Clemens, Vanessa

Knowing vs. Not-Knowing: Der Einfluss von Transparenz auf die Akzeptanz eines kognitiven Leistungstests im Kontext der Studierendenauswahl

Bachelorarbeit, 29.05.2019

Abstract (Deutsch)

Die Akzeptanz von Bewerbenden bei Verfahren zur Studienplatzvergabe wurde in Deutschland bisher nur begrenzt untersucht. Der geringen Anzahl an Studien steht eine umfangreiche Forschung im Kontext der Personalauswahl gegenüber. Beispielsweise etablierten Hausknecht, Day und Thomas (2004) ein umfangreiches Modell, welches Einflussfaktoren auf die Wahrnehmung von Bewerbenden bei in Bewerbungsverfahren beschreibt. Unter Berücksichtigung dieses Modelles, untersucht die vorliegende Abschlussarbeit den positiven Einfluss von Transparenz und Testerfahrung und den negativen Einfluss von Testängstlichkeit auf das Akzeptanzurteil eines kognitiven Leistungstest als mögliches Auswahlverfahren für die Vergabe von Masterstudienplätzen. An der Online-Studie nahmen insgesamt N = 313 Personen teil. Sie bearbeiteten zunächst entweder eine transparente oder eine nicht-transparente Version eines kognitiven Leistungstests. Daraufhin wurden das Akzeptanzurteil und die Testängstlichkeit der Personen erfasst. Den Annahmen entsprechend zeigte sich ein signifikanter Unterschied im Akzeptanzurteil zwischen der transparenten und der nicht-transparenten Bedingung. Im Einklang damit wurde die Augenscheinvalidität signifikant positiver bewertet. Entgegen der Erwartung unterschied sich das Gesamturteil nicht signifikant zwischen der transparenten und der nicht-transparenten Version des Tests und es zeigte sich auch kein signifikanter Unterschied im Akzeptanzurteil zwischen Personen mit Testerfahrung und Personen ohne Testerfahrung. Entgegen der postulierten Annahme bestand kein signifikanter Zusammenhang zwischen der Testängstlichkeit und dem Akzeptanzurteil.

Abstract (Englisch)

Over the years, there has been a minuscule amount of studies that have examined applicant’s perceptions of selection procedures used in university admission in Germany. Although there is little research concerning applicant’s perception in this setting there is a substantial amount of literature concerning the perception of applicants during employment testing. Hausknecht et al. (2004) proposed a comprehensive model containing determinants of applicant’s perceptions in the selection process. Taking this model into account, this study examines the positive effects of transparency and test experience and the negative effects of test anxiety on applicant’s perceptions of a cognitive test used in the selection for graduate students. In this online study, 313 people either received the transparent or the non-transparent version of the test. Afterwards applicant’s perception and test anxiety were assessed. As predicted, there was a significant difference in applicant’s perceptions between the transparent and the non-transparent version. As such, the face validity was rated more favorably in the transparent version compared to the non-transparent version. Contrary to expectations, there was no significant difference on the overall acceptance rating between the transparent and the non-transparent version. In addition, there was no significant difference in applicant’s perception when taking people’s test experience into account. No significant effect of test anxiety on applicant’s perception was found.

Görsch, Julia

Der Einfluss des Antwortformates auf das Akzeptanzurteil bei (semi-)projektiven Verfahren unter Berücksichtigung von Persönlichkeit und Kreativität.

Masterarbeit, 29. März 2017

Abstract (Deutsch)

Die Folgen des Einsatzes nicht-akzeptierter Verfahren können schwerwiegend sein und sind vor allem im Bereich der Personalauswahl gut erforscht. Es wurde die Akzeptanz eines projektiven Tests mit offenem Antwortformat (Thematischer Apperzeptionstest; Murray, 1943) mit der eines semiprojektiven Tests mit multiple-choice Antwortformat (Multi-Motiv-Gitter; Schmalt, Sokolowski & Langens, 2000) verglichen und der Einfluss von Offenheit für Erfahrungen und Kreativität auf das Akzeptanzurteil untersucht. 183 Personen (79% Frauen, Durchschnittsalter 24.72 Jahre) bearbeiteten beide Tests online und bewerteten sie mithilfe einer modifizierten Version des AKZEPT!-P (Beermann, Kersting, Stegt & Zimmerhofer, 2013). Der TAT wurde insgesamt, und hinsichtlich Kontrollierbarkeit, Antwortformat und wahrgenommener Aussagekraft, besser bewertet als das MMG. Frauen bevorzugten den TAT, während Männer das MMG vorzogen. Es wurde kein Einfluss weiterer Kontrollvariablen gefunden. Beide Tests erhielten eine gute Bewertung, weshalb der Einsatz projektiver Tests aus Akzeptanzgesichtspunkten empfohlen werden kann.

