Altepeter, Elena

Der Zusammenhang von Selbstwirksamkeit und Stresserleben: Zur Bedeutung von sozialer Integration im digitalen Studieneinstieg

Bachelorarbeit, 29. Juni 2021

Studieneinsteiger:innen im ersten Studienjahr scheinen besonders gefährdet zu sein, Stress zu erleben (Heublein et al., 2017). Die Belastung durch Stress im Studieneinstieg kann zu geringerer psychischen Gesundheit, geringerer Zufriedenheit und Studienabbrüchen führen (Neugebauer, Heublein & Daniel, 2019). Die Identifikation möglicher Ressourcen zur Stressbewältigung ist notwendig, um das Stresserleben der Studieneinsteiger:innen zu redu-zieren. Diese longitudinale Online-Studie untersucht den Zusammenhang zwischen studien-eingangsbezogener Selbstwirksamkeit und Stresserleben bei Studieneinsteiger:innen in Deutschland. Die soziale Integration in die studentische Gemeinschaft wird als möglicher Mediator untersucht. Die Daten wurden anhand einer Stichprobe von = 236 Studienein-steiger:innen in Deutschland (193 Frauen, 42 Männer, 1 keine Angabe) im Alter von 17 bis 48 Jahren (= 20.91 Jahre, SD = 3.69 Jahre) während der Covid-19-Pandemie erhoben. Die Teilnehmer:innen füllten zu zwei Zeitpunkten Fragebögen aus: einmal zu Beginn des ersten Semesters (T1) und einmal am Ende des Semesters (T2). Es zeigte sich, dass das anfängliche Niveau der studieneinstiegsspezifischen Selbstwirksamkeit (T1) positiv mit der sozialen In-tegration (T2) korrelierte und dass sowohl Selbstwirksamkeit als auch soziale Integration negativ mit Stress (T2) korrelierten. Es wurde ein Mediationsmodell vorgeschlagen, in dem Selbstwirksamkeit ein Prädiktor für geringeres Stresserleben ist, mediiert durch soziale In-tegration. Alle Pfade des Mediationsmodells erreichten Signifikanz. Die Ergebnisse zeigten, dass studieneingangsspezifische Selbstwirksamkeit im digitalen Studieneinstieg ein Prädik-tor für geringeres Stresserleben und größere soziale Integration bei Studieneinsteiger:innen ist. Soziale Integration war prädiktiv für geringeres Stresserleben und mediierte den Zusam-menhang zwischen studieneingangsspezifischer Selbstwirksamkeit und dem Stresserleben von Studieneinsteiger:innen. Um das Stresserleben zu reduzieren, sollte daher die Förderung von Selbstwirksamkeit und sozialer Integration bei der Gestaltung von Studieneinstiegspro-grammen berücksichtigt werden.

First year university students are especially vulnerable to experiencing stress (Heublein et al., 2017). Exposure to stress may result in poorer mental health outcomes, decreased satisfaction and student attrition (Neugebauer et al., 2019). Identification of possible stress resources is necessary to reduce students‘ perceived stress during the study entrance phase. This longitudinal online study investigates the relationship between study entrance-related self-efficacy and perceived stress among German first-year university students. Integration into the student community is assessed as a potential mediator. Data was collected from a sample of N = 236 first-year undergraduate students in Germany (193 females, 42 males, 1 no specification) aged between 17 and 48 years (M = 20.91 years, SD = 3.69 years) during the Covid-19 pandemic. Subjects completed questionnaires on two occasions: at the beginning of the first semester (T1) and at the end of the semester (T2). Initial levels of self-efficacy (T1) correlate positively with social integration (T2) and both self-efficacy and social integration correlate negatively with stress (T2). A mediation model is proposed in which self-efficacy acts as a predictor of reduced perceived stress, mediated by social integration. The study finds evidence for the operation of all mechanisms postulated by the model. The results indicate that self-efficacy is a predictor of reduced stress and increased social integration in first-year students entering digital higher education. Social integration is a predictor of reduced stress and mediates the relationship between self-efficacy and perceived stress. Thus, to prevent stress, the promotion of self-efficacy and social integration should be considered when designing study entrance programmes.

Brunke, Jennifer

“Maximal Digital” – Der Einfluss von Digitality Concerns auf die Abbruchintention von Studierenden während des Onlinesemesters

Bachelorarbeit, 28. Juni 2021

Durch die Coronapandemie gehören Studierende aller Fachrichtungen einer stark beeinflussten Gruppe an, da innerhalb kürzester Zeit alle Präsenzveranstaltungen ausfallen und Lehrkonzepte somit auf digitale Formate umgestellt werden mussten. Dies impliziert das Erfordernis, zu erforschen, welche Auswirkungen diese massiven Veränderungen des universitären Alltags auf die Studierenden haben könnten und ob sie mit Bedenken und Sorgen bezüglich der Digitalisierung einhergehen. Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist es somit, den Zusammenhang von diesen Bedenken (Digitality Concerns) und der Abbruchintention von Studierenden zu erforschen. Ergänzend wird der Zusammenhang mit sozialer und akademischer Integration betrachtet, da diese Konstrukte nach Tintos Integrationsmodell (1975) Einfluss auf die Abbruchintention von Studierenden nehmen und während der digitalen Lehre Einbußen verzeichneten. Um diese Zusammenhänge zu überprüfen, wurde eine quantitative Forschungsmethode gewählt. So nahmen = 549 Studierende unterschiedlicher Hochschulen und Fachbereiche teil und beantworteten einen Online-Fragebogen, welcher sich aus Skalen aus dem Nationalen Bildungspanel, kurz NEPS 7 („National Education Panel Study“) sowie der Skala zu Digitality Concerns von Palmer et al. (2020) zusammensetzte. Die Hypothese, dass Digitality Concerns und die Abbruchintention von Studierenden während der Onlinelehre zusammenhängen, konnte belegt werden. Auch wurde die Mediation über soziale und akademische Integration signifikant. Die Ergebnisse machen deutlich, dass direkte Zusammenhänge zwischen den Konstrukten bestehen und Digitality Concerns tatsächlich einen negativen Einfluss haben. Weitere Forschung sollte andere Konstrukte wie Studienzufriedenheit untersuchen und könnte sich mit Moderatoren wie beispielsweise dem Geschlecht oder der digitalen Kompetenz befassen. Außerdem sollten Digitality Concerns nach Abklingen der Pandemie untersucht werden, um ihre allgemeine und pandemieunabhängige Bedeutung zu belegen.

