeutung, da sie erwünschte Bewerberreaktionen positiv beeinflusst, wie die Annahme eines Jobangebotes und das zukünftige Arbeitsverhalten (Kersting, 1998). Bisherige Studien zeigen Transparenz als einen Faktor auf, der die Akzeptanz eines Tests durch zusätzliche Informationen verbessert. In der vorliegenden Arbeit wurden den N=302 Versuchspersonen in drei Gruppen verschieden detaillierte Erklärungen über das Auswahlverfahren vorgelegt. Während die Kontrollgruppe nur Standardinstruktionen erhielt, wurden den beiden Experimentalgruppen verschiedene Informationen zum Test und den diagnostischen Schlussfolgerungen gegeben. Im Anschluss bearbeiteten alle Teilnehmer den gleichen fiktiven Einstellungstest und beurteilten diesen mithilfe des Fragebogens Akzept!-L. Der Einfluss der Vorinformation auf die Akzeptanz wurde untersucht. Es zeigten sich keine signifikanten Unterschiede zwischen den drei Gruppen. Die Akzeptanz des Intelligenztests korrelierte signifikant mit der eigenen Leistung. Die Ergebnisse zeigen, dass die eingesetzten Erklärungen zum Auswahlverfahren nicht ausreichend waren, um die Akzeptanz zu verbessern. Weitere Schritte, um die Testsituation zukünftig positiv beeinflussen zu können, werden diskutiert.

Abstract (Englisch)

In the employee selection process, the acceptance of a test is an important topic as it positively affects desirable reactions of the candidates like the acceptance of a job offer or future work habits (Kersting, 1998). Previous studies identified transparency as one factor that enhances the acceptance of a test through additional information. In the present study the N=302 participants were randomized into three groups, which received varied detailed explanations about the selection process. While the control group read standard instructions, the two other groups got different additional information about the test and the drawn diagnostic conclusions. Afterwards all participants worked on a fictitious candidate selection test and evaluated it with the Akzept!-L questionnaire. The effect of the pre-test information on the acceptance was examined. There were no significant differences between the three groups. The acceptance of the intelligence test correlated significantly with the performance. The results demonstrate that the used explanations were not sufficient to improve the test acceptance. Further steps for a positive influence on the test situation are discussed.


 

 

Skidanova, Nina

Der Einfluss der Dunklen Triade der Persönlichkeit auf umfeldbezogenes Leistungsverhalten.

Bachelorarbeit, 1. Juni 2015

Abstract (Deutsch)

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Fragestellung, wie sich hohe Ausprägungen der Komponenten der Dunklen Triade auf umfeldbezogene Leistungsaspekte auswirken. Dunkle Triade umfasst sozial unerwünschte Persönlichkeitsmerkmale Machiavellismus, Psychopathie und Narzissmus. Diese Komponenten wurden mittels der Kurzskala „Das dreckige Dutzend“ (Küfner, Dufner & Back, 2014) zusammen mit den Subskalen des HEXACO-Modells der Persönlichkeit (http://www.hexaco.org/) Honesty/Humility, Emotionality, Extraversion, Agreeableness, Conscientiousness und Openness to Experience erhoben. Zur Messung des leistungsbezogenen Verhaltens unter Studierenden wurde der Fragebogen zur Erfassung der umfeldbezogenen Leistung im universitären Kontext Universitary Citizenship Behavior (UCB) (Gehring, 2006) angewendet. Die Stichprobe von Studierenden erhält 170 Datensätze (35 männlich, M = 23.3, SD = 4.5). Außerdem wurde der Fragebogen zur Erhebung vom leistungsbezogenen Arbeitsverhaltens FELA-s (Staufenbiel & Hartz, 2000) von 46 Berufstätigen (22 männlich, M = 35.2, SD = 10.3) bearbeitet. Es wurde eine negative moderate Korrelation zwischen OCB- sowie UCB-Gesamtwerten und Machiavellismus sowie Psychopathie, jedoch nicht Narzissmus in beiden Stichproben nachgewiesen. Mittlere negative Korrelationen wurden zwischen Machiavellismus sowie Psychopathie und UCB- sowie OCB-Subskalen Hilfsbereitschaft, Gewissenhaftigkeit und Unkompliziertheit ermittelt. Es liegt kein signifikanter Zusammenhang zwischen den beiden Merkmalen und der Subskala Eigeninitiative vor. In der Stichprobe der Berufstätigen korreliert die Subskala des FELA-s Gefordertes Arbeitsverhalten mittelhoch bis hoch negativ mit allen drei Komponenten der Dunklen Triade.

Abstract (Englisch)

Impact of Dark Triad personality factors on environment-related performance behavior.

