Bösinghaus, Jana

Schambezogene Intervention zur Reduktion von Testangst.

Masterarbeit, 1. Juli 2015

Abstract (Deutsch)

Ein besonderes Kennzeichen von Testangst sind sorgenvolle Gedanken, welche über kognitive Interferenzprozesse zu schlechten Leistungen führen. Ein Sorgenaspekt ist da-bei die Befürchtung von Schamerlebnissen. Für die Bewältigung letzterer hat sich der Kontakt zu anderen Betroffenen als hilfreich erwiesen. In der vorliegenden kontrollierten Interventionsstudie (N = 93) wurde daher untersucht, ob das Testangsterleben im Ge-samten und das Ausmaß der Besorgtheit und Interferenz im Einzelnen bei Schülern ab-nehmen, wenn diese durch den Brief einer anderen Schülerin von deren leistungsbezo-genen Schamerlebnis erfahren. Die Kontrollbedingung beinhaltete Informationen über positive Erfahrungen anderer Schüler in einer Leistungssituation. Für die Testangstinter-vention zeigte sich keine spezifische Wirksamkeit. Im Gegenteil nahmen Testangst, Be-sorgtheit und Interferenz in beiden Versuchsgruppen bedeutsam ab. Als Ursache für den fehlenden Wirksamkeitsnachweis der Intervention werden eine mangelnde präventive Wirkung der Schambewältigungsmaßnahme und der durch den Brief nur indirekt vorhan-dene Kontakt zu einer anderen betroffenen Person diskutiert. Die vorgefundenen grup-penübergreifenden Testangstreduktionen werden auf einen Effekt der Messwiederholung an sich zurückgeführt.

Abstract (Englisch)

Worry is the component of test anxiety which causes cognitive interference and poor per-formance. One aspect of it is the fear of experiencing shame. Therefore, the objective of this study (N = 93) was to examine if an intervention supporting shame resilience would reduce test anxiety, especially worry and cognitive interference. The idea is that contact with others who are equally affected facilitates coping with shame. Therefore pupils in the treatment group read a student’s letter in which she reports on her own shame experience in an achievement test. Pupils in the control group were informed that students had no problems with the test. Against the expectations, results showed no superiority of the intervention but significant reductions of test anxiety, worry and cognitive interference in both groups. Reasons discussed for the failing intervention are that (1) shame resilience possibly cannot be supported in prevention and that (2) the letter solely creates an indirect contact. Overall reduction effects could be due to the repeated measurements itself.

Bothe, Pascale

Der Einfluss von Priming auf Leistungsemotionen.

Masterarbeit, 28. April 2016

Abstract (Deutsch)

Mit seiner Kontroll-Wert-Theorie hat Pekrun (2006) ein Modell etabliert, das die Entstehung von Emotionen in Leistungssituationen auf die Faktoren Kontrolle über und Bewertung von Ergebnis/Handlung zurückführt. Im Fokus dieser Arbeit steht der Faktor Kontrolle. Pekrun (ebd.) schlüsselt ihn in drei Komponenten auf: die Handlungs-Kontroll-, die Handlungs-Ergebnis- und die Situations-Ergebnis-Überzeugung. Die beiden erstgenannten können laut Pekrun (ebd.) als Selbst-wirksamkeit nach Bandura (1977) verstanden werden. Hansen und Wänke (2009) demonstrierten, dass Selbstwirksamkeit den Effekt von Stereotyp-Priming auf Leistung mediiert. Eine entsprechende Untersuchung zum Einfluss auf Emotionen fehlt noch. Daher sollte hier anhand eines Gruppenvergleichs (Priming- vs. Kon-trollgruppe) innerhalb einer studentischen Stichprobe (N=135) geklärt werden, ob ein Selbstwirksamkeits-Priming die Emotionen beeinflusst. Alle Teilnehmer bear-beiteten einen kognitiven Fähigkeitstest (Leistungssituation). Die Gruppen wurden hinsichtlich der spezifischen Selbstwirksamkeit und der Emotionen verglichen: Es zeigten sich keine signifikanten Unterschiede. Dementsprechend konnte auch kei-ne Mediation des Priming-Effekts auf die Emotionen durch die spezifische Selbst-wirksamkeit nachgewiesen werden.

Abstract (Englisch)

The influence of priming on achievement emotions.