The global corona pandemic has a strong influence on university students of all subjects since all courses were canceled and teaching methods had to be converted to digital formats with short notice. That implies the need to research what effects these massive changes in everyday university life could have on students and whether students have any concerns regarding digitalization. The primary aim of this study is to examine the correlation between digitality concerns and the student dropout intention. Additionally, social and academic integration have been considered as possible mediators since these constructs have an influence on the dropout intention, according to Tinto’s model of student retention (1975). To address this question, a quantitative research design has been chosen. = 549 students from different universities and departments took part and filled out an online questionnaire containing scales from the “NEPS 7”, (“National Education Panel Study) as well as the digitality concerns scale of Palmer et al. (2020). The hypothesized correlation between digitality concerns and the dropout intention could be verified. The mediation with social and academic integration as mediators turned out to be statistically significant as well. These results show that there are correlations between these concepts. Digitality concerns have a negative impact on the dropout intention. Further research should examine the correlation with other constructs or moderators such as gender and digital competence. Furthermore, digitality concerns should be examined in a usual digitalization context after the pandemic has subsided to demonstrate their general relevance.

Kreuzkam, Birte Johanna

Erhebung digitaler Kompetenzen in verschiedenen Berufsfeldern

Bachelorarbeit, 19. Juni 2023

Digitale Kompetenzen werden auf einem zunehmend digitalisierten und globalisierten Arbeitsmarkt immer relevanter für den beruflichen und wirtschaftlichen Erfolg von Individuen und Unternehmen. Da derzeit wenig Daten zum Ausmaß digitaler Kompetenz in verschiedenen Berufsfeldern vorliegen, wird hier versucht, weitere Erkenntnisse diesbezüglich zu gewinnen. Im Rahmen dieser Arbeit wurden digitale Kompetenzen von N = 118 Berufstätigen aus verschiedenen Berufsfeldern mithilfe eines Wissenstests und einer Selbsteinschätzungsskala erfasst. Es zeigten sich Unterschiede in der Ausprägung digitaler Kompetenz zwischen einzelnen Branchen, zwischen Geschlechtern und Bildungsniveaus, nicht aber zwischen Altersgruppen: Männer schnitten besser ab als Frauen, höher gebildete Personen erzielten bessere Ergebnisse als niedriger gebildete und die Branche Naturwissenschaft, Geografie und Informatik erzielte durchschnittlich bessere Ergebnisse als die Branche der kaufmännischen Dienstleistungen, Warenhandel, Vertrieb sowie Hotel und Tourismus. Diese Befunde stehen weitgehend im Einklang zu bestehenden Daten, liefern darüber hinaus aber einen wichtigen Beitrag zum aktuellen Forschungsstand, indem die Ausprägung digitaler Kompetenzen in verschiedenen Branchen quantifiziert werden und so einige Branchenunterschiede identifiziert werden konnten.

Since digital competence is becoming increasingly relevant for the professional and economic success of individuals and companies in a progressively digitalised and globalised labour market, it is crucial to identify possible differences on the extent of digital competence. This study aims to provide further insights into the extent of digital competence in various occupational fields regarding the limited data available on this topic. This research involved an assessment of digital competence of N = 118 professionals from different occupational fields using a knowledge test and a self-assessment scale. The findings revealed differences in digital competence between occupational fields, genders and educational levels, but not between age groups. Specifically, men achieved better results than women, higher educated individuals outperformed lower educated individuals and the sector natural sciences, geography and information technology achieved better results on average than the sector commercial services, goods trade, distribution, hotel and tourism. These findings are largely consistent with existing data. Additionally, they contribute to the current state of research by quantifying the extent of digital competences in different occupational fields and therefore identifying some disparities between them.

Krieg, Lisa-Marie

Der Einfluss von sozialer Unterstützung auf Selbstwirksamkeit und Studienerfolg von Studienanfänger*innen im Pandemiekontext

Bachelorarbeit, 29. Juni 2022

Die Corona-Pandemie hat sich deutlich auf den Bildungsweg junger Menschen nach dem Abitur im Jahr 2020 ausgewirkt (Statistisches Bundesamt, 2022). Zum digitalen
Studienbeginn warteten neue Herausforderungen bei gleichzeitig reduzierten, meist ausschließlich digitalen, sozialen Interaktionen auf die Studieneinsteiger*innen (Lörz,
Marczuk, Zimmer, Multrus & Buchholz, 2020; Marczuk, Multrus & Lörz, 2021; Lörz & Quast, 2018; Trauset al, 2020). Soziale Unterstützung bildet, mit anderen Ressourcen, die
Möglichkeit mit neuen Umweltanforderungen so umzugehen, dass Leiden verringert und Gewinne maximiert werden (Hobfoll, 2011). Die Identifikation wirksamer sozialer
Unterstützungsleistungen für Studierende im Hinblick auf Studienerfolg scheint bei weiterhin fluktuierendem Pandemiestatus relevant.
Diese longitudinale online Studie untersucht den Zusammenhang zwischen studieneinstiegsspezifischer Selbstwirksamkeitserwartung (SESW) und Studienerfolg bei
Studieneinsteiger*innen innerhalb der ersten beiden Fachsemester. Soziale Unterstützung durch die Familie, den Freundeskreis sowie unterstützender Personen außerhalb des
universitären Umfelds wird als möglicher Mediator untersucht. Ich grenze hier soziale Unterstützung von sozialer Integration ab und beziehe diese nicht in die Analyse mit ein. Die
Daten wurden anhand einer Stichprobe von N = 184 Studieneinsteiger*innen in Deutschland (Männer, Frauen, keine Angabe) im Alter von 17 bis 48 Jahren (M = 21,04 Jahre, SD = 3,92
Jahren) während der Corona-Pandemie bei Kontaktbeschränkungen erhoben. Die Probanden beantworteten zu drei Messzeitpunkten online Fragebögen: zu Beginn des ersten Semesters
(t1), Ende des ersten Semesters (t2) und zu Beginn des zweiten Semesters (t3). Die Analyse der bivariate Korrelationen zeigte, dass nur das anfängliche Niveau der SESW (t1)
signifikant mit Studienerfolg (t3) korrelierte. Im gewählten Mediationsmodell ist die studieneinstiegsspezifische Selbstwirksamkeitserwartung (SESW) ein Prädiktor für Studienerfolg und wird mediiert durch soziale Unterstützung (t2). Die Ergebnisse dieser Mediationsanalyse zeigen, dass studieneinstiegsspezifische Selbstwirksamkeitserwartung (SESW) nicht als Prädiktor für gesteigerten Studienerfolg zu dienen scheint. Soziale Unterstützung zeigte sich nicht prädiktiv für gesteigerten Studienerfolg. Auch der untersuchte mediierte Zusammenhang zwischen studieneinstiegsspezifischer Selbstwirksamkeit und höherem Studienerfolg von Studieneinsteiger*innen wurde nicht signifikant. Um den Studienerfolg von Studierenden zu fördern, sollten die Erkenntnisse zu Selbstwirksamkeitserwartung und Studienerfolg der pandemiebedingt veränderten Lebenssituation und sozialen Interaktionen miteinbezogen werden.