The present study examines the Impact of Dark Triad personality factors on environment-related performance behavior aspects. The Dark Triad includes social undesirable personality traits Machiavellianism, Psychopathy and Narcissism. The traits were measured by the short scale “Durty Dozen” (Küfner, Dufner & Back, 2014) together with the subscales of HEXACO model of personality structure (http://www.hexaco.org/) Honesty/Humility, Emotionality, Extraversion, Agreeableness, Conscientiousness and Openness to Experience. For measures of environment-related performance behavior by students was used the UCB Inventory (Gehring, 2006). The sample contents 170 data sets (35 male, M = 23.3, SD = 4.5). The environment-related performance behavior in 46 employees (22 male, M = 35.2, SD = 10.3) was measured by the German Organizational Citizenship Behavior, Release Inventory in German FELA-s (Staufenbiel & Hartz, 2000). Machiavellianism and Psychopathy but not Narcissism were found to be moderate negative correlated with UCB and OCB global scores in both students’ and employees’ samples. Middle negative correlations were observed for Machiavellianism and Psychopathy with OCB and UCB subscales Helpfulness, Consciousness and Sportsmanship. There is no significant correlation between the components of the Dark Triad and the subscale Self-Initiative. In the employees’ sample correlate Machiavellianism, Psychopathy and Narcissism middle to high negative with the subscale Work Demands.


 

Spieker, Laura

„Sind Waldorf-Schüler kreativer?“ – Prozessbasierte Kreativitätsdiagnostik im Kontext verschiedener Schulformen.

Bachelorarbeit, 26. Mai 2014

Abstract (Deutsch)

Kreativität gilt als entscheidendes Anforderungsmerkmal für viele Berufe und stellt bereits im schulischen Umfeld eine erfolgskritische Eigenschaft dar. Besonders der Schulform „Waldorfpädagogik“ eilt ihr kreativitätsfördernder Ruf voraus. Aber sind Waldorfschüler tatsächlich kreativer? In einigen wenigen Selbstauskunftsstudien hat sich dies empirisch bereits bestätigt. Im Rahmen dieser Untersuchung sollte die Frage erneut auf objektiverem Wege untersucht werden. Als Vergleichsgruppe wurden Regelschüler getestet. 60 Schüler (n1,2 = 30; Durchschnittsalter = 15.93, SD = .82) bearbeiteten die DBK-TE, einen auf einem achtstufigen Prozessmodell basierenden, leistungsbezogenen Kreativitätstest inklusive simulativem Modul, den Wonderlic-Intelligenztest und entwickelte Kriterien. Es zeigten sich keine Kreativitätsunterschiede, weder im Gesamten noch auf den acht Stufen, bei gleichzeitigen Intelligenzunterschieden zu Gunsten der Regelschüler. Auch bei Kontrolle der Intelligenz ließen sich keine Kreativitätsunterschiede finden. Die Hypothese, dass Waldorfschüler kreativer sind als Regelschüler, konnte also, im Vergleich zu den Ergebnissen der bisherigen empirischen Forschung, nicht bestätigt werden.

Abstract (Englisch)

Creativity is deemed to be an essential demand characteristic in many professions, already in school. Especially the school form ´waldorf school´ is known for its creative reputation. But are waldorf school pupils really more creative? Previous self-report studies could approve this assumption empirically. In the current study, this assumption should be tested again in a more objective way. Regular school pupils were tested as a comparison group. 60 pupils (n1,2 = 30; mean age = 15.93, SD = .82) filled in the DBK-TE, a performance-related creativity test based on an eight level process model with a simulative module, the Wonderlic Personnel Test and developed criteria. There were no creativity differences found in total and on the eight levels, but intelligence differences in favour of the regular school pupils. Even after a statistical control of the intelligence, there existed no creativity differences. The hypothesis that waldorf school pupils are more creative than regular school pupils could therefore not be proven and is contrary to the results of the previous empirical research.


Spieker, Laura

„Dominiert Dominanz die Domäne der Diensthöheren?“ – Ein Vergleich zwischen Führungs- und Nicht-Führungskräften hinsichtlich deren Dominanz und Führungsmotivation.

Masterarbeit, 22. Mai 2016

Abstract (Deutsch)

Dominanz und Führungsmotivation stellen hoch relevante Führungseigenschaften dar. Aufgrund der Berufsbezogenheit beider Konstrukte, besonders im Kontext von Führung, liegt es nahe, Führungs- und Nicht-Führungskräfte hinsichtlich Unterschieden in ihrer Dominanz und Führungsmotivation zu untersuchen. Da die empirische Überprüfung bisher nicht sehr häufig, meist eindimensional und ausschließlich an getrennten Stichproben erfolgte, wurden in dieser Studie Dominanz und Führungsmotivation via Selbstauskunft mehrdimensional an derselben Stichprobe erhoben. In Anlehnung an den theoretischen Hintergrund und die bisherigen Befunde wurde vermutet, dass Führungskräfte dominanter und führungsmotivierter sind als Nicht-Führungskräfte. 209 Führungs- und 201 Nicht-Führungskräfte bearbeiteten dazu online eine zusammengestellte Dominanz-Skala (aus Items des LMIs, NEO-PI-Rs und 16 PF-Rs), Teile des FÜMOs sowie entwickelte Kriterien. Es zeigten sich sowohl in den Gesamtwerten als auch in verschiedenen Skalenwerten Dominanz- und Führungsmotivationsunterschiede zu Gunsten der Führungskräfte – mit größeren Gruppenunterschieden in der Führungsmotivation. Die zentrale Hypothese, dass Führungskräfte dominanter und führungsmotivierter sind als Nicht-Führungskräfte, konnte somit bestätigt werden.

