Cyrus, Victoria

Genie oder Wahnsinn? Die dunkle Seite der Gründerpersönlichkeit: Der Einfluss der dunklen Triade auf die Performance & psychische Widerstandsfähigkeit von Entrepreneuren.

Masterarbeit, 11.04.2018

Abstract (Deutsch)

Basierend auf dem Konzept der Dunklen Triade der Persönlichkeit, untersucht die vorliegende Studie den Einfluss von subklinischem Narzissmus, Psychopathie und Machiavellismus auf die berufliche Performance und psychische Widerstandsfähigkeit (Resilienz) von Entrepreneuren. Außerdem wurde geprüft ob die psychische Widerstandsfähigkeit einen Mediator im Zusammenhang der Dunklen Triade und der beruflichen Performance darstellt. Hierzu wurden 78 Gründer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz befragt. Es nahmen Start-up Gründer, Existenzgründer und Freiberufler teil. Die berufliche Performance wurde über die Faktoren Umsatz und Gewinn des letzten Jahres, Umsatz-, Gewinn- und Mitarbeiterwachstum der letzten drei Jahre, geplantes Mitarbeiterwachstum in den nächsten drei Jahren, Innovatives Arbeitsverhalten und Karrierezufriedenheit operationalisiert. Die Ergebnisse zeigen, einen signifikant positiven Einfluss von Psychopathie (β=0,59) und einen signifikant negativen Einfluss von Machiavellismus (β=-0,39) auf das Mitarbeiterwachstum der letzten drei Jahre existiert, sowie einen signifikant negativen Einfluss von Machiavellismus auf das Gewinnwachstum der letzten drei Jahre (β=-0,37). Ansonsten konnten keine signifikanten Einflüsse herausgefunden werden. Tendenziell ist erkennbar, dass sich Narzissmus und Psychopathie eher positiv und Machiavellismus eher negativ auf die Performance-Kriterien auswirken. Weiterhin erklären die Eigenschaften der Dunklen Triade einen signifikanten Anteil der Varianz der psychischen Widerstandsfähigkeit von Gründern (R2=0,177), wobei Narzissmus einen signifikant positiven Einfluss (β=0,29) hat. Für Psychopathie und Machiavellismus konnten keine signifikanten Ergebnisse erzielt werden. Des Weiteren bildet die psychische Widerstandsfähigkeit bei Entrepreneuren einen Mediator im Zusammenhang zwischen Narzissmus beziehungsweise Psychopathie und Innovativem Arbeitsverhalten. Aufgrund der entgegengesetzten Einflussrichtungen, fungiert die psychische Widerstandsfähigkeit in beiden Fällen als Supressor-Mediator.

Abstract (Englisch)

Based on the concept of the Dark Triad of personality, the present study analyzes the influence of entrepreneur´s subclinical narcissism, psychology and machiavellianism on job performance and resilience. Furthermore it was tested if resilience represents a mediator for the relation between Dark Triad and the job performance. Data was collected from 78 entrepreneurs from Germany, Austria and Switzerland. Start-up founders, traditional self-employed persons and freelancers took part in the study. Job performance was operationalized by last year´s turnover and profit, turnover-, profit- and employee growth in the past three years, planned employee growth in the next three years, innovative work behavior and career satisfaction. The results show a significant positive influence of psychopathy (β=0,59) and a significant negative influence of machiavellianism (β=-0,39) on the past three years´ employee growth, as well as a significant negative influence of machiavellianism on turnover growth in the past three years (β=-0,37). The other dimensions didn´t show any significant results. A trend towards a positive influence from narcissism and psychopathy to job performance and a negative influence from machiavellianism to job performance was found. Also the Dark Triad dimensions explain a signifikant part of the variance of entrepreneur´s resilience (R2=0,177). Thereby narcissism has a significant positive influence (β=0,29). Psychopathy and machiavellianism didn´t show any significant results. In addition resilience acts as a mediator for the relation between narcissism or rather psychopathy and innovative work behavior. Because of the opposite influential directions, resilience represents a suppressor mediator.

Heilmann, Florian

Die Bedeutung individueller Ausprägungen der Dimensionen von Entrepreneurial Orientation bei Geschäftsführern für die Entrepreneurial Orientation auf Firmenebene.

Bachelorarbeit, 29.05.2017

Abstract (Deutsch)

In dieser Arbeit wurde die Bedeutung von persönlichen Ausprägungen in den drei Dimensionen der Entrepreneurial Orientation (EO) beim Geschäftsführer für EO auf Firmenebene untersucht. Die persönliche Entrepreneurial Orientation (PEO) wurde durch die Übersetzung der EO-Dimensionen Innovativität, Proaktivität und Risikobereitschaft auf eine persönliche Ebene operationalisiert. Es zeigte sich eine starke Korrelation zwischen EO und der persönlichen Entrepreneurial Orientation (PEO). Zwischen EO und der Fremdeinschätzung zu EO konnte ebenfalls eine starke Korrelation gefunden werden. Die Annahme, dass der Zusammenhang zwischen EO und PEO mit steigender Angestelltenzahl sinkt, konnte nicht gefunden werden. Auch eine zusätzliche Varianzaufklärung von EO auf den Unternehmenserfolgs durch die Hinzunahme des Prädiktors PEO konnte weitestgehend nicht bestätigt werden. Zur Untersuchung der Hypothesen wurden die Geschäftsführer (n=54) und jeweils ein Mitarbeiter (n=22) mit Einblick in das Management von deutschen Start-Ups und KMUs per Online Selbsteinschätzungen befragt. Aufgrund des gefunden Zusammenhangs zwischen EO und PEO sollten Persönlichkeitseigenschaften des Geschäftsführers stärkere Beachtung im EO-Konstrukt finden.

Abstract (Englisch)

In this study the importance of individual characteristics in three dimensions of Entrepreneurial Orientation (EO) of the CEO for EO on Firm level was investigated. Individual Entrepreneurial Orientation (PEO) was operationalized by the translation of the EO-dimensions innovativeness, proactivity and risk-taking behaviour to a personal level. A moderate correlation between EO and PEO was found. Between EO and an external assessment of EO a strong correlation could be shown. The assumption of a decreasing correlation between EO and PEO under increasing company size was not confirmed. Also an additional share of explained variation by EO by implementing the predictor PEO could not be confirmed. In order to check the assumptions a CEO (n=54) and one employee (n=22) with insight into management of German Start-Ups and small and medium-sized enterprises were interviewed online. According to the found correlation between EO and PEO personality traits of CEOs should get greater consideration in the EO construct.