Abstract (Englisch)

The Influence of the Response Format on the Acceptance of (Semi-)Projective Procedures Considering Personality and Creativity
Masterarbeit.

The use of non-accepted procedures can have serious consequences which are well studied especially in the domain of personnel selection. The acceptance of one projective test with open-ended response format (Thematic Apperception Test; Murray, 1943) was compared to the acceptance of one semiprojective test with multiple-choice format (Multi-Motive-Grid; Schmalt et al., 2000) and the influence of openness to experiences and creativity was studied. 183 persons (79% female, mean age 24.72 years) treated both tests online and rated their acceptance by means of a modified version of the AKZEPT!-P (Beermann et al., 2013). TAT was better evaluated in sum and concerning controllability, response format and perceived explanatory power. Women preferred TAT while men preferred MMG. There was no influence of other control variables. Both tests received good evaluation. That’s why the use of projective tests can be recommended by means of the acceptance.

Herzberger, Nicolas Daniel

Auswirkungen der Instruktionsverständlichkeit auf die Akzeptanz einer Intelligenztestaufgabe.

Bachelorarbeit, 27. Juni 2012

Abstract (Deutsch)

In dieser Studie wurde untersucht, inwiefern sich die Instruktionsverständlichkeit auf die Akzeptanz einer Intelligenztestaufgabe auswirkt. Dabei galt die Annahme, dass eine möglichst leicht verständliche Instruktion die Akzeptanz der Aufgabe verbessert. Es nahmen 121 Versuchsteilnehmer an der Studie teil. Nach der Beantwortung des Grundmoduls A des I-S-T 2000 R (Liepmann et al., 2007) wurden die Teilnehmer gebeten, den Akzeptanzfragebogen AKZEPT! -L (Kersting, 2005) auszufüllen. Die Kontrollgruppe (N = 60) erhielt die Standardinstruktionen des I-S-T 2000 R , die Experimentalgruppe (N = 61), erhielt eine verständlichere Instruktion. Anschließend wurden die erzielten Rohwerte der beiden Gruppen erfasst und mit den Ergebnissen des Akzeptanzfragebogens verglichen. Die Ergebnisse zeigten, dass die Probanden, die eine verständlichere Instruktion erhalten hatten, auch signifikant höhere Akzeptanzwerte angaben.

Abstract (Englisch)

Effects of the instruction comprehensibility on the acceptance of an intelligence test task.

This study examined if the instruction comprehensability affects on the ac-ceptance of an intelligence test task. The assumption was that a clear instruc-tion improves the acceptance of the intelligence test task. 121 participants took part in the study. After answering the basic module A of the I-S-T 2000 R   (Liepmann et al., 2007), the participants were asked to complete the accep-tance questionnaire AKZEPT! -L (Kersting, 2005). The control condition (N = 60) received the standard instructions of the I-S-T 2000 R, the experimental group (N = 61) received a clearer instruction. Subsequently, the obtained raw valuesof the two groups were detected and compared with the results of the acceptance questionnaire. The results showed that participants who had received a clear instruction also showed significantly higher acceptance levels.

Meurer, Miriam

Die Akzeptanz unterschiedlich eingekleideter Leistungsverfahren: Eine Persönlichkeitssache?

Bachelorarbeit, 12. Februar 2016

Abstract (Deutsch)