Abstract (Englisch)

Assertiveness and motivation to lead are high relevant leadership characteristics. Because of the job-relatedness of both constructs, especially in the leadership context, it seems likely to assess leaders and non-leaders concerning differences in their assertiveness and motivation to lead. Because the undertaken research has so far been rare, mostly unidimensional and was conducted only at different samples, this study tested assertiveness and motivation to lead via self-report at the same sample with a multidimensional approach. According to the theoretical background and previous findings, it was assumed that leaders are more assertive and more motivated to lead than non-leaders. 209 leaders and 201 non-leaders filled in an online based composed assertiveness scale (out of items of the LMI, NEO-PI-R and 16 PF-R), parts of the FÜMO and developed criteria. As a result, there were overall differences in assertiveness and motivation to lead as well as in different scales with higher values in the group of leaders compared to non-leaders and larger group differences in the construct of motivation to lead. The hypothesis that leaders are more assertive and motivated to lead than non-leaders could therefore be proven.


Spriestersbach, Andrea

Das 360°-Feedback als Instrument der Führungskräfte-Entwicklung: Evaluation der Effektivität und ihrer Einflussfaktoren.

Diplomarbeit, 30. September 2007

Abstract (Deutsch)

Ein wesentliches Element der Personalentwicklung in Organisationen ist das Feedback für Mitarbeiter. Seit einigen Jahren tragen im Rahmen des „360°-Feedbacks“ zusätzlich zur traditionellen Beurteilung durch den Vorgesetzten auch Kollegen, Mitarbeiter und zuweilen auch externe Kooperationspartner oder Kunden zum Feedback bei. Darüber hinaus soll der Mitarbeiter sich selbst einschätzen. Diese Erweiterung bestehender Feedback-Methoden erfreut sich aktuell einer großen Beliebtheit, obwohl bisher nur wenige Forschungsergebnisse zur Effektivität von 360°-Feedback vorliegen. Die Diplomarbeit verfolgt das Ziel, aus differentiell-psychologischer Sicht zu untersuchen, unter welchen Bedingungen das 360°-Grad-Feedback zur intendierten Leistungssteigerung beiträgt. Dazu wurden in Kooperation mit einem Unternehmen zwei Studien durchgeführt. Studie 1 mit 86 Teilnehmer stellt eine Längsschnittsuntersuchung an einer Stichprobe von Feedbacknehmern dar, die an zwei aufeinander folgenden Zeitpunkten (T1 und T2) ein Feedback von Vorgesetzten, Kollegen und Mitarbeitern erhalten haben (T1-T2 Vergleich). Studie 2 umfasst eine Experimentalgruppe im Umfang von 80 Personen, die 360°-Feedback erhalten hat, sowie eine Kontrollgruppe (76 Personen), die kein 360°-Feedback erhalten hat. Sowohl die Teilnehmer der Experimental- als auch die der Kontrollgruppe der Studie 2 nahmen an einer zusätzlichen Befragung teil und bearbeiteten u. a. einen Fragebogen zum Fünf Faktoren Modell.
Insgesamt blieb in beiden Studien ein Nachweis der Effektivität von 360°-Feedback aus. Interessant sind aber die differentiellen Effekte für Über- und Unterschätzer. Während sich für die Feedbacknehmer, die sich selbst im Vergleich zur Fremdbeurteilung zum Zeitpunkt T1 negativer beurteilt haben, keine signifikanten Leistungsveränderungen ergaben, konnten für Feedbacknehmer, die sich zum Zeitpunkt T1 im Vergleich zur Fremdbeurteilung positiver beurteilt haben, zum Zeitpunkt T2 signifikante Verbesserungen der Vorgesetzten- und Mitarbeiterbeurteilungen nachgewiesen werden. Darüber hinaus zeigte sich, dass Feedbacknehmer, die sich überschätzt haben, verärgert auf das Feedback reagieren. Vergleichbare Befunde zeigten sich für die Ablehnung bzw. Aufgeschlossenheit gegenüber dem 360°-Feedback, wobei neurotische Feedbacknehmer ablehnender auf 360°-Feedback reagieren als emotional stabile Personen. Die Einschätzung der Wichtigkeit des Feedbacks durch die Feedbacknehmer variierte in Abhängigkeit von der Feedbackgeber-Gruppe: Das Mitarbeiterfeedback wurde als bedeutend wichtiger eingestuft, als das Feedback von Vorgesetzten und Kollegen.

Abstract (Englisch)

Objective of the present study was the investigation of 360°-feedback effectivity and its influencing factors by taking into account different assessment dimensions and feedback sources (supervisors, peers, direct reports and self). To investigate the effectivity of 360°-feedback a longitudinal study with 86 managers of an international organisation was conducted, who received two following administrations of 360°-feedback. Furthermore the performance of 80 managers, who had received 360°-feedback before (experimental group), was compared to the performance of 76 managers, who had not received 360°-feedback before (control group). Neither within the longitudinal study nor between experimental and control group significant performance differences were found. However, considering the influencing factor self-other discrepancy managers, who overrated themselves against the assessment of others, showed significant performance improvements in terms of the feedback at time two of their supervisors and direct reports, whereas managers, who underrated themselves, did not show any changes in performance. Moreover an employee survey among the experimental group indicated significant correlations between overrating and angry reactions as well as rejection of the feedback. Those correlations were not influenced by the feedback source, although the assessment of direct reports was seen as most important feedback source by the feedback recipients. Regarding openness towards 360°-feedback significant correlations were found with the personality dimensions neuroticism and agreeableness.