The corona pandemic has had a significant impact on the educational path of young people after high school in 2020 (Federal Statistical Office, 2022). At the start of the digital course,
new challenges awaited the new students with reduced, mostly exclusively digital, social interactions (Lörz, Marczuk, Zimmer, Multrus & Buchholz, 2020; Marczuk, Multrus &
Lörz, 2021; Lörz & Quast, 2018; Trauset al , 2020). Social support, along with other resources, provides the opportunity to deal with new environmental demands in a way that
reduces suffering and maximizes gains (Hobfoll, 2011). The identification of effective social support services for students with regard to academic success seems relevant given the
fluctuating pandemic status. This longitudinal online study examines the relationship between study-entry-specific selfefficacy (SESW) and academic success in first-year students within the first two semesters. Social support from family, friends and supportive people outside the university environment is examined as a possible mediator. I distinguish here social support from social
integration and do not include them in the analysis. The data was obtained from a sample of N = 184 new students in Germany (men, women, not specified) aged 17 to 48 years (mean =
21.04 years, SD = 3.92 years) during the corona pandemic raised in the event of contact restrictions. The subjects answered online questionnaires at three measurement times: at the
beginning of the first semester (t1), at the end of the first semester (t2) and at the beginning of the second semester (t3). The analysis of the bivariate correlations showed that only the
initial level of SESW (t1) correlated significantly with study success (t3). In the selected mediation model, the self-efficacy expectation specific to study entry (SESW) is a predictor
of academic success and is mediated by social support (t2). The results of this mediation analysis show that study-entry-specific self-efficacy (SESW) does not seem to serve as a
predictor for increased study success. Social support was not found to be predictive of increased study success. The mediated connection between study entry-specific self-efficacy
and higher study success of study entrants was also not significant. In order to promote the study success of students, the knowledge about the changed life situation and social
interactions caused by the pandemic should be included.

Liewers, Merlin

Il Principe – Was im Konstrukt des Machiavellismus bisher zu kurz kam.

Masterarbeit, 27. Oktober 2020

Machiavellismus als Konstrukt beschreibt eine Persönlichkeitseigenschaft, welche sich meist durch „manipulative Taktiken“, „zynisches Menschenbild“ und „abstrakte Moralvorstellungen“ definiert. Die Forschung zeigt in Hinblick auf kognitive, emotionale und soziale Fähigkeiten ein unpassendes Bild, weswegen das Ziel dieser Studie darin besteht, den Zusammenhang von Machiavellismus mit emotionalen Denkfehlern zu untersuchen. Dabei sollte gezeigt werden, dass Probanden mit höherer machiavellistischer Ausprägung im Schlussfolgern weniger durch Emotionen beeinflusst werden. Dafür sind 24 Syllogismen mit 3 verschiedenen Inhalten (neutral, emotional, machiavellistisch) kreiert worden, welche zusätzlich in Hinblick auf ihre Glaubwürdigkeit variiert worden sind, um einen „Belief Bias“ hervorzurufen. Es zeigen sich nur negative Korrelationen zwischen Machiavellismus und den Lösungsraten der jeweiligen Inhalte, was den Hypothesen widerspricht. Zusätzlich ist es nicht gelungen, einen emotionalen Belief Bias zu erzeugen, weswegen die Hauptfragestellung unbeantwortet bleibt. Als Teilergebnis zeigt Machiavellismus eine positive Korrelation mit dem Belief Bias der machiavellistischen Items. Gründe des Misslingens und Forschungsansätze für weitere Teilergebnisse werden diskutiert.
Stichworte: Machiavellismus, Syllogismen, Belief Bias, emotionale Fähigkeiten

Machiavellianism as a construct describes a personality trait, which is usually defined by „manipulative tactics“, „cynical view of man“ and „abstract moral concepts“. Research shows an inappropriate picture in terms of cognitive, emotional and social skills, so the aim of this study is to investigate the connection of Machiavellianism with emotional errors of thought. Subjects with higher Machiavellian characteristics should be less influenced by emotions. For this purpose, 24 syllogisms with 3 different contents (neutral, emotional, Machiavellian) were created, which were additionally varied in terms of their credibility to produce a „Belief Bias Effect“. Only negative correlations between Machiavellianism and the solution rates of the respective contents were created, which contradicts the hypotheses. In addition, it has not been possible to create an emotional „Belief Bias“, which is why the main question remains unanswered. As a partial result Machiavellianism shows a positive correlation with the Belief Bias of Machiavellian items. Reasons for the failure and research approaches for further partial results are discussed.
Keywords: machiavellianism, syllogisms, belief bias bffect, emotional abilities

Menges, Johanna Katharina

Digitality Concerns bei Studierenden und ihr Einfluss auf das allgemeine Stressempfinden und die Studienzufriedenheit

Bachelorarbeit, 29. Juni 2021

Seit Beginn der Coronapandemie im Frühjahr letzten Jahres hat sich der Alltag vieler Studierender grundlegend verändert. Um das Ansteckungsrisiko an den Hochschulen zu minimieren, findet das Studium seither digital statt. Auf Seiten der Studierenden geht die Digitalisierung der Hochschullehre oftmals mit Bedenken, sogenannten Digitality Concerns, einher. Dabei handelt es sich um ein noch neues, ursprünglich aus dem Arbeitskontext stammendes Konstrukt, das angesichts der aktuellen Situation auf den Hochschulkontext übertragen wurde. Die vorliegende Thesis beschäftigt sich mit den Auswirkungen von Digitality Concerns auf die Konstrukte Studienzufriedenheit und Stress, welche sowohl aus hochschulpolitischen als auch aus salutogenetischen Gründen von Bedeutung sind. Konkret wurde geprüft, inwiefern die verschiedenen Konstrukte zusammenhängen und ob das Geschlecht und die Erfahrung mit digitaler Lehre diesen Zusammenhang beeinflussen. Dazu bearbeiteten = 553 Studierende unterschiedlicher Hochschulen und Fachbereiche einen Online-Fragebogen. Hypothesenkonform zeigten sich signifikante Korrelationen zwischen Digitality Concerns, Studienzufriedenheit und Stress. Der angenommene moderierende Einfluss der Variablen Geschlecht und Erfahrung mit digitaler Lehre konnte jedoch nicht nachgewiesen werden. Die Ergebnisse dieser Studie betonen die Relevanz von Digitality Concerns für den Studienerfolg und das Wohlbefinden der Studierenden. In nachfolgenden Studien könnten weitere Moderatoren und Mediatoren des Zusammenhangs sowie potenzielle Interventionsmöglichkeiten untersucht werden.