In der Personalauswahl nimmt unter anderem aufgrund von Fachkräftemangel die Bedeutung der Akzeptanz von Tests auf Seiten des Bewerbers zu. Um zu überprüfen welche Faktoren in die Bildung des Akzeptanzurteils mit einfließen, untersuchte die vorliegende Abschlussarbeit den Einfluss von Persönlichkeitsfaktoren sowie Testängstlichkeit auf das Testurteil. Eine Stichprobe von N = 85, bestehend aus Studenten und Arbeitnehmern, bearbeitete mittels einer Onlinestudie zwei Leistungsverfahren, die sich lediglich in der Einkleidung des Verfahrens (Wirtschafts- vs. Phantasiekontext) unterschieden. Hierzu wurde zu einem bestehenden Test ein zweites augenscheinvalides Verfahren entwickelt. Anschließend bewerteten die Probanden diese jeweils mit einem Akzeptanzfragebogen, der vier Subskalen der Akzeptanz differenzierte. Zudem wurde ein Persönlichkeits- sowie ein Testängstlichkeitsinventar ausgefüllt. Das Ergebnis zeigte, dass im Wirtschaftskontext eingekleideten Verfahren die Persönlichkeitsfaktoren Emotionalität und Testängstlichkeit einen negativen Einfluss auf die Subskala Messqualität hatten. Im Phantasiekontext eingekleideten Verfahren zeigte sich ein negativer Einfluss von Emotionalität auf die Subskalen Augenscheinvalidität und Messqualität, Gewissenhaftigkeit hatte einen positiven Einfluss auf die Subskala Kontrollierbarkeit. Extraversion beeinflusste die Subskala Belastungsfreiheit negativ. Es konnte gezeigt werden, dass sich Persönlichkeitsfaktoren sowie Testängstlichkeit auf das Akzeptanzurteil auswirken.

Abstract (Englisch)

The acceptance of diverse contextualized performance tests: Does personality matter?

Due to the shortage of skilled workers, the acceptance of performance tests on part of the job applicant is growing in importance. In order to verify which factors are relevant to forming an acceptance judgement, the present bachelor thesis examined the influence of personality traits as well as test anxiety on test judgements. A sample of N = 85, consisting of students and employees, took two performance tests through an online study. Both tests differed only in their contextualization (economy vs. fantasy context). On the basis of an already existing test, a second test was designed, based on face validity. The test persons rated both tests through an acceptance questionnaire, consisting of four subscales of acceptance. Additionally, a personality questionnaire as well as a test anxiety questionnaire were administered. Results indicated that the personality traits emotionality and test anxiety negatively influenced the subscale measurement quality in the economic context. For the fantasy context results indicated a negative influence of emotionality on the subscales face validity and measurement quality, conscientiousness positively influenced the subscale controllability. Extraversion negatively influenced the acceptance judgement on the subscale freedom of strain. The study provided evidence that personality traits as well as test anxiety have an impact on acceptance judgements.

Prokupek, Christina

Kognitive Leistungsmessung mit Matrizentests: Der Einfluss von Vorinformation auf Akzeptanz und Testleistung.

Bachelorarbeit, 24. Mai 2013

Abstract (Deutsch)

Als Arbeitgeber wird es zunehmend schwerer, geeignete Fachkräfte zu finden. Hat man dafür geeignete, valide Messinstrumente, so ist es von entscheidender Bedeutung, den Prozess der Auswahl so zu gestalten, dass der Auserwählte sich dann auch für die Stelle entscheidet. Dafür spielt die Akzeptanz des eingesetzten Verfahrens eine Rolle. Eine Möglichkeit diese zu erhöhen ist dem Bewerber vor der Testung Vorinformation zum Verfahren zu geben. In dieser Untersuchung bestand der Test aus den Advanced Progressive Matrices. Abgesehen vom Effekt der Vorinformation auf die Akzeptanz wurden der Einfluss auf die Testleistung, Testvalidität und ihr Zusammenhang mit Testmotivation erforscht. Dazu bearbeiteten 73 Studenten die APM, einen Akzeptanzfragebogen und verschiedene Tests zur Konstruktvalidierung. 36 von ihnen erhielten Vorinformation zu den APM. Dabei zeigten sich bezüglich der Vorinformation ein schwacher Effekt auf die Augenscheinvalidität des Tests, und ein schwacher negativer Effekt auf die Testleistung. Für die Testmotivation und die Testvalidität fanden sich keine Effekte.

Abstract (Englisch)

Testing for intelligence with Matrices Tests: Effects of pre-test information on test-taking attitudes and test performance.

Today employers face increasing difficulties in finding qualified personnel. If valid measures are used to detect those people amongst the others, it is crucial to make them take the job. One possibility, which will be examined in this study, is enhancing an applicant’s attitude towards a particular selection measure: the Advanced Progressive Matrices (APM). This was tried by giving some of the subjects, 36 of 73 students, pre-test information about the APM. The effect of pre-test information on test performance, test validity and test motivation was also explored. The results showed a small effect on face validity and surprisingly also a small negative effect on test performance. There was no effect on test validity or test motivation.

Schückler, Anna

Leistung und Akzeptanz bei einem deutschsprachigen Intelligenztest – Vergleiche zwischen Personen mit und ohne Migrationshintergrund.