 

Steinmayr, Ricarda

Die soziale Akzeptanz von Personalauswahlverfahren.

Untersuchung zum Berliner Intelligenzstruktur-Test der Deutschen Gesellschaft für Personalwesen (BIS-r-DGP) und den Skalen zur Service- und Kundenorientierung (SKASUK)
Diplomarbeit, 29. April 2002

Abstract (Deutsch)

Zentrale Thematik der vorliegenden Arbeit ist die Untersuchung der sozialen Akzeptanz des Berliner Intelligenz-Struktur Testes der Deutschen Gesellschaft für Personalwesen (BIS-r-DGP) (Kersting & Beauducel, 2001) und der Skalen zur Service- und Kundenorientierung (Sonnenberg, 2001). Konkret handelte es sich um die Beurteilung der beiden Aspekte Augenscheinvalidität und Kontrollierbarkeit / Messqualität der beiden Verfahren. Die soziale Akzeptanzeinschätzung durch die Untersuchungsteilnehmer lag für beide Verfahren im positiven Bereich. Die Untersuchung wurde von der DGP durchgeführt und umfasste eine Untersuchungsgruppe von N = 407 Personen. Die Untersuchungsteilnehmer bearbeiteten zuerst die beiden Personalauswahlverfahren, um auf Basis ihrer Testerfahrung die soziale Akzeptanz der Verfahren einzuschätzen. Zusätzlich zu den Akzeptanzurteilen über die beiden Verfahren wurden verschiedene Personvariablen erhoben, deren Einfluss auf die Beurteilung der beiden Testverfahren untersucht wurde. Es zeigte sich, dass die Beurteilung beider Verfahren von bestimmten Merkmalen der Untersuchungsteilnehmer beeinflusst wurde. Auf Grundlage dieser Erkenntnisse wurden Überlegungen zur Relevanz der sozialen Akzeptanz bei der Beurteilung von Testverfahren angestellt.
Des Weiteren wurde in der vorliegenden Arbeit ein Überblick zum Stand der Forschung bezüglich des Themengebietes der sozialen Akzeptanz präsentiert. Die Relevanz des Konstruktes für die Gestaltung eignungsdiagnostischer Untersuchungen konnte durch vielfältige Studien nachgewiesen werden. Ein weiterer Inhalt der Arbeit war die Analyse des in der Untersuchung genutzten Fragebogens zur Erfassung der sozialen Akzeptanz, der Akzeptanzfragebogen AKZ von Kersting (1998). Die Analyse ergab, dass es sich um ein über weite Strecken psychometrisch gutes Instrument handelt. Einzig die interne Konsistenzen der Skalen zur Kontrollierbarkeit / Messqualität waren nicht zufriedenstellend. Es werden Vorschläge zur Verbesserung des Messinstrumentes gemacht.

Diese Diplomarbeit wurde im Vdm Verlag publiziert:

Steinmayr, R. (2006). Personalauswahlverfahren. Prozess und soziale Akzeptanz aus Sicht der Bewerber. 166 Seiten. Verlag: Vdm Verlag.
59.- Euro. ISBN-10: 3865504744. ISBN-13: 978-3865504746.
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Studer, Sören

Lebenszufriedenheit und wahrgenommene soziale Unterstützung von Studierenden in Wohngemeinschaften in Abhängigkeit ihrer Persönlichkeit.

Bachelorarbeit, 20. Mai 2014

Abstract (Deutsch)

Die Qualität des Zusammenlebens von Menschen ist stark beeinflusst durch deren Persönlichkeit. Diese Untersuchung widmet sich der Betrachtung des Zusammenlebens einer bestimmten Gruppe von Menschen – den Studierenden, in einem bestimmten Umfeld – den Wohngemeinschaften. Der Fokus der Untersuchung liegt auf der Analyse der Persönlichkeit anhand des Big-Five Modells, der Lebenszufriedenheit und der sozialen Unterstützung. Diese Bereiche werden mittels des BFI-K (einer Skala zur Messung der Big-Five), des FLZ (einer Skala zur Messung der Lebenszufriedenheit) sowie des FSozU (einer Skala zur Messung der sozialen Unterstützung) erfasst. Zusätzlich werden Kriterien erhoben, welche mit den Fragebogendaten assoziiert werden sollen. An der Untersuchung nahmen N=620 Studierende teil. Der Hauptbefund der Untersuchung ist, dass Personen mit einer hohen Ausprägung in den Bereichen Extraversion, Verträglichkeit und Gewissenhaftigkeit sowie einer niedrigen Ausprägung im Bereich Neurotizismus im Zusammenleben am zufriedensten sind. Es ist anzunehmen, dass diese Ausprägungen als günstig für das Zusammenleben in Wohngemeinschaften erachtet werden können.