The control-value theory (Pekrun, 2006) states that achievement emotions can be attributed to the factors control over and value of activity/outcome. This work focusses on control, which can be broken down into three components: action-control, action-outcome and situation-outcome expectencies. After Pekrun ( ibid.), the first ones can be seen as equivalent to the concept of self-efficacy (Bandur-a,1977). Hansen and Wänke (2009) demonstrated that self-efficacy mediates the effect of stereotype-priming on achievement. A corresponding examination con-cerning the influence on emotions is lacking. Therefore a between-group-design (priming vs. control) was conducted within a student-sample (N=135) to help ans-wer the question, if self-efficacy priming can influence the emotions. Participants completed an cognitive ability test (achievement situation). Group comparisons in self-efficacy and emotions revealed no significant differences. Consequently there was no evidence for the mediation of priming effect on emotions via self-efficacy.

Dorth, Dorena

Wenn ich meine Aufmerksamkeit doch nur kontrollieren könnte: Auswirkungen einer Selbstbestätigungsaufgabe auf die Selbstkontrolle und die Testangst Jugendlicher.

Masterarbeit, April 2016

Abstract (Deutsch)

Prüfungssituationen stellen für Testängstliche eine Bedrohung des Selbsts dar und führen zu sorgenvollen Gedanken über einen möglichen Misserfolg. Die erlebte Testangst beeinträchtigt die Aufmerksamkeitsprozesse, sodass die sorgenvollen Gedanken die Aufmerksamkeit auf sich ziehen und von der Testbearbeitung ablenken. Um dem entgegenzuwirken, bedarf es dem Einsatz von Aufmerksamkeitskontrolle, einer Form der Selbstkontrolle, welche abhängig von der momentanen Verfügbarkeit der Selbstkontrolle ist. Selbstbestätigung kann die Kapazität der verfügbaren Selbstkontrolle verbessern und auch die empfundene Bedrohung für das Selbst verringern. Mit der vorliegenden kontrollierten Interventionsstudie (N = 53) wurde daher untersucht, ob eine Selbstbestätigungsaufgabe dem testangstbedingten Aufbrauchen der Selbstkontrollressource entgegenwirken und die Testangst reduzieren kann. Es zeigte sich weder für die verfügbare Selbstkontrolle noch die erlebte Testangst eine spezifische Wirksamkeit der Intervention. Mögliche interventionsunabhängige gruppenspezifische Unterschiede, die gering ausgeprägte Testangst der Probanden, die Umsetzung der Selbstbestätigungsaufgabe sowie die mangelnde Beanspruchung der Selbstkontrollressource werden als Ursache für den fehlenden Wirksamkeitsnachweis der Intervention diskutiert.

Abstract (Englisch)

Individuals with test anxiety perceive testing situations as a threat to the self and worry about possible failure of the test. Those who experience test anxiety suffer from impaired attention processes, with the result that worries attract the attention to themselves and distract the individual from processing the testing materials. Attentional control is necessary to counteract this effect. Attentional control is a form of self-control dependent on the current availability of self-control strength. Self-affirmation can improve the capacity of the available self-control and reduce the perceived threat to the self. This controlled intervention study (N=53) was designed to test if a self-affirmation task can counteract an exhaustion of self-control and diminish test anxiety. This study showed that there was no specific intervention effect of self-affirmation and that self-affirmation did not change either the available self-control or the experienced test anxiety. There are several possible reasons why the study failed to provide proof of efficacy of self-affirmation which will be discussed including group-specific differences independent from the intervention, a low level of test anxiety of the experimental subjects, the implementation of the self-affirmation task, and the lacking stress of self-control strength.

Köhler, Christin

Der Einfluss des Stereotype Threat bei Schülerinnen auf die Leistungsangst und Testleistung bei einer numerischen Intelligenztestaufgabe.