Masterarbeit, 11. Januar 2017

Abstract (Deutsch)

Immer mehr der in Deutschland lebenden Personen weisen einen Migrationshintergrund auf. Diese Tatsache wird im Bereich der Intelligenzdiagnostik jedoch nicht ausreichend berücksichtigt. Etablierte deutschsprachige Intelligenzverfahren machen keine Angaben dazu, was bei einer Testung von Personen mit Migrationshintergrund berücksichtigt werden muss, oder wie mit deren Testergebnissen umzugehen ist. Studien aus dem Kinder- und Jugendbereich konnten zeigen, dass Kinder mit Migrationshintergrund schlechtere Ergebnisse in Intelligenztests erzielen als Kinder ohne Migrationshintergrund. Die vorliegende Arbeit sollte untersuchen, inwieweit auch bei Erwachsenen Unterschiede zwischen Personen mit und ohne Migrationshintergrund in einem deutschsprachigen Intelligenztest gefunden werden können. Weiterhin sollte auf den Aspekt der Akzeptanz von Intelligenztests eingegangen werden und inwieweit sich die Personengruppen diesbezüglich unterscheiden. Die Stichprobe bestand aus insgesamt 92 Lehramtsstudierenden der Justus-Liebig-Universität Gießen, wovon 29 Personen einen Migrationshintergrund aufwiesen. Der Intelligenztest wurde in Form eines Onlinetests bearbeitet. Es konnte gezeigt werden, dass auch bei (jungen) Erwachsenen signifikante Unterschiede zwischen Personen mit und ohne Migrationshintergrund gefunden werden können. Insbesondere in den verbalen Aufgabenblöcken des Tests erzielten die Personen mit Migrationshintergrund schlechtere Ergebnisse als die Personen ohne Migrationshintergrund, während in den numerischen und figuralen Aufgabenblöcken kaum Leistungsunterschiede auftraten. Als mögliche Gründe werden insbesondere die Sprachkompetenz in Deutsch und dersozioökonomische Status diskutiert. In Bezug auf die Akzeptanz zeigten sich, entgegen den Erwartungen, keinerlei Unterschiede zwischen den Personengruppen. Die Personen mit Migrationshintergrund berichteten keine höhere Belastung oder niedrigere Kontrollierbarkeit während der Testsituation und bewerteten den Intelligenztest auch nicht schlechter als die Personen ohne Migrationshintergrund.

Abstract (Englisch)

Performance and acceptance at a German intelligence test – Comparisons between people with and without a migration background.

More and more of the people living in Germany have a migration background. Unfortunately, this is not being sufficiently considered when it comes to the topic of intelligence diagnostics. Established German intelligence tests do not provide any information about what needs to be considered when testing people with a migration background or the way their test results have to be dealt with. Studies with children and adolescents have proven that children with a migration background are achieving worse results in intelligence tests than children without a migration background. The aim of the present study was to investigate whether these differences between people with and without a migration background can also be found among adults. Furthermore, the subject of the acceptance of intelligence tests should be taken up in this study and also the extent how the two groups differ with respect to this aspect. The sample comprised 92 students doing their teacher’s training certificate at the University of Gießen, 29 of them had a migration background. The intelligence test was provided as an online test. It could be proven that the significant differences between people with and without a migration background can also be found among (young) adults. Especially regarding verbal exercises people with a migration background showed worse results compared to people without a migration background. Almost no differences between these groups were noticed in the numerical and figural exercises. German language skills and socio-economic-status are being discussed as possible reasons for the differences. Concerning the acceptance of the intelligence test, surprisingly no differences between the groups were found. People with a migration background did not report higher strain or weaker controllability during the test situation and also did not evaluate the test worse than people without a migration background.

Schulze Versmar, Karoline

Auswirkungen der Transparenz eines Assessment Centers auf die Leistung sowie auf das Urteil der Bewerber über die soziale Akzeptanz des Verfahrens.