Abstract (Englisch)

The quality of interpersonal relationship is associated with personality. This study investigates this association in a population of students who live in flatshare settings. The investigation focuses on such aspects as personality, life satisfaction and social support. To measure these variables, the BFI-K (measures the big-five), the FLZ (measures life-satisfaction) and the FSozU (measures social support) were used. Additionally, we investigated the association of these self-report measures with distinct criteria like self reported life satisfaction. The sample consisted of N=620 Students. The main results indicate that students with high characteristics of extraversion, agreeableness & conscientiousness and low characteristics of neuroticism are more satisfied in life. The author concludes that these characteristics are favorable for students who share flats with each other.


 

Tammer, Katja

Gute Normen, schlechte Normen – Zur Beziehung zwischen Testnormierung und Testvalidität.

Bachelorarbeit, 26. Mai 2014

Abstract (Deutsch)

In dieser Arbeit werden mögliche Auswirkungen der Testnormierung auf die Kriteriumsvalidität untersucht und in Bezug auf den Einsatz von Leistungstests bei der Bewerberauswahl reflektiert. Zum einen wird davon ausgegangen, dass sich Normwerte gegenüber der Rohwertsumme negativ auf die Kriteriumsvalidität auswirken. Zum anderen wird angenommen, dass Bezugsgruppen im Sinne einer Symmetrie in Prädiktor und Kriterium übereinstimmen müssen. Ist dies nicht der Fall, sollte die Kriteriumsvalidität sinken. Basis der Untersuchung bildeten die im Rahmen einer Bewerberauswahl gewonnen Daten von N = 160 Personen (M = 18.41 Jahre, SD = 1.66 Jahre). Als Prädiktor diente das Grundmodul des IST-2000-R (Liepmann, 2008), als externe Kriterien die durchschnittliche Schulnote sowie die in der Abschlussprüfung der Ausbildung erzielte Note. Normwerte waren nicht immer mit geringeren Validitäten als die Rohwertsummen verbunden – entscheidende Faktoren waren hierbei das gewählte Normierungsvorgehen, sowie das betrachtete Kriterium. Eine Differenzierung zwischen Personengruppen im Prädiktor war nicht immer von Vorteil für die Kriteriumsvalidität, sondern nur, wenn die Bezugsgruppen im Prädiktor im Sinne einer Symmetrie mit denen im Kriterium übereinstimmten.

Abstract (Englisch)

In this work, it is examined if test standardization has an impact on the criterion validity of a test. Possible implications for the use of achievement tests in the context of candidate selection are discussed. It is assumed that standardized scores have a negative effect on the criterion validity compared to the raw score. Furthermore, it is postulated that the reference groups must be the same in predictor and criterion in the sense of symmetry. Otherwise the criterion validity should be reduced. Data was obtained from N = 160 persons (M = 18.41 years, SD = 1.66 years), who had absolved a selection procedure. The predictor was the basic modul of the IST-2000-R (Liepmann, 2008), the external criteria were the average school grade and the grade in the final exam of the apprenticeship.
Standardized test scores were not always associated with lower validities than the raw score. Decisive factors were the chosen standardization procedure and the criterion considered. In terms of criterion validity it was not always advantageous to differentiate between certain groups of persons – reference groups in predictor and criterion should coincide in the sense of symmetry.


Thiring, Martina

Macht das Medium den Unterschied? Der Einfluss von Facebook auf die Einschätzung eines Bewerbers.

Bachelorarbeit, 1. Juni 2015

Abstract (Deutsch)

Moderne Medien und soziale Netzwerke wie Facebook spielen in der heutigen Zeit eine zunehmend bedeutsame Rolle. Dabei wird Facebook nicht nur privat sondern immer häufiger auch als Werbe-Plattform genutzt. Die vorliegende Arbeit untersuchte, inwiefern Facebook von Bewerbern eingesetzt werden könnte, um für sich selbst zu werben. Hierfür wurden Versuchspersonen in zwei Online-Studien die klassische Bewerbung eines Bewerbers sowie eine speziell angelegte Facebook-Seite bzw. sein Facebook-Profil präsentiert. Daraufhin sollten sie die Sympathie, ob sie ihn zu einem Bewerbungsgespräch einladen würden und seine Ausprägung der Eigenschaften „Teamfähigkeit“, „Flexibilität“, „Zuverlässigkeit“, „Einsatzbereitschaft“ und „analytische Denkfähigkeit“ einschätzen. Es stellte sich heraus, dass Versuchspersonen, die zusätzlich das Facebook-Profil des Bewerbers gesehen hatten, diesen teamfähiger einschätzten als Versuchspersonen, die lediglich die klassische Bewerbung sahen. Für die Eigenschaften „Zuverlässigkeit“, „Einsatzbereitschaft“ und „analytische Denkfähigkeit“ zeigte sich ein gegenteiliger Effekt. Die Erhöhung der Sympathiewerte durch den Einsatz von Facebook gelang nicht. Insgesamt stellte sich heraus, dass der Einsatz von Facebook für Bewerber eher ungeeignet scheint.

Abstract (Englisch)

Does the media make the difference? Effects of Facebook on the appraisal of an applicant.