Schlagworte: Digitality Concerns, Studienzufriedenheit, Stress

Due to the global pandemic, everyday life of university students has drastically changed. In order to minimize risk of infection, lectures and seminars were converted to digital formats. However, many students have concerns regarding digitalization of teaching methods. In literature these concerns are called digitality concerns, a new construct in the field of higher education research and personnel psychology. The present study deals with the effect of digitality concerns on students´ satisfaction and stress levels, constructs that are important for both higher education policy and salutogenetic reasons. It was examined whether these constructs are intercorrelated and, if so, whether gender and experience with digital teaching methods moderate this correlation. For this reason, a quantitative study was conducted. In total, = 553 students of different universities and subjects completed an online questionnaire. The correlations between digitality concerns and study satisfaction as well as digitality concerns and stress levels turned out to be highly significant. However, the assumed moderating effect of gender and experience with digital teaching methods could not be verified. The results of this study suggest that digitality concerns are relevant for both academic success and wellbeing of students. Future research could focus on other moderators and mediators as well as potential ways of intervention.

Keywords: digitality concerns, study satisfaction, stress levels

Müller, Lea

Erfolgreich ins Berufsleben starten – Evaluation einer Intervention zur Förderung der beruflichen Anpassung von Studierenden

Masterarbeit, 28. August 2023

Das Ende des Studiums und der Übergang in das Berufsleben stellt für Studierende eine zukunftsweisende und gleichzeitig herausfordernde Lebensphase dar (Koivisto, Vuori & Nykyri, 2007). Eine zentrale Kompetenz für einen erfolgreichen Übergang zwischen Studium und Beruf ist die Fähigkeit, sich adäquat auf laufbahnbezogene Veränderungen vorbereiten und sich daran anpassen zu können (Fu et al., 2022; Koen, Klehe & van Vianen, 2012). In der vorliegenden Studie wurde die Wirksamkeit eines Karrieretrainings für Studierende evaluiert, welches die Förderung zentraler beruflicher Anpassungsreaktionen (Umweltexploration, Selbstexploration, Karriereplanung, berufliche Selbstwirksamkeit, und Karriereentschiedenheit) zum Ziel hatte. Das Training umfasste einen halbtägigen Gruppenworkshop sowie eine Online-Portfolio-Aufgabe, die die Teilnehmenden in Vorbereitung auf den Workshop bearbeiteten. Um die Effektivität des Trainings zu evaluieren, wurde die Ausprägung der einzelnen Anpassungsreaktionen in einer Trainingsgruppe (n = 45) und einer Kontrollgruppe (n = 94) zu drei Messzeitpunkten erfasst: vor dem Training (T1), direkt im Anschluss an das Training (T2) und 3 Monate nach dem Training (T3). Während sich in der Kontrollgruppe über die Zeit keine Veränderungen der Anpassungsreaktionen zeigten, war die Teilnahme am Training mit einem langfristigen, signifikanten Anstieg der beruflichen Selbstwirksamkeit und der Karriereentschiedenheit verbunden. Die Annahme einer positiven Trainingswirkung konnte für diese beiden Variablen somit bestätigt werden. Auf die Umwelt- und Selbstexploration sowie die Karriereplanung der Teilnehmenden hatte das Training hingegen keinen Effekt. Eine zweite Hypothese, welche einen über die Umweltexploration mediierten Effekt des Trainings auf die Karriereentschiedenheit vermutete, konnte ebenso nicht bestätigt werden.

The completion of university studies and the impending transition into career life presents a
prospective yet challenging phase of a student’s life (Koivisto et al., 2007). A key competence
for a successful university to career transition is the ability to adequately prepare for and adapt
to career related changes (Fu et al., 2022; Koen et al., The present study evaluated the
effectiveness of a career training aimed a t promoting central career adaptive responses
(environmental exploration, self exploration, career planning, occupational self efficacy, and
career decidedness when provided for these students . The training involved a half day group
workshop and an online portfolio task that participants completed beforehand in preparation for
the workshop. To evaluate the effectiveness of the training, adaptive responses were measured
in a training group ( n = 45) and a control group n = 94) at three points in time : befor e the
training (T1), immediately after the training (T2) and 3 months after the training (T3). While
no change in any of the adaptive responses was shown in the control group over the given time ,
participation in the training was linked to long term, significant increase s in occupational self
efficacy and career decidedness . The supposition of a positive training effect could thus be
confirmed for these two variables. On the other hand, the training had no influence on the
participants‘ en vironmental or self exploration n or career planning responses . A second
hypothesis which suggested that environmental exploration mediates the effect of the training
on career decidedness could also not be confirmed.

Reeker, Marie

Sind Narzissten die glücklicheren Studenten? – Der Einfluss von Resilienz auf Narzissmus und Studienzufriedenheit

Bachelorarbeit, 28. Mai 2019

Seit Jahrzenten wird immer wieder postuliert, dass Narzissten zufriedener im Leben sind. Gilt dies auch für Studienzufriedenheit? Und wie kommt dieser Zusammenhang eigentlich zu Stande? In dieser Thesis wurde sich die Frage gestellt, ob Narzissten die glücklicheren Studierenden sind und ob dieser Zusammenhang durch Resilienz vermittelt wird. Um diese Fragestellung zu beantworten, wurden vier Hypothesen aufgestellt: H1: Je narzisstischer eine Person ist, desto zufriedener ist diese im Studium, H2: Je narzisstischer eine Person ist, desto mehr Resilienz zeigt diese, H3: Je mehr Resilienz eine Person zeigt, desto zufriedener ist diese im Studium und H4: Der Effekt von Narzissmus und Studienzufriedenheit wird durch Resilienz vermittelt. Da es sich hierbei um Studienzufriedenheit handelt, bestanden die N = 372 Teilnehmer ausschließlich aus Studierenden, die mindestens im zweiten Fachsemester ihres Studiengangs waren. Die Datenerhebung erfolgte online. Zur Überprüfung der ersten drei Hypothesen wurden Korrelationen gerechnet, während für die H4 eine Mediationsanalyse durchgeführt wurde. Der Zusammenhang von Narzissmus und Studienzufriedenheit stellt sich als signifikant negativ heraus, während die anderen beiden Zusammenhänge der H2 und H3 signifikant positiv sind. Auch die Mediationsanalyse ist signifikant. Entsprechend wurde die H1 abgelehnt, während die anderen drei Hypothesen angenommen wurden. Daraus lässt sich schlussfolgern, dass Resilienz den negativen Zusammenhang von Narzissmus und Studienzufriedenheit abschwächt und als eine Art Schutzfaktor dient.