Masterarbeit, 19. Januar 2015

Abstract (Deutsch)

Die vorliegende Studie versucht bisherige Ergebnisse der Effekte einer stereotypen Instruktion in mathematischen Testaufgaben auf die Zustands-Testangst (State-TA) und die Testleistung von Schülerinnen zu bestätigen. Des Weiteren wurden Effekte auf Leistungsorientierung und Flow-Erleben während der Testbearbeitung und die Akzeptanz der Intelligenztestaufgabe untersucht. Oberstufenschüler (N= 110) eines Gymnasiums wurden dazu im Klassenverband zufällig einer Instruktionsbedingung (stereotyp vs. nichtstereotyp) zugeteilt. In Vor- und Haupterhebung wurden die Eigenschafts-Testangst (Trait-TA) und die State-TA mit der Kurzform des für den deutschsprachigen Raum angepassten Test Anxiety Inventory (Kurzform TAI-G; Wacker, Jaunzeme & Jaksztat, 2008) erhoben. Ergebnisse bestätigten Effekte der Instruktion und der Trait-TA auf die State-TA. Zudem zeigte sich ein Geschlechtseffekt bei der Testleistung und der State-TA in der stereotypen Bedingung. Es konnte jedoch kein signifikanter Unterschied zwischen den Frauen der beiden Bedingungen aufgedeckt werden.

Abstract (Englisch)

The present study tempted to confirm recent findings about the effects of a stereotype instruction in a mathematical test on state anxiety (State-TA) and the test performance of female pupils. Further, effects on performance orientation and flow during the test and the acceptance of the intelligence test task were examined. Academic high schoolers (N= 110) were randomly assigned to an instruction condition (stereotype vs. non-stereotype) in their whole classes. In pre- and main-investigation trait anxiety (Trait-TA) and state anxiety were collected using a short version of the German adaptation of the Test Anxiety Inventory (Kurzform TAI-G; Wacker, Jaunzeme & Jaksztat, 2008). The test performance was measured by a numerical series task of an intelligence test. Results approved instruction condition and Trait-TA as main effects of State-TA. Further in the stereotype condition a gender effect was shown on test performance and State-TA. However no significant difference appeared between women of both instruction conditions.

Kummer, Kristin

Den rosa Elefanten akzeptieren – Der Effekt einer achtsamkeitsbasierten Kurzintervention auf Testangst und Intelligenztestleistung.

Masterarbeit, 2. November 2015

Abstract (Deutsch)

Testangst führt u.a. aufgrund von störenden oder ablenkenden Gedanken in Bezug auf die eigene Leistung zu schlechteren Leistungen in Prüfungssituationen (Wine, 1971). Die im Rahmen dieser Studie entwickelte Kurzintervention sollte den Zusammenhang zwischen Testangst und Leistung verringern, um das volle Leistungspotential Testängstlicher auszuschöpfen. Die Intervention bestand aus einem kurzen Strategievorschlag, störende oder ablenkende Gedanken zu akzeptieren, statt diese zu unterdrücken. Getestet wurde die Wirksamkeit der Intervention in einem randomisierten Kontrollgruppendesign an 87 Studierenden (72 w, 15 m) unterschiedlicher Fachbereiche. Die Interventionsgruppe erhielt vor der Bearbeitung eines Intelligenztests den Strategievorschlag. Die Kontrollgruppe bearbeitete nur den Test. Entgegen der Annahme fiel der Zusammenhang zwischen Testangst und Intelligenztestleistung in der Interventionsgruppe (r = -.48) deutlich höher aus als in der Kontrollgruppe   (r = -.17). Es wird angenommen, dass Schlüsselwörter im Strategievorschlag die Prüfungssituation im Sinne eines Primingeffekts erst salient machten und so zum höheren Zusammenhang führten. Die Wirksamkeit von Akzeptanz wird vor dem Hintergrund dispositioneller Faktoren diskutiert.

Abstract (Englisch)

Test anxiety leads to poor performance due to interfering and distracting thoughts concerning one‘s own performance experienced in tests (Wine, 1971). A short intervention developed for this study aimed to reduce the relationship between test anxiety and performance to exploit the full potential of test anxious persons. The intervention was a short suggestion recommending accepting interfering thoughts rather than supressing them. The effectiveness of the intervention was tested in a randomized controlled design involving 87 students (72 f, 15 m) of varying faculties. Before working on an intelligence test the intervention group read the strategy suggestion. The control group worked on the test only. Against the assumption, the relationship between test anxiety and intelligence test performance was much higher in the intervention group (r = -.48) than in the control group (r = -.17). It is assumed that key words in the strategy suggestion might have created the testing situation to be more salient to participants which lead to a higher correlation. The effectiveness of acceptance is discussed in view of dispositional traits.

