Die Autoren des WIT-2 legen besonderen Wert auf eine objektive Durchführung, Auswertung und Interpretation. Die entsprechende Objektivität ist gegeben, wenn sich die verantwortlichen Personen an die Instruktionen in der Handanweisung sowie im Instruktionsheft halten. Dabei wurden die Materialien mit großer Sorgfalt so gestaltet, dass Fehler höchst unwahrscheinlich sind. Als ein beispielhaftes Detail ist etwa zu nennen, dass die Seiten des Einprägteils des Moduls Merkfähigkeit auf farbigem Papier gedruckt sind. Dies ermöglicht es den Testleitern, ein unbefugtes Zurückblättern zu diesen Seiten zu erkennen. In den bislang mit annähernd 42.000 Personen von über 50 Testleitern durchgeführten Untersuchungen mit WIT-2 Subtests ergaben sich keinerlei Beanstandungen der Objektivität.

Eine zentrale Rolle für die Durchführungsobjektivität spielen die Instruktionen. Hinsichtlich der Instruktionen muss unterschieden werden zwischen den Instruktionen für die getesteten Personen und den Instruktionen für die Testleitung.

Im WIT-2 sind alle Instruktionen für die getesteten Personen standardisiert. Für die meisten Subtests sind Beispielaufgaben vorgesehen. Soweit es notwendig ist, gibt es Informationen zu der Art, wie die Antwort einzutragen ist und korrigiert werden kann. Auch die Informationsbroschüre zum WIT-2 für die Testteilnehmer trägt zur Durchführungsobjektivität bei.

Hinsichtlich der Instruktionen für die Testleitung hob sich bereits der WIT-1 durch das Vorhandensein eines separaten Instruktionsheftes positiv von anderen Testverfahren ab, bei denen die für die Durchführung notwendigen Informationen (z. B. Instruktionen, Laufzeiten usw.) aus verschiedenen Seiten der Verfahrenshinweise zusammengesucht werden müssen (sofern sie überhaupt existieren). Der WIT-2 gibt umfassende wörtliche Formulierungen vor, wo andere Tests lediglich vage Zielvorgaben an die Testleitung treffen. Hervorzuheben sind darüber hinaus die beispielhaften standardisierten Reaktionen auf Nachfragen.

Auch die Voraussetzungen für die Auswertungsobjektivität sind gegeben, da der WIT-2 ein objektives Auswertungssystem vorsieht. Alle Werte, die den Antworten der Testteilnehmer zugewiesen werden, liegen fest, sobald die notwendigen Entscheidungen über die angewendete Normgruppe getroffen wurden. Abgesehen von niemals vollständig auszuschließenden, in ihrer Wahrscheinlichkeit durch die ausführliche Anweisung und sorgsame Materialgestaltung aber deutlich verminderten, Anwendungsfehlern, werden alle Auswerter bei der Berechnung der Ergebnisse zu denselben Werten gelangen. Die Auswertungsschablonen wurden so gestaltet, dass diese eindeutig auf die Antwortbogen passen. Deutliche Markierungen stellen sicher, dass die richtige Form und Version der Schablonen Verwendung findet.

Schließlich ist, sofern die Vorgaben eingehalten werden, auch die Interpretationsobjektivität gesichert. Die mit dem Test erfassten Fähigkeiten und das zugrunde liegende Intelligenzmodell werden klar beschrieben. Auch die detaillierte Charakterisierung der verfügbaren Normgruppen, die Hinweise zur Interpretation, die Methode zur anforderungsorientierten Integration von Verfahrensergebnissen sowie die Angabe von Standardmessfehlern und Konfidenzintervallen tragen zur Interpretationsobjektivität bei.