Reeker, Marie

Sind Narzissten die glücklicheren Studenten? – Der Einfluss von Resilienz auf Narzissmus und Studienzufriedenheit

Bachelorarbeit, 28. Mai 2019

Abstract (Deutsch)

Seit Jahrzenten wird immer wieder postuliert, dass Narzissten zufriedener im Leben sind. Gilt dies auch für Studienzufriedenheit? Und wie kommt dieser Zusammenhang eigentlich zu Stande? In dieser Thesis wurde sich die Frage gestellt, ob Narzissten die glücklicheren Studierenden sind und ob dieser Zusammenhang durch Resilienz vermittelt wird. Um diese Fragestellung zu beantworten, wurden vier Hypothesen aufgestellt: H1: Je narzisstischer eine Person ist, desto zufriedener ist diese im Studium, H2: Je narzisstischer eine Person ist, desto mehr Resilienz zeigt diese, H3: Je mehr Resilienz eine Person zeigt, desto zufriedener ist diese im Studium und H4: Der Effekt von Narzissmus und Studienzufriedenheit wird durch Resilienz vermittelt. Da es sich hierbei um Studienzufriedenheit handelt, bestanden die N = 372 Teilnehmer ausschließlich aus Studierenden, die mindestens im zweiten Fachsemester ihres Studiengangs waren. Die Datenerhebung erfolgte online. Zur Überprüfung der ersten drei Hypothesen wurden Korrelationen gerechnet, während für die H4 eine Mediationsanalyse durchgeführt wurde. Der Zusammenhang von Narzissmus und Studienzufriedenheit stellt sich als signifikant negativ heraus, während die anderen beiden Zusammenhänge der H2 und H3 signifikant positiv sind. Auch die Mediationsanalyse ist signifikant. Entsprechend wurde die H1 abgelehnt, während die anderen drei Hypothesen angenommen wurden. Daraus lässt sich schlussfolgern, dass Resilienz den negativen Zusammenhang von Narzissmus und Studienzufriedenheit abschwächt und als eine Art Schutzfaktor dient.

Abstract (Englisch)

For decades there have been researchers stating that narcissists are happier in life. Does that work as well for student satisfaction? And how come that there is this connection? In this graduation paper the question was made if narcissists are the happier students and if this connection is mediated by resiliency. To answer this question, there were four hypotheses put up: H1: the more narcisstic a person is, the happier he/she is in his/her studies, H2: the more narcisstic a person is, the more resiliency is shown by him/her, H3: the more resiliency a person shows, the happier he/she is in his/her studies, H4: the connection between narcissism and student satisfaction is mediated by resiliency. Because the research was made about student satisfaction, the N = 372 participants were all students who were at least in their second semester of university. The data was collected via an online questionnaire. The verification of the first three hypotheses was made through correlation while there was made a mediation analysis to verify H4. The correlation between narcissism and student satisfaction became apparent as significantly negative while the correlations for H2 and H3 are significantly positive. The mediation analysis was put out significant as well. Therefore H1 was turned down while all other three hypotheses got accepted. Because of this we can inference that resiliency reduces the negative connection between narcissism and student satisfaction and serves as a kind of protection factor.

Roloff, Carolin

Studierende unter Strom – Zum Zusammen-hang von Studieneignung, Belastungserle-ben und Studienzufriedenheit.

Bachelorarbeit, 12. Juli 2016

Abstract (Deutsch)