Niemitz, Nelli Milena Paula

Über den Einfluss des Beispielitems auf Testangst und Leistung

Bachelorarbeit, 29. Mai 2019

Abstract (Deutsch)

Testangst ist für Betroffene ein unangenehmes Empfinden und kann sich negativ auf die Testleistung auswirken (Coy, O’Brien, Tabaczynski, Northern & Carels, 2011). Die bisherige Forschung konnte zeigen, dass durch evaluative Testinstruktionen die Testangst erhöht und infolge dessen die Testleistung verringert werden kann. Die vorliegende Arbeit schließt an die Forschung zu situativen Einflussfaktoren von Testangst an und untersucht, ob sich die Schwierigkeit der vor einem Leistungstest bearbeiteten Beispielitems auf Testangst und Leistung auswirkt. Der negative Zusammenhang von Testangst und Leistung wurde vor dem Hintergrund der kognitiven Interferenztheorie überprüft, wonach sich die empfundene Testangst mediiert über kognitive Interferenz negativ auf die Testleistung auswirkt. Die Hypothesen wurden in einem Gruppenvergleich überprüft (N =56), wobei die Proband*innen vor Bearbeitung eines Leistungstests entweder Beispielitems mit einer empirisch niedrigen oder einer empirisch hohen Itemschwierigkeit bearbeiteten. Hypothesenkonform berichteten Proband*innen in der Bedingung mit den schwierigen Beispielitems höhere Testangst, eine höhere subjektive Schwierigkeit der Beispielitems und zeigten weniger Leistung als Proband*innen, die zuvor leichte Beispielitems bearbeitet hatten. Entgegen der Erwartung berichteten Proband*innen der schwierigen Bedingung keine höhere kognitive Interferenz als Proband*innen in der leichten Bedingung. Die Mediationsanalyse zeigte, dass kognitive Interferenz den Einfluss von Testangst auf Testleistung mediiert.

Abstract (Englisch)

Test anxiety is an unpleasant experience for the affected person and can also have a negative impact on test performance (Coy, O’Brien, Tabaczynski, Northern & Carels, 2011). Research has shown that evaluative test instructions can increase test anxiety and reduce test performance. The following paper builds up on the research on situational factors influencing test anxiety and examines whether the difficulty of the items of example completed before a performance test affects test anxiety and performance. The negative relationship between test anxiety and performance was examined against the background of cognitive interference theory, according to which the perceived test anxiety mediated via cognitive interference has a negative effect on test performance. The hypotheses were tested in a group comparison (N = 56), whereby the test persons either worked on sample items with an empirically low or an empirically high item difficulty before working on a performance test. In accordance with the hypotheses, subjects with the difficult items of example reported higher test anxiety, a higher subjective difficulty of the items of example and showed less performance than subjects who had previously worked with easy items of example. Contrary to expectations, subjects with the difficult condition did not report higher cognitive interference than subjects with the easy condition. The mediation analysis showed that cognitive interference mediates the influence of test anxiety on test performance.

Schmidt, Jana

Der Einfluss von humorvollem Aufgabenmaterial in Intelligenztests auf die Akzeptanz und Testangst.

Masterarbeit, 1. Juli 2015

Abstract (Deutsch)

Psychologische Auswahlverfahren, z.B. Intelligenztests, werden seit einigen Jahren in der wirtschaftspsychologischen Fachliteratur kritisch begutachtet. Gefordert wird eine höhere Akzeptanz der Verfahren durch die Bewerber, diese führt zu mehr Motivation und Kooperation bei der Testbearbeitung. Verbesserungen der Akzeptanz von Intelligenztests sind z.B. in Bezug auf die Akzeptanz-Subskala Belastungsfreiheit möglich. Humorvolles Aufgabenmaterial könnte helfen, die Situation angenehmer und belastungsfreier zu gestalten. Die vorliegende Studie ist die erste, die den direkten Einfluss von humorvollem Aufgabenmaterial auf die Akzeptanz untersucht. Das Ziel ist es, zu untersuchen, ob humorvolles Aufgabenmaterial die Belastungsfreiheit und dadurch die Gesamt-Akzeptanz bei der Testbearbeitung erhöhen und State-Testangst reduzieren kann. Dabei wird auch die Testleistung berücksichtigt. 416 Versuchsteilnehmer bearbeiteten zwei Intelligenztests zu den Bereichen Wissen (BEFKI GC-K) und logisches Schlussfolgern (SLD). Die Hälfte der Versuchspersonen bearbeitete beide Tests mit jeweils einer zusätzlichen, humorvollen Antwortoption bei 50% der Items. Die Ergebnisse zeigen, dass humorvolles Aufgabenmaterial in Intelligenztests von Personen mit hoher State-Angst negativer wahrgenommen wurde. Unabhängig von der Trait-Testangst zeigten sich in der humorvollen Variante des Tests zum logischen Schlussfolgern eine höhere Belastungsfreiheit und eine niedrigere State-Testangst. Die Gesamt-Akzeptanz wurde durch die Manipulation nicht beeinflusst. Die Belastungsfreiheit sowie das Gesamt-Akzeptanzurteil korrelierten negativ mit den Testangst Werten (State und Trait); dies wurde nur teilweise durch das humorvolle Aufgabenmaterial beeinflusst. Nach der Kontrolle der State-Angst war kein Gruppenunterschied bei der Belastungsfreiheit zu erkennen. Bei beiden Tests gab es keinen Gruppenunterschied hinsichtlich der Testleistung. Niedrige Angstwerte gingen mit einer guten Testleistung einher. Eine gute Testleistung ging einher mit einem guten Gesamt-Akzeptanzurteil und einer guten Einschätzung der Belastungsfreiheit. Insgesamt deuten die Ergebnisse darauf hin, dass humorvolles Aufgabenmaterial State-Testangst reduzieren kann, die reduzierte Belastungsfreiheit aber auf die reduzierte State-Testangst zurück zu führen ist, und damit nur indirekt auf die Humormanipulation.