Modern media and social networks such as Facebook are an increasingly issue nowadays. Withal Facebook is not only used privately but also more commonly as a promotional platform. The current research investigated in what way Facebook could be used by applicants to promote themselves. Therefor in two online-surveys experimental subjects were presented the traditional application of an applicant as well as a specially created Facebook-site and his Facebook-profile. Afterwards their task was to estimate the sympathy, the question, whether they would invite him to an interview, and his characteristics “ability to work in team”, “flexibility”, “reliability”, “willingness” and “analytic cogitation”. It turned out, that subjects, who had additionally seen the applicant’s Facebook-profile , estimated him higher in “ability to work in team” than subjects, who had only seen his traditional application. The characteristics “reliability”, “willingness” and “analytic cogitation” showed an opposite effect. It did not work out to increase sympathy with the use of Facebook. In conclusion it appeared that the use of Facebook seems to be rather inappropriate for applicants.


 

Tuschen, Eva

Effekte evaluativer und nicht-evaluativer Instruktion auf die Leis-tungsangst und Testleistung bei einer numerischen Intelligenztestaufgabe.

Masterarbeit, 1. Oktober 2014

Abstract (Deutsch)

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit dem Einfluss von evaluativer und nicht-evaluativer Instruktion bei unterschiedlich hoher Testängstlichkeitsdisposition auf das Prüfungsangsterleben, die Testleistung, die Akzeptanz des Leistungstests und das Flow-Erleben. Vorab fand die Erfassung von Eigenschafts-Testängstlichkeit mit der Kurzform des deutschen Test Anxiety Inventory statt. Insgesamt 115 Gymnasiasten der zehnten und elften Jahrgangsstufe wurden klassenweise randomisiert und der evaluativen oder nicht-evaluativen Instruktionsbedingung zugeordnet. Unmittelbar nach der Instruktion des WIT 2 Zahlenreihentests füllten die Schüler die State-Version der Kurzform des TAI-G aus. Im Anschluss an die Bearbeitungsphase folgten die Akzeptanz-Bewertung des Leistungstests und die Angaben zum Flow-Erleben. Es resultierte, dass eine hohe Eigenschafts-Testängstlichkeit mit einem höheren Prüfungsangsterleben, einer niedrigeren Akzeptanz des Leistungstests und einem geringeren Flow-Erleben einhergeht. Ein Einfluss der beiden Instruktionen konnte nicht gezeigt werden. Die Jungen lösten signifikant mehr Zahlenreihen als die Mädchen und zeigten unter der evaluativen Instruktion die höchste Leistung. Insgesamt waren die Schülerinnen eigenschafts- und zustands-testängstlicher, gaben eine geringere Akzeptanz an, schätzten ihre Leistung schlechter ein und erlebten weniger Flow als die männlichen Schüler.

Abstract (Englisch)

The present study analyzes the influence of evaluative and non-evaluative instruction in conjunction with a disposition for test anxiety on the perception of actual test anxiety, test performance as well as acceptance of test and flow. A pretest records trait anxiety using a short form of the German Test Anxiety Inventory. 115 pupils of tenth and eleventh grade were randomized assigned by grades to evaluative and non-evaluative condition. After instructions to complete the WIT 2 numerical series test, they completed the state version of the TAI-G. After the numerical series test, measures of test approval and flow experience were obtained. Results showed high trait anxiety is often associated with higher levels of state anxiety, lower test approval and decreased flow experience. Male students’ performance was significantly higher than the females and was best under evaluative instruction. Girls scored higher on trait and state anxiety, demonstrated lower scores for approval and flow experience.


Ziegler, Marco

Die Validität einer verbalen Intelligenztestaufgabe unter Anwendung unterschiedlicher Normgruppen.

Bachelorarbeit, 30. Mai 2015

Abstract (Deutsch)

In dieser Arbeit wird untersucht, wie sich die Anwendung einer nach Bildung differenzierenden Norm auf die Testvalidität auswirkt. Es wird vermutet, dass für eine hohe Testvalidität bei unterschiedlichen Kriterien, Symmetrieüberlegungen zum Verhältnis zwischen Prädiktor und Kriterium angestellt werden müssen. Zur Überprüfung wurde eine Stichprobe von Berufsschülern (N=513) akquiriert, die den Subtest „Analogien“ aus dem WIT-2 Intelligenzstrukturtest sowie den Subtest „Regeln finden“ aus dem GET-HEP Verfahren bearbeiteten und Auskunft über Schulnoten des letzten allgemeinbildenden Abschlusses sowie aus der Berufsschulausbildung gaben. Überprüft wird die Kriteriumsvalidität (durch die Schulnoten) und die Konstruktvalidität (durch den Subtest „Regeln finden“) unter Anwendung der nach Bildung differenzierenden Norm. Es werden verschiedene Kombinationen aus Normanwendung und Aufteilung in Subgruppen (Stratifizierung) unterschieden und als Fälle deklariert. Jedem Fall werden unterschiedliche Eigenschaften hinsichtlich seiner Symmetrie zwischen Prädiktor (Subtest „Analogien“) und Kriterium (Schulnoten, Berufsschulnoten bzw. konvergenter Subtest) unterstellt, die sich auf die Höhe der Korrelationskoeffizienten auswirken. Die Auswertungen der Fallkontrastierungen zeigen, dass sich die Anwendung einer nach Bildung differenzierenden Norm auf die Testvalidität auswirkt und Überlegungen zur Symmetrie für die Schulnotenkriterien des letzten allgemeinbildenden Abschlusses keine und Berufsschulnotenkriterien teilweise eine Vorhersage über die Höhe der Testvalidität erlauben.