For decades there have been researchers stating that narcissists are happier in life. Does that work as well for student satisfaction? And how come that there is this connection? In this graduation paper the question was made if narcissists are the happier students and if this connection is mediated by resiliency. To answer this question, there were four hypotheses put up: H1: the more narcisstic a person is, the happier he/she is in his/her studies, H2: the more narcisstic a person is, the more resiliency is shown by him/her, H3: the more resiliency a person shows, the happier he/she is in his/her studies, H4: the connection between narcissism and student satisfaction is mediated by resiliency. Because the research was made about student satisfaction, the N = 372 participants were all students who were at least in their second semester of university. The data was collected via an online questionnaire. The verification of the first three hypotheses was made through correlation while there was made a mediation analysis to verify H4. The correlation between narcissism and student satisfaction became apparent as significantly negative while the correlations for H2 and H3 are significantly positive. The mediation analysis was put out significant as well. Therefore H1 was turned down while all other three hypotheses got accepted. Because of this we can inference that resiliency reduces the negative connection between narcissism and student satisfaction and serves as a kind of protection factor.

Roloff, Carolin

Studierende unter Strom – Zum Zusammen-hang von Studieneignung, Belastungserle-ben und Studienzufriedenheit.

Bachelorarbeit, 12. Juli 2016

Die Berücksichtigung von Belastungserleben und Zufriedenheit von Studierenden gewinnt an Hochschulen an Relevanz. In beiden Bereichen liegen negative Ent-wicklungen vor. Eine Vielzahl von Faktoren wie die Bologna-Reform, Coping und der veränderte Lebenswandel mit Beginn des Studiums werden als Erklärung her-angezogen. Diese Studie untersucht, welchen Einfluss die Studieneignung (SE) von Studierenden auf die Belastung und Studienzufriedenheit (StZ) hat. Unter SE werden kognitive (Intelligenz) und nicht-kognitive (Persönlichkeit) Facetten ver-standen. 89 Studierende aus den Fachbereichen der Wirtschafts-, Rechtswissen-schaften und Psychologie haben an dieser Studie teilgenommen. Es wurde allge-meine Intelligenz (GkKT), Stresserleben (PSS-10), StZ und die Persönlichkeitsdi-mensionen (IPIP) Neurotizismus und Gewissenhaftigkeit erhoben. Die Ergebnisse zeigen, dass SE (Intelligenz, Gewissenhaftigkeit und Neurotizismus) die Varianz der Belastung zu ca. 50 % (R² = .479) signifikant aufklärt. Alle drei Prädiktoren ha-ben signifikante Effekte auf die Belastung. Die Varianz der StZ kann teilweise von der SE aufgeklärt werden (R² = .203). Während allgemeine Intelligenz und Neuroti-zismus signifikanten Effekt auf StZ aufweisen, erzielt Gewissenhaftigkeit keinen signifikanten Effekt. Zusammenfassend bedeutet das, dass SE ein geeigneter Prä-diktor für Belastung ist, aber nur zum Teil für die StZ. Eventuell spielen hier Fakto-ren wie Erwartungen und Wünsche eher eine Rolle. Da Belastung und StZ Einfluss auf den Studienverlauf sowie die private und berufliche Zukunft der Studierenden haben, sollte sich hiermit weiter aktiv auseinandergesetzt werden.

Students under pressure – the relationship between cognitive and non-cognitive aptitude, perceived stress and satisfaction with studies.

The consideration of stress and satisfaction within studies gains more relevance at university. There are generally negative developments in both areas. A multiplicity of factors like the Bologna-reformation, coping and the changing moral conduct at the beginning of the study have been used as explanations. This study examines which influence cognitive (Intelligence) and non-cognitive (Personality) aptitudes of students have on the stress and satisfaction felt during study. 89 Students from the faculties Economics, Law and Psychology participated in the study. General Intelli-gence (GkKT), perceived stress (PSS-10), general satisfaction with studies, the dimensions of Personality (IPIP), conscientiousness and neuroticism were meas-ured. The results reveal, cognitive and non-cognitive aptitude (intelligence, consci-entiousness and neuroticism) clarifies almost 50 % (R² = .479) of the variance of stress significantly. All three predictors show significant effects on stress. The vari-ance of satisfaction with studies can partly be clarified (R² = .203) by cognitive and non-cognitive aptitude. While general intelligence and neuroticism have significant effects on satisfaction, conscientiousness does not. In summary this means, cogni-tive and non-cognitive aptitude is a useful predictor for stress but is only partly use-ful for satisfaction prediction with studies. Factors like expectations, wishes and interest may have a role in the outcome. As stress and satisfaction with studies influence the course of studies as well as the private and job-related future of an individual, it would be recommended to actively look into dealing with these.

Steur, Jonas

Profile selbstregulierten Lernens in einer adaptiven online Umgebung.

Masterarbeit, 18. Januar 2021

Das Ziel dieser Arbeit ist es Lernprofile, basierend auf selbstreguliertem Lernen, zu bilden und die Unterschiede zwischen den Profilen hinsichtlich Ihres Verhaltens auf Lecturio.com, einer E-Learning Plattform für Medizinstudierende, zu untersuchen. Die Lernprofile bauen auf dem Rahmenmodell für selbstreguliertes Lernen von Pintrich (2000) , sowie einer Studie Broadbent und Fuller-Tyszkiewicz (2018) zu Lernprofilen, auf. Dabei wurde selbstreguliertes Lernen als eine kontextuelle Fähigkeit betrachtet. Es wurden Gruppenunterschiede hinsichtlich akademischer Leistung (H1), Funktionsnutzung (H2), Lernzeit (H3) und Selbstsicherheit (H4) erwartet. Diese AVs wurden aufgrund von Nutzungsdaten der online Plattform Lecturio.com gebildet. Für die Untersuchung der Lernprofile wurde eine adaptierte Version des MSLQ (Duncan et al., 1991) verwendet. Die Feldstudie legt dar, dass sich Profile selbstregulierten Lernens in Bezug auf akademische Leistung und Funktionsnutzung signifikant unterschieden. Dies zeigt, dass Lernprofile, basierend auf selbstreguliertem Lernen, ein nützliches Tool für Forschung und Praxis in einem Kontext selbstgesteuerten online Lernens sind. Es konnte allerdings auch festgestellt werden, dass dieses Feld weiterer Forschung bedarf.

