Altepeter, Elena

Der Zusammenhang von Selbstwirksamkeit und Stresserleben: Zur Bedeutung von sozialer Integration im digitalen Studieneinstieg

Bachelorarbeit, 29. Juni 2021

Abstract (Deutsch)

Studieneinsteiger:innen im ersten Studienjahr scheinen besonders gefährdet zu sein, Stress zu erleben (Heublein et al., 2017). Die Belastung durch Stress im Studieneinstieg kann zu geringerer psychischen Gesundheit, geringerer Zufriedenheit und Studienabbrüchen führen (Neugebauer, Heublein & Daniel, 2019). Die Identifikation möglicher Ressourcen zur Stressbewältigung ist notwendig, um das Stresserleben der Studieneinsteiger:innen zu redu-zieren. Diese longitudinale Online-Studie untersucht den Zusammenhang zwischen studien-eingangsbezogener Selbstwirksamkeit und Stresserleben bei Studieneinsteiger:innen in Deutschland. Die soziale Integration in die studentische Gemeinschaft wird als möglicher Mediator untersucht. Die Daten wurden anhand einer Stichprobe von = 236 Studienein-steiger:innen in Deutschland (193 Frauen, 42 Männer, 1 keine Angabe) im Alter von 17 bis 48 Jahren (= 20.91 Jahre, SD = 3.69 Jahre) während der Covid-19-Pandemie erhoben. Die Teilnehmer:innen füllten zu zwei Zeitpunkten Fragebögen aus: einmal zu Beginn des ersten Semesters (T1) und einmal am Ende des Semesters (T2). Es zeigte sich, dass das anfängliche Niveau der studieneinstiegsspezifischen Selbstwirksamkeit (T1) positiv mit der sozialen In-tegration (T2) korrelierte und dass sowohl Selbstwirksamkeit als auch soziale Integration negativ mit Stress (T2) korrelierten. Es wurde ein Mediationsmodell vorgeschlagen, in dem Selbstwirksamkeit ein Prädiktor für geringeres Stresserleben ist, mediiert durch soziale In-tegration. Alle Pfade des Mediationsmodells erreichten Signifikanz. Die Ergebnisse zeigten, dass studieneingangsspezifische Selbstwirksamkeit im digitalen Studieneinstieg ein Prädik-tor für geringeres Stresserleben und größere soziale Integration bei Studieneinsteiger:innen ist. Soziale Integration war prädiktiv für geringeres Stresserleben und mediierte den Zusam-menhang zwischen studieneingangsspezifischer Selbstwirksamkeit und dem Stresserleben von Studieneinsteiger:innen. Um das Stresserleben zu reduzieren, sollte daher die Förderung von Selbstwirksamkeit und sozialer Integration bei der Gestaltung von Studieneinstiegspro-grammen berücksichtigt werden.

Abstract (Englisch)

First year university students are especially vulnerable to experiencing stress (Heublein et al., 2017). Exposure to stress may result in poorer mental health outcomes, decreased satisfaction and student attrition (Neugebauer et al., 2019). Identification of possible stress resources is necessary to reduce students‘ perceived stress during the study entrance phase. This longitudinal online study investigates the relationship between study entrance-related self-efficacy and perceived stress among German first-year university students. Integration into the student community is assessed as a potential mediator. Data was collected from a sample of N = 236 first-year undergraduate students in Germany (193 females, 42 males, 1 no specification) aged between 17 and 48 years (M = 20.91 years, SD = 3.69 years) during the Covid-19 pandemic. Subjects completed questionnaires on two occasions: at the beginning of the first semester (T1) and at the end of the semester (T2). Initial levels of self-efficacy (T1) correlate positively with social integration (T2) and both self-efficacy and social integration correlate negatively with stress (T2). A mediation model is proposed in which self-efficacy acts as a predictor of reduced perceived stress, mediated by social integration. The study finds evidence for the operation of all mechanisms postulated by the model. The results indicate that self-efficacy is a predictor of reduced stress and increased social integration in first-year students entering digital higher education. Social integration is a predictor of reduced stress and mediates the relationship between self-efficacy and perceived stress. Thus, to prevent stress, the promotion of self-efficacy and social integration should be considered when designing study entrance programmes.

Brunke, Jennifer

“Maximal Digital” – Der Einfluss von Digitality Concerns auf die Abbruchintention von Studierenden während des Onlinesemesters

Bachelorarbeit, 28. Juni 2021

Abstract (Deutsch)