Diplomarbeit, 30. März 2007

Abstract (Deutsch)

In der Diplomarbeit wird die Auswirkungen zweier Formen der Transparenz eines Assessment Centers (AC) auf die Leistung der Bewerber einerseits sowie auf deren Urteil über die soziale Akzeptanz des Verfahrens anderseits unter realen Auswahlbedingungen untersucht. Neben der transparenten Gestaltung des AC durch die Offenlegung der in den Übungen beurteilten Kriterien, wird als zweite Form der Transparenz die Fähigkeit der Bewerber angesehen, die relevanten Anforderungen des Verfahrens richtig zu erkennen. Diese kognitive Fähigkeit wird als „ability to identify criteria“ (ATIC) bezeichnet (König, Melchers, Kleinmann, Richter & Klehe, 2006a, b). Für die Umsetzung der Studie „im Feld“ konnte ein großes Unternehmen gewonnen werden, welches jährlich zahlreiche AC-Verfahren durchführt. In der ersten Studie mit 101 Bewerbern fand eine experimentelle Manipulation der Verfahrensgestaltung statt. Die varianzanalytischen Auswertungen zeigten eine positive Auswirkung der transparenten Gestaltung auf die Wahrnehmung der Augenscheinvalidität sowie tendenziell auf das Gesamtakzeptanzurteil über das Verfahren. Darüber hinaus konnte gezeigt werden, dass die Transparenz nicht zu einer Leistungsverbesserung führt, womit ein zentraler Einwand vieler Praktiker gegen die transparente Gestaltung von Auswahlverfahren entkräftigt wird. Die soziale Akzeptanz wurde über den Akzept!-AC von Kersting (2003) erfasst. In der zweiten Studie mit weiteren 101 Bewerbern zeigten sich wider Erwarten keine substantiellen Zusammenhänge der Ausprägung der ATIC-Fähigkeit mit der Leistung der Bewerber im AC. Die varianzanalytischen Auswertungen zeigten aber, dass die Selbsteinschätzung der ATIC-Fähigkeit mit dem Akzeptanzurteil (insbesondere mit der Wahrnehmung der Kontrollierbarkeit des AC) kovariierte. Schließlich konnten in beiden Studien Einflüsse der eigenen Leistung sowie der subjektiven Einschätzung der Fakingmöglichkeit im AC auf das Akzeptanzurteil der Bewerber über das AC-Verfahren nachgewiesen werden.

Abstract (Englisch)

The objective of this thesis is to analyse the effects of two kinds of transparancy on the job applicants? performance in an assessment center as well as on the participants‘ acceptance of the method. One kind of transparency is to disclose the assessment criteria of a given assessment center exercise. However, participants also have a cognitive ability to identify the relevant criteria, which can be regarded as another kind of transparency („ability to identify criteria“, ATIC) (König, Melchers, Kleinmann, Richter & Klehe, 2006a, b). The realization of the objective took place in collaboration with the university education department of IBM Germany. Each year the department arranges an assessment center to select applicants for the university of cooperative education. In the first study with 101 applicants the design of the assessment center was experimentally manipulated. The analysis of variance showed no differences in performance ratings of observers between transparancy and intransparancy conditions. However, positive effects of the disclosure were discovered for the applicants‘ ratings of the acceptance. Particularly the job relatedness, but also the general acceptance-judgement was positively influenced. Acceptance was measured with the Akzept!-AC (Kersting, 2003a). The second study with 101 applicants showed little positive relation between the ATIC-ability and task performance. Furthermore the analysis showed that a high rating of ones own ATIC-ability leads to a positive acceptance of the assessment center, particularly to the perception of controllability. Finally, both studies proved that the applicants‘ performance and the perception of the possibility to fake influence the acceptance of the assessment center.

Simon, Naemi

Einfluss der Transparenz auf die Akzeptanz eines Leistungstests.

Masterarbeit, 1. Juli 2015

Abstract (Deutsch)

Die Akzeptanz eines Verfahrens ist insbesondere in der Personalauswahl von großer Bedeutung, da sie erwünschte Bewerberreaktionen positiv beeinflusst, wie die Annahme eines Jobangebotes und das zukünftige Arbeitsverhalten (Kersting, 1998). Bisherige Studien zeigen Transparenz als einen Faktor auf, der die Akzeptanz eines Tests durch zusätzliche Informationen verbessert. In der vorliegenden Arbeit wurden den N=302 Versuchspersonen in drei Gruppen verschieden detaillierte Erklärungen über das Auswahlverfahren vorgelegt. Während die Kontrollgruppe nur Standardinstruktionen erhielt, wurden den beiden Experimentalgruppen verschiedene Informationen zum Test und den diagnostischen Schlussfolgerungen gegeben. Im Anschluss bearbeiteten alle Teilnehmer den gleichen fiktiven Einstellungstest und beurteilten diesen mithilfe des Fragebogens Akzept!-L. Der Einfluss der Vorinformation auf die Akzeptanz wurde untersucht. Es zeigten sich keine signifikanten Unterschiede zwischen den drei Gruppen. Die Akzeptanz des Intelligenztests korrelierte signifikant mit der eigenen Leistung. Die Ergebnisse zeigen, dass die eingesetzten Erklärungen zum Auswahlverfahren nicht ausreichend waren, um die Akzeptanz zu verbessern. Weitere Schritte, um die Testsituation zukünftig positiv beeinflussen zu können, werden diskutiert.