The aim of this thesis is to create learning profiles based on self-regulated learning and to examine the differences between the profiles in terms of behavior on Lecturio.com, an E-learning platform for medical students. The learning profiles build on the framework model for self-regulated learning by Pintrich (2000) and a study by Broadbent and Fuller-Tyszkiewicz (2018) on learning profiles. Self-regulated learning was viewed as a contextual skill. Group differences were expected with regard to academic performance (H1), function use (H2), learning time (H3) and self-confidence (H4). These dependent variables were created on the basis of usage data from the online platform Lecturio.com. An adapted version of the MSLQ (Duncan et al., 1991) was used to research the learning profiles. The field study shows that profiles of self-regulated learning differ significantly in terms of academic performance and function use. This proofs that learning profiles based on self-regulated learning are a useful tool for research and practice in a context of self-directed online learning. However, it also became clear that this field needs further research.

Studer, Sören

Lebenszufriedenheit und wahrgenommene soziale Unterstützung von Studierenden in Wohngemeinschaften in Abhängigkeit ihrer Persönlichkeit.

Bachelorarbeit, 20. Mai 2014

Die Qualität des Zusammenlebens von Menschen ist stark beeinflusst durch deren Persönlichkeit. Diese Untersuchung widmet sich der Betrachtung des Zusammenlebens einer bestimmten Gruppe von Menschen – den Studierenden, in einem bestimmten Umfeld – den Wohngemeinschaften. Der Fokus der Untersuchung liegt auf der Analyse der Persönlichkeit anhand des Big-Five Modells, der Lebenszufriedenheit und der sozialen Unterstützung. Diese Bereiche werden mittels des BFI-K (einer Skala zur Messung der Big-Five), des FLZ (einer Skala zur Messung der Lebenszufriedenheit) sowie des FSozU (einer Skala zur Messung der sozialen Unterstützung) erfasst. Zusätzlich werden Kriterien erhoben, welche mit den Fragebogendaten assoziiert werden sollen. An der Untersuchung nahmen N=620 Studierende teil. Der Hauptbefund der Untersuchung ist, dass Personen mit einer hohen Ausprägung in den Bereichen Extraversion, Verträglichkeit und Gewissenhaftigkeit sowie einer niedrigen Ausprägung im Bereich Neurotizismus im Zusammenleben am zufriedensten sind. Es ist anzunehmen, dass diese Ausprägungen als günstig für das Zusammenleben in Wohngemeinschaften erachtet werden können.

The quality of interpersonal relationship is associated with personality. This study investigates this association in a population of students who live in flatshare settings. The investigation focuses on such aspects as personality, life satisfaction and social support. To measure these variables, the BFI-K (measures the big-five), the FLZ (measures life-satisfaction) and the FSozU (measures social support) were used. Additionally, we investigated the association of these self-report measures with distinct criteria like self reported life satisfaction. The sample consisted of N=620 Students. The main results indicate that students with high characteristics of extraversion, agreeableness & conscientiousness and low characteristics of neuroticism are more satisfied in life. The author concludes that these characteristics are favorable for students who share flats with each other.

Thelo-Schmidt, Sarah

Erfolgreicher Berufseinstieg: Replikation der Evaluation einer Intervention zur Förderung einer erfolgreichen Karriereplanung bei Studierenden

Masterarbeit, 27. Oktober 2023

Die Universität ist häufig das letzte strukturierte Bildungsumfeld, dem Studierende begegnen. Ab dem Zeitpunkt, an dem Studierende die Universität verlassen, sind sie in Bezug auf die Gestaltung ihrer eigenen beruflichen Laufbahn weitestgehend auf sich allein gestellt. Ein erfolgreicher Übergang vom Studium in das Berufsleben ist ein wichtiger Schritt im Leben von Hochschulabsolventen und stellt diese vor besondere Herausforderungen (Koivisto, Vuori & Nykyri, 2007). Mit der vorliegenden Studie wurde eine kompakte Intervention von van der Horst, Klehe, Brenninkmeijer & Coolen (2021) konzeptuell repliziert, indem sie praktikabler für den Hochschulalltag gestaltet wurde. Um die Effektivität des Trainings zu untersuchen, wurde die Entwicklung der Anpassungsreaktionen und der beruflichen Anpassungsfähigkeit in einer Trainingsgruppe (n = 45) und einer Kontrollgruppe (n = 94) vor dem Training (T1), direkt im Anschluss an das Training (T2) und 3 Monate nach dem Training (T3) untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass die Teilnahme am Training mit einer Verbesserung der Anpassungsreaktionen verbunden war. Für die berufliche Anpassungsfähigkeit der Trainingsteilnehmer konnten keine signifikanten Verbesserungen festgestellt werden. Es konnte außerdem gezeigt werden, dass der Effekt des Trainings auf die langfristige berufliche Anpassungsfähigkeit der Trainingsteilnehmer über die Anpassungsreaktionen vermittelt wird. Des Weiteren wurde festgestellt, dass sich die Anzahl der geschriebenen Bewerbungen sowie die Anzahl der Einladungen zu Vorstellungsgesprächen durch die Teilnahme am Training nicht signifikant erhöhte.

The university is often the last structured educational environment that students encounter. From the moment students leave university, they are largely on their own in terms of shaping their own careers. A successful transition from study to work is an important step in the lives of university graduates and presents them with particular challenges (Koivisto, Vuori & Nykyri, 2007). The present study conceptually replicated a compact intervention by van der Horst, Klehe, Brenninkmeijer & Coolen (2021) by making it more feasible for everyday university life. To examine the effectiveness of the training, the development of adaptive respones and career adaptability in a training group (n = 45) and a control group (n = 94) were examined before training (T1), immediately following training (T2), and 3 months after training (T3). T he results show that participation in the training was associated with an
improvement in adaptive responses. No significant improvements were found for the career
adaptability of the training participants. It was also shown that the effect of training on the
lo ng term career adaptability of the training participants was mediated by the adaptation
reactions. Furthermore, it was found that the number of job applications written as well as the
number of invitations to job interviews did not significantly increase as a result of
participation in the training.