Abstract (Englisch)

The influence of humorous material in intelligence tests on acceptance and test anxiety.

Psychological diagnostics, e.g. intelligence tests, have been criticized in organizational psychology for several years. A higher acceptance of these tests by the applicants is demanded. High test-acceptance leads to more motivation and cooperation during the test. Acceptance of intelligence tests can be improved on the subscale Belastungsfreiheit (freedom of stress/strain). Humorous material could make the test-situation more comfortable and less stressful. The present study is the first to examine the direct influence of humorous material on test-acceptance. The aim of the study is to explore, if humorous material can increase Belastungsfreiheit and overall test-acceptance and reduce test-anxiety. Test-performance is considered as well. 416 participants did two intelligence tests, one on knowledge (BEFKI GC-K) and one on reasoning (SLD). Half of the participants were given both tests with an additional, humorous option for 50% of the items, respectively. Results show a more negative perception of humorous material by persons with high state-anxiety. Independent of trait-test-anxiety, there is higher Belastungsfreiheit and lower state-anxiety in the humorous form of the reasoning test. Overall test-acceptance is not influenced by the humorous material. Belastungsfreiheit and overall test-acceptance correlate negatively with test-anxiety (state and trait), this however was only for some scales dependent of humorous material. When state-anxiety is controlled for, there is no group difference regarding Belastungsfreiheit. For both tests, there was no group difference regarding test performance. Lower anxiety scores are associated with higher test performance, which is associated with higher scores for Belastungsfreiheit and overall test acceptance. All in all the results indicate that humorous material in intelligence tests can reduce state-anxiety. The increased Belastungsfreiheit however is due to the reduced state-anxiety and therefore only an indirect effect of the manipulation.

Schückler, Anna

Zur Bearbeitung numerischer Intelligenz-Aufgaben durch leistungsängstliche Schüler – Führen technische Hilfsmittel zu einer Akzeptanz- und Leistungssteigerung?

Bachelorarbeit, 22. Mai 2014

Abstract (Deutsch)

Situationen, in denen wir hinsichtlich unserer erbrachten Leistung bewertet wer-den, sind fester Bestandteil unseres Alltags. Personen, die eine erhöhte Ausprägung in der Persönlichkeitseigenschaft Leistungsängstlichkeit aufweisen, empfinden diese als für sich persönlich bedrohlich und zeigen daraufhin selbstwertbeeinträchtigende Kognitionen und Hilflosigkeitsgefühle. Die Ausprägung der Leistungsängstlichkeit steht dabei in einem negativen Zusammenhang mit der gezeigten Leistung. Grundlage der vorliegenden Arbeit war die Überlegung, ob die Verfügbarkeit eines Hilfsmittels während der Bearbeitung einer Aufgabe zu einer Leistungs- und Akzeptanzsteigerung bei hoch-leistungsängstlichen Personen führen kann. Die Untersuchung wurde an einer Schülerstichprobe der Jahrgangsstufe 10 eines Gymnasiums durchgeführt (N = 80). Das Aufgabenmaterial bestand aus der Zahlenreihen-Aufgabe eines gängigen Intelligenztests. Ein Taschenrechner diente als technisches Hilfsmittel. Es zeigte sich, dass die Verfügbarkeit eines Taschen-rechners generell zu einer Leistungssteigerung führte. Hoch-Leistungsängstliche zeigten bei Verfügbarkeit des Taschenrechners ebenfalls die Tendenz einer besseren Leistung und einer höheren Akzeptanz. Außerdem berichteten sie eine geringere Belastung während der Testsituation. Somit konnte gezeigt werden, dass die Auswirkungen der Leistungsängstlichkeit auf die Leistung in einer Testsituation, sowie deren Akzeptanz, beeinflusst werden können.