Abstract (Englisch)

In the employee selection process, the acceptance of a test is an important topic as it positively affects desirable reactions of the candidates like the acceptance of a job offer or future work habits (Kersting, 1998). Previous studies identified transparency as one factor that enhances the acceptance of a test through additional information. In the present study the N=302 participants were randomized into three groups, which received varied detailed explanations about the selection process. While the control group read standard instructions, the two other groups got different additional information about the test and the drawn diagnostic conclusions. Afterwards all participants worked on a fictitious candidate selection test and evaluated it with the Akzept!-L questionnaire. The effect of the pre-test information on the acceptance was examined. There were no significant differences between the three groups. The acceptance of the intelligence test correlated significantly with the performance. The results demonstrate that the used explanations were not sufficient to improve the test acceptance. Further steps for a positive influence on the test situation are discussed.

Steinmayr, Ricarda

Die soziale Akzeptanz von Personalauswahlverfahren.

Untersuchung zum Berliner Intelligenzstruktur-Test der Deutschen Gesellschaft für Personalwesen (BIS-r-DGP) und den Skalen zur Service- und Kundenorientierung (SKASUK)
Diplomarbeit, 29. April 2002

Abstract (Deutsch)

Zentrale Thematik der vorliegenden Arbeit ist die Untersuchung der sozialen Akzeptanz des Berliner Intelligenz-Struktur Testes der Deutschen Gesellschaft für Personalwesen (BIS-r-DGP) (Kersting & Beauducel, 2001) und der Skalen zur Service- und Kundenorientierung (Sonnenberg, 2001). Konkret handelte es sich um die Beurteilung der beiden Aspekte Augenscheinvalidität und Kontrollierbarkeit / Messqualität der beiden Verfahren. Die soziale Akzeptanzeinschätzung durch die Untersuchungsteilnehmer lag für beide Verfahren im positiven Bereich. Die Untersuchung wurde von der DGP durchgeführt und umfasste eine Untersuchungsgruppe von N = 407 Personen. Die Untersuchungsteilnehmer bearbeiteten zuerst die beiden Personalauswahlverfahren, um auf Basis ihrer Testerfahrung die soziale Akzeptanz der Verfahren einzuschätzen. Zusätzlich zu den Akzeptanzurteilen über die beiden Verfahren wurden verschiedene Personvariablen erhoben, deren Einfluss auf die Beurteilung der beiden Testverfahren untersucht wurde. Es zeigte sich, dass die Beurteilung beider Verfahren von bestimmten Merkmalen der Untersuchungsteilnehmer beeinflusst wurde. Auf Grundlage dieser Erkenntnisse wurden Überlegungen zur Relevanz der sozialen Akzeptanz bei der Beurteilung von Testverfahren angestellt.
Des Weiteren wurde in der vorliegenden Arbeit ein Überblick zum Stand der Forschung bezüglich des Themengebietes der sozialen Akzeptanz präsentiert. Die Relevanz des Konstruktes für die Gestaltung eignungsdiagnostischer Untersuchungen konnte durch vielfältige Studien nachgewiesen werden. Ein weiterer Inhalt der Arbeit war die Analyse des in der Untersuchung genutzten Fragebogens zur Erfassung der sozialen Akzeptanz, der Akzeptanzfragebogen AKZ von Kersting (1998). Die Analyse ergab, dass es sich um ein über weite Strecken psychometrisch gutes Instrument handelt. Einzig die interne Konsistenzen der Skalen zur Kontrollierbarkeit / Messqualität waren nicht zufriedenstellend. Es werden Vorschläge zur Verbesserung des Messinstrumentes gemacht.

Diese Diplomarbeit wurde im Vdm Verlag publiziert:

Steinmayr, R. (2006). Personalauswahlverfahren. Prozess und soziale Akzeptanz aus Sicht der Bewerber. 166 Seiten. Verlag: Vdm Verlag.
59.- Euro. ISBN-10: 3865504744. ISBN-13: 978-3865504746.
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