Die Berücksichtigung von Belastungserleben und Zufriedenheit von Studierenden gewinnt an Hochschulen an Relevanz. In beiden Bereichen liegen negative Ent-wicklungen vor. Eine Vielzahl von Faktoren wie die Bologna-Reform, Coping und der veränderte Lebenswandel mit Beginn des Studiums werden als Erklärung her-angezogen. Diese Studie untersucht, welchen Einfluss die Studieneignung (SE) von Studierenden auf die Belastung und Studienzufriedenheit (StZ) hat. Unter SE werden kognitive (Intelligenz) und nicht-kognitive (Persönlichkeit) Facetten ver-standen. 89 Studierende aus den Fachbereichen der Wirtschafts-, Rechtswissen-schaften und Psychologie haben an dieser Studie teilgenommen. Es wurde allge-meine Intelligenz (GkKT), Stresserleben (PSS-10), StZ und die Persönlichkeitsdi-mensionen (IPIP) Neurotizismus und Gewissenhaftigkeit erhoben. Die Ergebnisse zeigen, dass SE (Intelligenz, Gewissenhaftigkeit und Neurotizismus) die Varianz der Belastung zu ca. 50 % (R² = .479) signifikant aufklärt. Alle drei Prädiktoren ha-ben signifikante Effekte auf die Belastung. Die Varianz der StZ kann teilweise von der SE aufgeklärt werden (R² = .203). Während allgemeine Intelligenz und Neuroti-zismus signifikanten Effekt auf StZ aufweisen, erzielt Gewissenhaftigkeit keinen signifikanten Effekt. Zusammenfassend bedeutet das, dass SE ein geeigneter Prä-diktor für Belastung ist, aber nur zum Teil für die StZ. Eventuell spielen hier Fakto-ren wie Erwartungen und Wünsche eher eine Rolle. Da Belastung und StZ Einfluss auf den Studienverlauf sowie die private und berufliche Zukunft der Studierenden haben, sollte sich hiermit weiter aktiv auseinandergesetzt werden.

Abstract (Englisch)

Students under pressure – the relationship between cognitive and non-cognitive aptitude, perceived stress and satisfaction with studies.

The consideration of stress and satisfaction within studies gains more relevance at university. There are generally negative developments in both areas. A multiplicity of factors like the Bologna-reformation, coping and the changing moral conduct at the beginning of the study have been used as explanations. This study examines which influence cognitive (Intelligence) and non-cognitive (Personality) aptitudes of students have on the stress and satisfaction felt during study. 89 Students from the faculties Economics, Law and Psychology participated in the study. General Intelli-gence (GkKT), perceived stress (PSS-10), general satisfaction with studies, the dimensions of Personality (IPIP), conscientiousness and neuroticism were meas-ured. The results reveal, cognitive and non-cognitive aptitude (intelligence, consci-entiousness and neuroticism) clarifies almost 50 % (R² = .479) of the variance of stress significantly. All three predictors show significant effects on stress. The vari-ance of satisfaction with studies can partly be clarified (R² = .203) by cognitive and non-cognitive aptitude. While general intelligence and neuroticism have significant effects on satisfaction, conscientiousness does not. In summary this means, cogni-tive and non-cognitive aptitude is a useful predictor for stress but is only partly use-ful for satisfaction prediction with studies. Factors like expectations, wishes and interest may have a role in the outcome. As stress and satisfaction with studies influence the course of studies as well as the private and job-related future of an individual, it would be recommended to actively look into dealing with these.

Studer, Sören

Lebenszufriedenheit und wahrgenommene soziale Unterstützung von Studierenden in Wohngemeinschaften in Abhängigkeit ihrer Persönlichkeit.

Bachelorarbeit, 20. Mai 2014

Abstract (Deutsch)