Abstract (Englisch)

Highly test anxious students solving numerical intelligence tasks – Do technological aids lead to improved acceptance and performance?

An integral part of our everyday life consists of situations, in which we are evaluated with respect to our performance. People showing an increased level of test anxiety perceive test situations as imminence for their self-esteem. Subsequently, they show debilitating cognitions and feelings of helplessness. Empirical findings indicate a negative effect of test anxiety on performance. Basis of the present study was to consider, whether high test anxious people show an improved acceptance and performance, when a technological aid is available in a test situation. The sample consisted of 80 students from a secondary collage (10th grade). The material was a number series task of a standard intelligence test and a calculator was used as a technological tool. It was found that the availability of a calculator during a test situation generally led to an increase in performance. Even high test anxious people showed a trend towards better performance and higher acceptance when a calculator was available. They also reported less stress during the test situation. Therefore it could be shown that the effect test anxiety has on acceptance and performance may be influenced by technological tools.

Tuschen, Eva

Effekte evaluativer und nicht-evaluativer Instruktion auf die Leis-tungsangst und Testleistung bei einer numerischen Intelligenztestaufgabe.

Masterarbeit, 1. Oktober 2014

Abstract (Deutsch)

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit dem Einfluss von evaluativer und nicht-evaluativer Instruktion bei unterschiedlich hoher Testängstlichkeitsdisposition auf das Prüfungsangsterleben, die Testleistung, die Akzeptanz des Leistungstests und das Flow-Erleben. Vorab fand die Erfassung von Eigenschafts-Testängstlichkeit mit der Kurzform des deutschen Test Anxiety Inventory statt. Insgesamt 115 Gymnasiasten der zehnten und elften Jahrgangsstufe wurden klassenweise randomisiert und der evaluativen oder nicht-evaluativen Instruktionsbedingung zugeordnet. Unmittelbar nach der Instruktion des WIT 2 Zahlenreihentests füllten die Schüler die State-Version der Kurzform des TAI-G aus. Im Anschluss an die Bearbeitungsphase folgten die Akzeptanz-Bewertung des Leistungstests und die Angaben zum Flow-Erleben. Es resultierte, dass eine hohe Eigenschafts-Testängstlichkeit mit einem höheren Prüfungsangsterleben, einer niedrigeren Akzeptanz des Leistungstests und einem geringeren Flow-Erleben einhergeht. Ein Einfluss der beiden Instruktionen konnte nicht gezeigt werden. Die Jungen lösten signifikant mehr Zahlenreihen als die Mädchen und zeigten unter der evaluativen Instruktion die höchste Leistung. Insgesamt waren die Schülerinnen eigenschafts- und zustands-testängstlicher, gaben eine geringere Akzeptanz an, schätzten ihre Leistung schlechter ein und erlebten weniger Flow als die männlichen Schüler.

Abstract (Englisch)

The present study analyzes the influence of evaluative and non-evaluative instruction in conjunction with a disposition for test anxiety on the perception of actual test anxiety, test performance as well as acceptance of test and flow. A pretest records trait anxiety using a short form of the German Test Anxiety Inventory. 115 pupils of tenth and eleventh grade were randomized assigned by grades to evaluative and non-evaluative condition. After instructions to complete the WIT 2 numerical series test, they completed the state version of the TAI-G. After the numerical series test, measures of test approval and flow experience were obtained. Results showed high trait anxiety is often associated with higher levels of state anxiety, lower test approval and decreased flow experience. Male students’ performance was significantly higher than the females and was best under evaluative instruction. Girls scored higher on trait and state anxiety, demonstrated lower scores for approval and flow experience.