Abstract (Englisch)

The validity of a verbal intelligence task applying different norm groups.

In this work the effect toward test validity due to the application of an educational norm group is investigated. It is assumed that high testvalidity for different criteria depends on a symmetrical relationship between predictor and criteria. To investigate the effects 513 apprentices executed two different subtests („Analogien“ from the WIT-2 and „Regeln finden“ from the GET-HEP Intelligence test) and provided information about their grades of their last general educational degree and about grades of their last degree in vocational school. Criterion related validity (via grades from participants last general educational degree and last degree in vocational school) and construct related validity (via the subtest „Regeln finden“) will be examined with reference to the educational normgroup. Different combinations of normgroup application and separation into subgroups (stratification) are getting declared as cases. Each case is assumed to have different features of symmetry that influence the correlational coefficient between predictor (subtest „Analogien“) and criteria (grades or convergent subtest). The comparison of these cases indicate that the application of an educational normgroup has effect on the testvalidity. Furthermore, the prediction of grades from participants last general educational degree do not follow the postulated symmetry assumptions while the predictions for grades from their last degree in vocational school partly pertain.


Ziegler, Marco

Die Validität einer verbalen Intelligenztestaufgabe unter Anwendung unterschiedlicher Normgruppen.

Bachelorarbeit, 30. Mai 2015

Abstract (Deutsch)

In dieser Arbeit wird untersucht, wie sich die Anwendung einer nach Bildung differenzierenden Norm auf die Testvalidität auswirkt. Es wird vermutet, dass für eine hohe Testvalidität bei unterschiedlichen Kriterien, Symmetrieüberlegungen zum Verhältnis zwischen Prädiktor und Kriterium angestellt werden müssen. Zur Überprüfung wurde eine Stichprobe von Berufsschülern (N=513) akquiriert, die den Subtest „Analogien“ aus dem WIT-2 Intelligenzstrukturtest sowie den Subtest „Regeln finden“ aus dem GET-HEP Verfahren bearbeiteten und Auskunft über Schulnoten des letzten allgemeinbildenden Abschlusses sowie aus der Berufsschulausbildung gaben. Überprüft wird die Kriteriumsvalidität (durch die Schulnoten) und die Konstruktvalidität (durch den Subtest „Regeln finden“) unter Anwendung der nach Bildung differenzierenden Norm. Es werden verschiedene Kombinationen aus Normanwendung und Aufteilung in Subgruppen (Stratifizierung) unterschieden und als Fälle deklariert. Jedem Fall werden unterschiedliche Eigenschaften hinsichtlich seiner Symmetrie zwischen Prädiktor (Subtest „Analogien“) und Kriterium (Schulnoten, Berufsschulnoten bzw. konvergenter Subtest) unterstellt, die sich auf die Höhe der Korrelationskoeffizienten auswirken. Die Auswertungen der Fallkontrastierungen zeigen, dass sich die Anwendung einer nach Bildung differenzierenden Norm auf die Testvalidität auswirkt und Überlegungen zur Symmetrie für die Schulnotenkriterien des letzten allgemeinbildenden Abschlusses keine und Berufsschulnotenkriterien teilweise eine Vorhersage über die Höhe der Testvalidität erlauben.

Abstract (Englisch)

The validity of a verbal intelligence task applying different norm groups.

In this work the effect toward test validity due to the application of an educational norm group is investigated. It is assumed that high testvalidity for different criteria depends on a symmetrical relationship between predictor and criteria. To investigate the effects 513 apprentices executed two different subtests („Analogien“ from the WIT-2 and „Regeln finden“ from the GET-HEP Intelligence test) and provided information about their grades of their last general educational degree and about grades of their last degree in vocational school. Criterion related validity (via grades from participants last general educational degree and last degree in vocational school) and construct related validity (via the subtest „Regeln finden“) will be examined with reference to the educational normgroup. Different combinations of normgroup application and separation into subgroups (stratification) are getting declared as cases. Each case is assumed to have different features of symmetry that influence the correlational coefficient between predictor (subtest „Analogien“) and criteria (grades or convergent subtest). The comparison of these cases indicate that the application of an educational normgroup has effect on the testvalidity. Furthermore, the prediction of grades from participants last general educational degree do not follow the postulated symmetry assumptions while the predictions for grades from their last degree in vocational school partly pertain.


Zientek, Armin

Reduktion sprachlicher Instruktionsanteile durch Video-Animationen: Der Einfluss auf die Validität und die Akzeptanz von Intelligenztestungen.