Die Qualität des Zusammenlebens von Menschen ist stark beeinflusst durch deren Persönlichkeit. Diese Untersuchung widmet sich der Betrachtung des Zusammenlebens einer bestimmten Gruppe von Menschen – den Studierenden, in einem bestimmten Umfeld – den Wohngemeinschaften. Der Fokus der Untersuchung liegt auf der Analyse der Persönlichkeit anhand des Big-Five Modells, der Lebenszufriedenheit und der sozialen Unterstützung. Diese Bereiche werden mittels des BFI-K (einer Skala zur Messung der Big-Five), des FLZ (einer Skala zur Messung der Lebenszufriedenheit) sowie des FSozU (einer Skala zur Messung der sozialen Unterstützung) erfasst. Zusätzlich werden Kriterien erhoben, welche mit den Fragebogendaten assoziiert werden sollen. An der Untersuchung nahmen N=620 Studierende teil. Der Hauptbefund der Untersuchung ist, dass Personen mit einer hohen Ausprägung in den Bereichen Extraversion, Verträglichkeit und Gewissenhaftigkeit sowie einer niedrigen Ausprägung im Bereich Neurotizismus im Zusammenleben am zufriedensten sind. Es ist anzunehmen, dass diese Ausprägungen als günstig für das Zusammenleben in Wohngemeinschaften erachtet werden können.

Abstract (Englisch)

The quality of interpersonal relationship is associated with personality. This study investigates this association in a population of students who live in flatshare settings. The investigation focuses on such aspects as personality, life satisfaction and social support. To measure these variables, the BFI-K (measures the big-five), the FLZ (measures life-satisfaction) and the FSozU (measures social support) were used. Additionally, we investigated the association of these self-report measures with distinct criteria like self reported life satisfaction. The sample consisted of N=620 Students. The main results indicate that students with high characteristics of extraversion, agreeableness & conscientiousness and low characteristics of neuroticism are more satisfied in life. The author concludes that these characteristics are favorable for students who share flats with each other.

Tüschen, Florian

Zum Zusammenhang von dunkler Triade und sozialer Integration in verschiedenen Studienfächern

Bachelorarbeit, 29. Mai 2019

Abstract (Deutsch)

Es gibt viele Vorurteile über unterschiedlichste Studienfächer, die sich auf negativ konnotierte Persönlichkeitsmerkmale beziehen. Doch über die Folgen und Verteilungen dieser Persönlichkeitsmerkmal im universitären Kontext ist noch nicht viel bekannt. Ein aktuell viel beforschtes Konstrukt negativer Persönlichkeitseigenschaften ist die Dunkle Triade (DT; Narzissmus, Machiavellismus und Psychopathie). In dieser Studie wurden die Auswirkungen der DT, auf die soziale Integration, die sich auf die Wahrscheinlichkeit des Studienabbruchs auswirkt, untersucht. Weiterhin wurde geprüft, ob es unterschiedliche Ausprägungen der DT in verschiedenen Studienfächern gibt und ob diese die Auswirkungen der DT auf die soziale Integration moderieren. Dazu füllten 410 Studierende verschiedenster Studienfächer einen Online-Fragebogen aus. Machiavellismus und subklinische Psychopathie korrelierten signifikant negativ mit qualitativen Aspekten langfristiger Beziehungen und zeigten eine Tendenz für einen negativen Zusammenhang mit oberflächlichen quantitativen Kontakten. Der Narzissmus zeigte keine negativen Folgen für die Integration im Studium. Zwischen verschiedenen Studienfächern wurden signifikante Unterschiede der DT-Ausprägung gefunden. Studierende unternehmerischer Studienfächer zeigten hypothesenkonform signifikant höhere DT-Ausprägungen als Studierende sozialer Studienfächer. Allerdings zeigte sich kein moderierender Einfluss der Studienfächer auf den Zusammenhang von DT und sozialer Integration. Diese Studie zeigt erstmals Auswirkungen der DT im universitären Kontext. Insgesamt liefert die Untersuchung Anzeichen für deutliche Unterschiede zwischen den DT-Konstrukten im interpersonellen Kontakt und somit auch in der sozialen Integration. Weitere Forschung sollte die Auswirkungen der DT unter Berücksichtigung der einzelnen Konstrukte und weiterer Faktoren wie dem Geschlecht und deren Interaktion untersuchen, um genauere Ergebnisse für die Studienberatung oder Self-Assessments treffen zu können.