Tüschen, Florian

Zum Zusammenhang von dunkler Triade und sozialer Integration in verschiedenen Studienfächern

Bachelorarbeit, 29. Mai 2019

Es gibt viele Vorurteile über unterschiedlichste Studienfächer, die sich auf negativ konnotierte Persönlichkeitsmerkmale beziehen. Doch über die Folgen und Verteilungen dieser Persönlichkeitsmerkmal im universitären Kontext ist noch nicht viel bekannt. Ein aktuell viel beforschtes Konstrukt negativer Persönlichkeitseigenschaften ist die Dunkle Triade (DT; Narzissmus, Machiavellismus und Psychopathie). In dieser Studie wurden die Auswirkungen der DT, auf die soziale Integration, die sich auf die Wahrscheinlichkeit des Studienabbruchs auswirkt, untersucht. Weiterhin wurde geprüft, ob es unterschiedliche Ausprägungen der DT in verschiedenen Studienfächern gibt und ob diese die Auswirkungen der DT auf die soziale Integration moderieren. Dazu füllten 410 Studierende verschiedenster Studienfächer einen Online-Fragebogen aus. Machiavellismus und subklinische Psychopathie korrelierten signifikant negativ mit qualitativen Aspekten langfristiger Beziehungen und zeigten eine Tendenz für einen negativen Zusammenhang mit oberflächlichen quantitativen Kontakten. Der Narzissmus zeigte keine negativen Folgen für die Integration im Studium. Zwischen verschiedenen Studienfächern wurden signifikante Unterschiede der DT-Ausprägung gefunden. Studierende unternehmerischer Studienfächer zeigten hypothesenkonform signifikant höhere DT-Ausprägungen als Studierende sozialer Studienfächer. Allerdings zeigte sich kein moderierender Einfluss der Studienfächer auf den Zusammenhang von DT und sozialer Integration. Diese Studie zeigt erstmals Auswirkungen der DT im universitären Kontext. Insgesamt liefert die Untersuchung Anzeichen für deutliche Unterschiede zwischen den DT-Konstrukten im interpersonellen Kontakt und somit auch in der sozialen Integration. Weitere Forschung sollte die Auswirkungen der DT unter Berücksichtigung der einzelnen Konstrukte und weiterer Faktoren wie dem Geschlecht und deren Interaktion untersuchen, um genauere Ergebnisse für die Studienberatung oder Self-Assessments treffen zu können.

There are many prejudices about a wide variety of academic majors that relate to negatively connotated personality traits. However, not much is known yet about the consequences and distributions of these personality traits in the university context, as the research situation is still inadequate. A much researched construct of negative personality traits is the Dark Triad (DT; narcissism, Machiavellianism). This study examined the effects of DT on social integration, which affects the likelihood of dropping out of university. Furthermore, it was examined whether there are different forms of DT in different academic majors and whether these moderate the effects of DT on social integration. To this end, 410 students from a wide range of academic majors completed an online questionnaire. Machiavellianism and subclinical psychopathy correlated negatively with qualitative aspects of long-term relationships and showed a tendency towards a negative relationship with superficial quantitative contacts. Narcissism showed no negative consequences for social integration. Significant differences in DT expression were found between different academic majors. In line with the hypothesis, students of entrepreneurial majors showed significantly higher DT levels than students of social majors. However, there was no moderating effect of the academic majors on the relationship between DT and social integration. This study shows the effects of DT in the university context for the first time. Overall, the study provides evidence for clear differences between the DT constructs in interpersonal contact and thus also in social integration. Further research should examine the effects of DT considering the individual constructs and other factors such as gender and their interaction, in order to be able to make more precise conclusions for study guidance or subject self-assessments.

Wiesenhütter, Ellen Julia

Studienerfolg in der Psychologie: Welche Vorhersagekraft haben die fluide und kristalline Intelligenz sowie die Gewissenhaftigkeit über die Abiturnote hinaus?

Bachelorarbeit, 21. Juni 2022

Bisher ist die Abiturnote oft die einzige Zulassungsbeschränkung für den B.Sc. Psychologie an staatlichen deutschen Hochschulen. Eine rechtliche Vorgabe zur Verwendung weiterer Prädiktoren ist in der Psychologie jedoch, ebenso wie bereits in der Medizin, bald zu erwarten (vgl. Medizin, 1 BvL 3/14, Rn1-253). Die vorliegende Studie beschäftigt sich daher mit der empirischen Erforschung der besten Prädiktoren für das Kriterium Studienerfolg. Die Fragestellung lautet, welche Vorhersagekraft die fluide und kristalline Intelligenz sowie die Gewissenhaftigkeit über die Abiturnote hinaus aufweisen. Um dies für die Praxis umsetzbar zu gestalten, werden zudem Akzeptanzurteile für Leistungs- und Persönlichkeitstests herangezogen. Die Hypothesen besagen, dass die Abiturnote ein signifikanter Prädiktor für die Vorhersage des Kriteriums Studienerfolg im Psychologiestudium ist und die einzelnen Prädiktoren, fluide und kristalline Intelligenz sowie Gewissenhaftigkeit, als auch alle möglichen Kombinationen zwischen ihnen, über den Prädiktor Abiturnote hinaus signifikant Varianz im Kriterium Studienerfolg aufklären. Im Rahmen dieser Studie wurden dazu N = 1 325 studentische Probanden (637 Frauen, 278 Männer, 410 keine Angabe) im durchschnittlichen Alter von 21-22 Jahren mit dem Intelligenzstrukturtest (IST-Screening), dem Mehrfachwortschatztest (MWT-B) und dem Big Five Inventory (BFI-K) untersucht. Darüber hinaus wurde die Akzeptanz gegenüber diesen Verfahren mit Hilfe des Akzept!-L- bzw. Akzept!-P-Fragebogens erfasst. Es zeigte sich, dass alle Prädiktoren mit dem Studienerfolg korrelierten. Die multiplen linearen Regressionen deuteten darauf hin, dass die Kombination aus Abiturnote, fluider und kristalliner Intelligenz (N = 174) mit einer Varianzaufklärung von 29% als die vielversprechendste Prädiktorkombination für die Vorhersage des Kriteriums Studienerfolg gilt. Durch eine mögliche Selektivität der Stichprobe konnte die Bedeutung der Gewissenhaftigkeit nicht vollständig beurteilt werden. Die Akzeptanz gegenüber den verwendeten Verfahren wies auf gute bis befriedigende Ergebnisse hin. Die Erkenntnisse der vorliegenden Studie könnten die Auswahl der Kriterien für die Zulassung in den B.Sc. Psychologie beeinflussen und somit einen Beitrag zur aktuellen Debatte um Zulassungsbeschränkungen leisten.

Currently, the high school grade point average (GPA) is often the only admission requirement for the B.Sc. Psychology at German state universities. However, a legal requirement to use additional predictors is expected soon in psychology, as already done in medicine (cf. Medicine, 1 BvL 3/14, Rn1-253). The present study therefore concerns the empirical exploration of the best predictors in the criterion study success. The research question is what predictive power fluid and crystallized intelligence, as well as conscientiousness have beyond the high school GPA. To make this feasible for practice, decisions on acceptance towards the procedures will use achievement and personality tests. The hypotheses are that the high school GPA is a significant predictor in the criterion academic success in psychology studies and that the individual predictors, fluid and crystallized intelligence as well as conscientiousness, and all possible combinations, significantly explain variance in the criterion of academic success. In this study, N = 1 325 student subjects (637 females, 278 males, 410 no information) with an average age of 21-22 years were examined with the Intelligenzstrukturtest (IST-Screening), the Mehrfachwortschatztest (MWT-B), and the Big Five Inventory (BFI-K). In addition, acceptance towards these procedures was assessed using the Accept!-L and Accept!-P questionnaires. All predictors were found to correlate with study success. Multiple linear regressions indicated that the combination of high school GPA, fluid and crystallized intelligence (N = 174) was considered the most promising combination for predicting study success with a variance resolution of 29%. Due to a possible selectivity bias in the sample, the significance of conscientiousness could not be fully assessed. Acceptance towards the procedures indicated good to satisfactory results. The findings of the present study could influence the selection of criteria for admission to the B.Sc. Psychology and thus contribute to the current debate on admission restrictions.