Durch die Coronapandemie gehören Studierende aller Fachrichtungen einer stark beeinflussten Gruppe an, da innerhalb kürzester Zeit alle Präsenzveranstaltungen ausfallen und Lehrkonzepte somit auf digitale Formate umgestellt werden mussten. Dies impliziert das Erfordernis, zu erforschen, welche Auswirkungen diese massiven Veränderungen des universitären Alltags auf die Studierenden haben könnten und ob sie mit Bedenken und Sorgen bezüglich der Digitalisierung einhergehen. Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist es somit, den Zusammenhang von diesen Bedenken (Digitality Concerns) und der Abbruchintention von Studierenden zu erforschen. Ergänzend wird der Zusammenhang mit sozialer und akademischer Integration betrachtet, da diese Konstrukte nach Tintos Integrationsmodell (1975) Einfluss auf die Abbruchintention von Studierenden nehmen und während der digitalen Lehre Einbußen verzeichneten. Um diese Zusammenhänge zu überprüfen, wurde eine quantitative Forschungsmethode gewählt. So nahmen = 549 Studierende unterschiedlicher Hochschulen und Fachbereiche teil und beantworteten einen Online-Fragebogen, welcher sich aus Skalen aus dem Nationalen Bildungspanel, kurz NEPS 7 („National Education Panel Study“) sowie der Skala zu Digitality Concerns von Palmer et al. (2020) zusammensetzte. Die Hypothese, dass Digitality Concerns und die Abbruchintention von Studierenden während der Onlinelehre zusammenhängen, konnte belegt werden. Auch wurde die Mediation über soziale und akademische Integration signifikant. Die Ergebnisse machen deutlich, dass direkte Zusammenhänge zwischen den Konstrukten bestehen und Digitality Concerns tatsächlich einen negativen Einfluss haben. Weitere Forschung sollte andere Konstrukte wie Studienzufriedenheit untersuchen und könnte sich mit Moderatoren wie beispielsweise dem Geschlecht oder der digitalen Kompetenz befassen. Außerdem sollten Digitality Concerns nach Abklingen der Pandemie untersucht werden, um ihre allgemeine und pandemieunabhängige Bedeutung zu belegen.

Abstract (Englisch)

The global corona pandemic has a strong influence on university students of all subjects since all courses were canceled and teaching methods had to be converted to digital formats with short notice. That implies the need to research what effects these massive changes in everyday university life could have on students and whether students have any concerns regarding digitalization. The primary aim of this study is to examine the correlation between digitality concerns and the student dropout intention. Additionally, social and academic integration have been considered as possible mediators since these constructs have an influence on the dropout intention, according to Tinto’s model of student retention (1975). To address this question, a quantitative research design has been chosen. = 549 students from different universities and departments took part and filled out an online questionnaire containing scales from the “NEPS 7”, (“National Education Panel Study) as well as the digitality concerns scale of Palmer et al. (2020). The hypothesized correlation between digitality concerns and the dropout intention could be verified. The mediation with social and academic integration as mediators turned out to be statistically significant as well. These results show that there are correlations between these concepts. Digitality concerns have a negative impact on the dropout intention. Further research should examine the correlation with other constructs or moderators such as gender and digital competence. Furthermore, digitality concerns should be examined in a usual digitalization context after the pandemic has subsided to demonstrate their general relevance.

Liewers, Merlin

Il Principe – Was im Konstrukt des Machiavellismus bisher zu kurz kam.

Masterarbeit, 27. Oktober 2020

Abstract (Deutsch)

Machiavellismus als Konstrukt beschreibt eine Persönlichkeitseigenschaft, welche sich meist durch „manipulative Taktiken“, „zynisches Menschenbild“ und „abstrakte Moralvorstellungen“ definiert. Die Forschung zeigt in Hinblick auf kognitive, emotionale und soziale Fähigkeiten ein unpassendes Bild, weswegen das Ziel dieser Studie darin besteht, den Zusammenhang von Machiavellismus mit emotionalen Denkfehlern zu untersuchen. Dabei sollte gezeigt werden, dass Probanden mit höherer machiavellistischer Ausprägung im Schlussfolgern weniger durch Emotionen beeinflusst werden. Dafür sind 24 Syllogismen mit 3 verschiedenen Inhalten (neutral, emotional, machiavellistisch) kreiert worden, welche zusätzlich in Hinblick auf ihre Glaubwürdigkeit variiert worden sind, um einen „Belief Bias“ hervorzurufen. Es zeigen sich nur negative Korrelationen zwischen Machiavellismus und den Lösungsraten der jeweiligen Inhalte, was den Hypothesen widerspricht. Zusätzlich ist es nicht gelungen, einen emotionalen Belief Bias zu erzeugen, weswegen die Hauptfragestellung unbeantwortet bleibt. Als Teilergebnis zeigt Machiavellismus eine positive Korrelation mit dem Belief Bias der machiavellistischen Items. Gründe des Misslingens und Forschungsansätze für weitere Teilergebnisse werden diskutiert.
Stichworte: Machiavellismus, Syllogismen, Belief Bias, emotionale Fähigkeiten

Abstract (Englisch)