Bachelorarbeit, 9. Juli 2017

Abstract (Deutsch)

Können sprachverminderte Videoinstruktionen einen Beitrag zur valideren und besser akzeptierten Testung von Intelligenz leisten? In dieser Abschlussarbeit wurden die Instruktionsbedingungen bei einem neuentwickelten Intelligenztest, dem RefuGi-KKT, variiert. Von insgesamt 128 Teilnehmenden erhielten 61 eine statische Bildinstruktion und 67 eine sprachverminderte Videoinstruktion. Die Teilnehmenden teilten sich in eine Geflüchtetenstichprobe (n = 57) sowie eine deutsche Stichprobe (n = 71). Die Erhebungen fanden jeweils in Gruppen über einen Onlinefragebogen in Computerräumen statt. Es zeigten sich keine Unterschiede in den Instruktions- und Verständnisbeurteilungen, sowie der Varianz der Testergebnisse in der Geflüchtetenstichprobe für die verschiedenen Bedingungen. In der Gesamtstichprobe zeigten sich keine Unterschiede in den Akzeptanzbeurteilungen. In der deutschen Stichprobe zeigte sich hypothesenwidrig ein bedeutender Leistungsunterscheid zwischen den Instruktionsbedingungen zugunsten Videoinstruktionen (U = 453, Z = -2.02, p = .043). Zudem zeigte sich für die Gesamtstichprobe eine erhöhte Paralleltestkorrelation des RefuGi-KKT mit der Kurzversion des CFT-20-R bei Videoinstruktionen gegenüber statischen Bildinstruktionen (Z = 1.883, p < .05.). Folglich wurde für Videoinstruktionen nur ein Leistungsunterschied für deutsche Personen und eine erhöhte Paralleltestkorrelation der Gesamtstichprobe, jedoch keine Leistungs- oder Akzeptanzunterschiede für Personen mit Fluchthintergrund signifikant. Somit bieten Videoinstruktionen in der vorliegenden Umsetzung keine bedeutenden Vorteile gegenüber statischen Bildinstruktionen.

Abstract (Englisch)

Could language reduced video instructions help towards a more valid and accepted testing of intelligence? In the following thesis the condition of instruction was manipulated for a newly developed intelligence test, the RefuGi-KKT. Out of 128 participants 61 got a static instruction and 67 got a language reduced video instructions. 57 participants were refugees and 71 were Germans. The participants got tested in groups using an online survey in computer laboratories.
There are no significant differences between the acceptance and comprehension ratings as well as the variance of the test scores for the refugees for the different instructions. For the whole sample no differences between the two instructions concerning the acceptance ratings were proven. Against the assumption a significant performance difference between the two conditions for the benefit of video instructions was shown (U = 453, Z = -2.02, p = .043). Additionally, the data show a higher test correlation of the RefuGi-KKT with the CFT-20-R for video instructions instead of static instructions for the whole group (Z = 1.883, p < .05.). Hence for video instructions a performance difference for German participants and a higher test correlation for all participants, but no significant differences in performance, acceptance and comprehension ratings for refugees were shown. Therefore, video instructions in the existing realization have no major advantages over static instructions.


Zwiesler, Sebastian

Zum Einfluss individueller Persönlichkeitsmerkmale von Beurteilern auf die Einschätzung relevanter Anforderungen für ein erfolgreiches Studium.

Bachelorarbeit, 26. Mai 2014

Abstract (Deutsch)

Im Rahmen des Projektes Ready for Justus? entwickelt die Abteilung für psychologische Diagnostik an der Justus-Liebig-Universität Gießen ein Online-Self-Assessment (OSA) für Studieninteressierte. Dieses Tool soll die studienfachspezifische Eignung der Interessenten feststellen und an diese zurückmelden. Um die jeweils studienerfolgskritischen Anforderungen des Studiengangs zu identifizieren, ist zuvor eine Anforderungsanalyse notwendig. Ein häufig vernachlässigtes Problem stellt dabei die nur unzureichende Bestimmung der Gütekriterien Objektivität, Reliabilität und Validität für Anforderungsanalysen dar. Ziel der vorliegenden Studie ist es, zu untersuchen in wieweit die Generierung eines Anforderungsprofils für Studierende eines bestimmten Studienganges durch einen Experten von dessen Personenmerkmalen abhängig ist. Insbesondere soll der Einfluss der Expertenpersönlichkeit auf die Bewertung studienerfolgsrelevanter Merkmale untersucht werden. Dazu werden auf der einen Seite die Ausprägung der Persönlichkeitsfacetten von Studierenden erfasst; auf der anderen Seite schätzen diese Studierenden die Relevanz von Persönlichkeitsmerkmalen für ein erfolgreiches Studium ein. Die vermuteten Zusammenhänge zwischen Expertenpersönlichkeit und Anforderungspersönlichkeit konnten jedoch nur für die Persönlichkeitsfacette Verträglichkeit gefunden werden.

Abstract (Englisch)

The department for psychological diagnostics of the Justus-Liebig-University Giessen has developed an online Self-Assessment (OSA) for prospective students, as a part of the project Ready for Justus?. This tool is intended to determine the suitability of the prospective students and give them feedback about their matching with the demands of a particular course of study. To identify the criteria relevant for success in a particular course of study, a requirement analysis is first necessary. The problem of insufficient determination of objectivity, reliability and validity of the requirement analysis does not gain enough attention. The aim of the present study is to investigate to what extent the generation of a requirement profile for students of a specific course of study depends on the personal characteristics of an expert, who generates the requirement profile. In particular, the influence of an expert personality to be examined for the evaluation study performance-relevant characteristics. For this purpose, the expression of the personality facets of students are recognized, as well as students appreciating the relevance of a personality traits for a successful study. However, the assumed connections between expert’s personalities and personality requirements could only be found through the personality trait agreeableness.