Abstract (Englisch)

There are many prejudices about a wide variety of academic majors that relate to negatively connotated personality traits. However, not much is known yet about the consequences and distributions of these personality traits in the university context, as the research situation is still inadequate. A much researched construct of negative personality traits is the Dark Triad (DT; narcissism, Machiavellianism). This study examined the effects of DT on social integration, which affects the likelihood of dropping out of university. Furthermore, it was examined whether there are different forms of DT in different academic majors and whether these moderate the effects of DT on social integration. To this end, 410 students from a wide range of academic majors completed an online questionnaire. Machiavellianism and subclinical psychopathy correlated negatively with qualitative aspects of long-term relationships and showed a tendency towards a negative relationship with superficial quantitative contacts. Narcissism showed no negative consequences for social integration. Significant differences in DT expression were found between different academic majors. In line with the hypothesis, students of entrepreneurial majors showed significantly higher DT levels than students of social majors. However, there was no moderating effect of the academic majors on the relationship between DT and social integration. This study shows the effects of DT in the university context for the first time. Overall, the study provides evidence for clear differences between the DT constructs in interpersonal contact and thus also in social integration. Further research should examine the effects of DT considering the individual constructs and other factors such as gender and their interaction, in order to be able to make more precise conclusions for study guidance or subject self-assessments.

Zwiesler, Sebastian

Zum Einfluss individueller Persönlichkeitsmerkmale von Beurteilern auf die Einschätzung relevanter Anforderungen für ein erfolgreiches Studium.

Bachelorarbeit, 26. Mai 2014

Abstract (Deutsch)

Im Rahmen des Projektes Ready for Justus? entwickelt die Abteilung für psychologische Diagnostik an der Justus-Liebig-Universität Gießen ein Online-Self-Assessment (OSA) für Studieninteressierte. Dieses Tool soll die studienfachspezifische Eignung der Interessenten feststellen und an diese zurückmelden. Um die jeweils studienerfolgskritischen Anforderungen des Studiengangs zu identifizieren, ist zuvor eine Anforderungsanalyse notwendig. Ein häufig vernachlässigtes Problem stellt dabei die nur unzureichende Bestimmung der Gütekriterien Objektivität, Reliabilität und Validität für Anforderungsanalysen dar. Ziel der vorliegenden Studie ist es, zu untersuchen in wieweit die Generierung eines Anforderungsprofils für Studierende eines bestimmten Studienganges durch einen Experten von dessen Personenmerkmalen abhängig ist. Insbesondere soll der Einfluss der Expertenpersönlichkeit auf die Bewertung studienerfolgsrelevanter Merkmale untersucht werden. Dazu werden auf der einen Seite die Ausprägung der Persönlichkeitsfacetten von Studierenden erfasst; auf der anderen Seite schätzen diese Studierenden die Relevanz von Persönlichkeitsmerkmalen für ein erfolgreiches Studium ein. Die vermuteten Zusammenhänge zwischen Expertenpersönlichkeit und Anforderungspersönlichkeit konnten jedoch nur für die Persönlichkeitsfacette Verträglichkeit gefunden werden.

Abstract (Englisch)

The department for psychological diagnostics of the Justus-Liebig-University Giessen has developed an online Self-Assessment (OSA) for prospective students, as a part of the project Ready for Justus?. This tool is intended to determine the suitability of the prospective students and give them feedback about their matching with the demands of a particular course of study. To identify the criteria relevant for success in a particular course of study, a requirement analysis is first necessary. The problem of insufficient determination of objectivity, reliability and validity of the requirement analysis does not gain enough attention. The aim of the present study is to investigate to what extent the generation of a requirement profile for students of a specific course of study depends on the personal characteristics of an expert, who generates the requirement profile. In particular, the influence of an expert personality to be examined for the evaluation study performance-relevant characteristics. For this purpose, the expression of the personality facets of students are recognized, as well as students appreciating the relevance of a personality traits for a successful study. However, the assumed connections between expert’s personalities and personality requirements could only be found through the personality trait agreeableness.