Zinn, Isabel Petra

Bildungsbiografien und psychische Gesundheit: Ein Vergleich zwischen Studienabbrecher*innen, Absolvent*innen und Personen ohne Hochschulerfahrung

Masterarbeit, 27. Oktober 2023

Diese Studie beschäftigte sich mit den Folgen eines Studienabbruchs auf das psychische Wohlbefinden. Es wurde untersucht, ob sich die Studienabbrecher*innen auf verschiedenen Indikatoren für die psychische Gesundheit von Studienabsolvent*innen und Personen ohne Hochschulerfahrung unterscheiden. Die Datenanalyse erfolgte mit den Daten von 66 Studienabbrecher*innen, 225 Studienabsolvent*innen und 109 Personen ohne Hochschulerfahrung (N = 400). Die Lebenszufriedenheit der Studienabbrecher*innen unterschied sich nicht signifikant von der von Studienabsolvent*innen, dafür ist sie aber signifikant geringer als die der Personen ohne Hochschulerfahrung ausgefallen. Hinsichtlich des Selbstwertgefühls gab es keine signifikanten Unterschiede zwischen den Gruppen. Des Weiteren zeigte sich, dass die Studienabbrecher*innen eine signifikant geringere wahrgenommene Stressbelastung haben als die Studienabsolvent*innen. Die Stressbelastung zwischen den Abbrechen und den Personen ohne Hochschulerfahrung unterschied sich nicht signifikant voneinander. Ebenfalls unterschieden sich die wahrgenommenen depressiven Affekte innerhalb der Gruppen nicht signifikant voneinander. In einer Anschlussanalyse zeigten sich die signifikanten Unterschiede auf den Variablen Lebenszufriedenheit und Stress unter Einbezug der Kontrollvariablen Geschlecht, Familienstand und Bildungsniveau nicht mehr. Außerdem wurde herausgefunden, dass die wahrgenommene soziale Unterstützung in einem negativen Zusammenhang mit den depressiven Affekten der Studienabbrecher*innen steht, und demnach eine stärker wahrgenommene soziale Unterstützung bei Studienabbrecher*innen mit weniger depressiven Affekten einhergeht. Die Studienergebnisse werden vor dem Hintergrund der theoretischen Annahmen und der bisherigen Forschung diskutiert. Ein Ausblick bzw. Implikationen für die zukünftige Forschung werden ebenfalls gegeben.

This study addressed the consequences of dropping out of university on the mental well-being. It examined whether dropouts differed on various mental health indicators from graduates and individuals with no university experience. Data analysis was conducted using data from 66 dropouts, 225 graduates, and 109 individuals with no university experience (N = 400). Life satisfaction of dropouts did not differ significantly from that of graduates, but it turned out to be significantly lower than that of persons without university experience. There were no significant differences between the groups regarding self-esteem. Furthermore, the dropouts were found to have significantly lower perceived stress levels than the graduates. There were no significant differences in stress levels between dropouts and those without university experience. Likewise, perceived depressive affect did not differ significantly within the groups. In a follow-up analysis, it was found that the significant differences on the life satisfaction and stress variable were no longer evident when the control variables of gender, marital status, and education level were included. In addition, perceived social support was found to be negatively related to dropouts‘ depressive affect, and accordingly, greater perceived social support among dropouts was associated with less depressive affect. Study results are discussed considering the theoretical assumptions and previous research. An outlook and implications for future research are also given.

Zwiesler, Sebastian

Zum Einfluss individueller Persönlichkeitsmerkmale von Beurteilern auf die Einschätzung relevanter Anforderungen für ein erfolgreiches Studium.

Bachelorarbeit, 26. Mai 2014

Im Rahmen des Projektes Ready for Justus? entwickelt die Abteilung für psychologische Diagnostik an der Justus-Liebig-Universität Gießen ein Online-Self-Assessment (OSA) für Studieninteressierte. Dieses Tool soll die studienfachspezifische Eignung der Interessenten feststellen und an diese zurückmelden. Um die jeweils studienerfolgskritischen Anforderungen des Studiengangs zu identifizieren, ist zuvor eine Anforderungsanalyse notwendig. Ein häufig vernachlässigtes Problem stellt dabei die nur unzureichende Bestimmung der Gütekriterien Objektivität, Reliabilität und Validität für Anforderungsanalysen dar. Ziel der vorliegenden Studie ist es, zu untersuchen in wieweit die Generierung eines Anforderungsprofils für Studierende eines bestimmten Studienganges durch einen Experten von dessen Personenmerkmalen abhängig ist. Insbesondere soll der Einfluss der Expertenpersönlichkeit auf die Bewertung studienerfolgsrelevanter Merkmale untersucht werden. Dazu werden auf der einen Seite die Ausprägung der Persönlichkeitsfacetten von Studierenden erfasst; auf der anderen Seite schätzen diese Studierenden die Relevanz von Persönlichkeitsmerkmalen für ein erfolgreiches Studium ein. Die vermuteten Zusammenhänge zwischen Expertenpersönlichkeit und Anforderungspersönlichkeit konnten jedoch nur für die Persönlichkeitsfacette Verträglichkeit gefunden werden.

The department for psychological diagnostics of the Justus-Liebig-University Giessen has developed an online Self-Assessment (OSA) for prospective students, as a part of the project Ready for Justus?. This tool is intended to determine the suitability of the prospective students and give them feedback about their matching with the demands of a particular course of study. To identify the criteria relevant for success in a particular course of study, a requirement analysis is first necessary. The problem of insufficient determination of objectivity, reliability and validity of the requirement analysis does not gain enough attention. The aim of the present study is to investigate to what extent the generation of a requirement profile for students of a specific course of study depends on the personal characteristics of an expert, who generates the requirement profile. In particular, the influence of an expert personality to be examined for the evaluation study performance-relevant characteristics. For this purpose, the expression of the personality facets of students are recognized, as well as students appreciating the relevance of a personality traits for a successful study. However, the assumed connections between expert’s personalities and personality requirements could only be found through the personality trait agreeableness.