Machiavellianism as a construct describes a personality trait, which is usually defined by „manipulative tactics“, „cynical view of man“ and „abstract moral concepts“. Research shows an inappropriate picture in terms of cognitive, emotional and social skills, so the aim of this study is to investigate the connection of Machiavellianism with emotional errors of thought. Subjects with higher Machiavellian characteristics should be less influenced by emotions. For this purpose, 24 syllogisms with 3 different contents (neutral, emotional, Machiavellian) were created, which were additionally varied in terms of their credibility to produce a „Belief Bias Effect“. Only negative correlations between Machiavellianism and the solution rates of the respective contents were created, which contradicts the hypotheses. In addition, it has not been possible to create an emotional „Belief Bias“, which is why the main question remains unanswered. As a partial result Machiavellianism shows a positive correlation with the Belief Bias of Machiavellian items. Reasons for the failure and research approaches for further partial results are discussed.
Keywords: machiavellianism, syllogisms, belief bias bffect, emotional abilities

Menges, Johanna Katharina

Digitality Concerns bei Studierenden und ihr Einfluss auf das allgemeine Stressempfinden und die Studienzufriedenheit

Bachelorarbeit, 29. Juni 2021

Abstract (Deutsch)

Seit Beginn der Coronapandemie im Frühjahr letzten Jahres hat sich der Alltag vieler Studierender grundlegend verändert. Um das Ansteckungsrisiko an den Hochschulen zu minimieren, findet das Studium seither digital statt. Auf Seiten der Studierenden geht die Digitalisierung der Hochschullehre oftmals mit Bedenken, sogenannten Digitality Concerns, einher. Dabei handelt es sich um ein noch neues, ursprünglich aus dem Arbeitskontext stammendes Konstrukt, das angesichts der aktuellen Situation auf den Hochschulkontext übertragen wurde. Die vorliegende Thesis beschäftigt sich mit den Auswirkungen von Digitality Concerns auf die Konstrukte Studienzufriedenheit und Stress, welche sowohl aus hochschulpolitischen als auch aus salutogenetischen Gründen von Bedeutung sind. Konkret wurde geprüft, inwiefern die verschiedenen Konstrukte zusammenhängen und ob das Geschlecht und die Erfahrung mit digitaler Lehre diesen Zusammenhang beeinflussen. Dazu bearbeiteten = 553 Studierende unterschiedlicher Hochschulen und Fachbereiche einen Online-Fragebogen. Hypothesenkonform zeigten sich signifikante Korrelationen zwischen Digitality Concerns, Studienzufriedenheit und Stress. Der angenommene moderierende Einfluss der Variablen Geschlecht und Erfahrung mit digitaler Lehre konnte jedoch nicht nachgewiesen werden. Die Ergebnisse dieser Studie betonen die Relevanz von Digitality Concerns für den Studienerfolg und das Wohlbefinden der Studierenden. In nachfolgenden Studien könnten weitere Moderatoren und Mediatoren des Zusammenhangs sowie potenzielle Interventionsmöglichkeiten untersucht werden.

Schlagworte: Digitality Concerns, Studienzufriedenheit, Stress

Abstract (Englisch)

Due to the global pandemic, everyday life of university students has drastically changed. In order to minimize risk of infection, lectures and seminars were converted to digital formats. However, many students have concerns regarding digitalization of teaching methods. In literature these concerns are called digitality concerns, a new construct in the field of higher education research and personnel psychology. The present study deals with the effect of digitality concerns on students´ satisfaction and stress levels, constructs that are important for both higher education policy and salutogenetic reasons. It was examined whether these constructs are intercorrelated and, if so, whether gender and experience with digital teaching methods moderate this correlation. For this reason, a quantitative study was conducted. In total, = 553 students of different universities and subjects completed an online questionnaire. The correlations between digitality concerns and study satisfaction as well as digitality concerns and stress levels turned out to be highly significant. However, the assumed moderating effect of gender and experience with digital teaching methods could not be verified. The results of this study suggest that digitality concerns are relevant for both academic success and wellbeing of students. Future research could focus on other moderators and mediators as well as potential ways of intervention.

Keywords: digitality concerns, study satisfaction, stress levels

Reeker, Marie

Sind Narzissten die glücklicheren Studenten? – Der Einfluss von Resilienz auf Narzissmus und Studienzufriedenheit

Bachelorarbeit, 28. Mai 2019

Abstract (Deutsch)

Seit Jahrzenten wird immer wieder postuliert, dass Narzissten zufriedener im Leben sind. Gilt dies auch für Studienzufriedenheit? Und wie kommt dieser Zusammenhang eigentlich zu Stande? In dieser Thesis wurde sich die Frage gestellt, ob Narzissten die glücklicheren Studierenden sind und ob dieser Zusammenhang durch Resilienz vermittelt wird. Um diese Fragestellung zu beantworten, wurden vier Hypothesen aufgestellt: H1: Je narzisstischer eine Person ist, desto zufriedener ist diese im Studium, H2: Je narzisstischer eine Person ist, desto mehr Resilienz zeigt diese, H3: Je mehr Resilienz eine Person zeigt, desto zufriedener ist diese im Studium und H4: Der Effekt von Narzissmus und Studienzufriedenheit wird durch Resilienz vermittelt. Da es sich hierbei um Studienzufriedenheit handelt, bestanden die N = 372 Teilnehmer ausschließlich aus Studierenden, die mindestens im zweiten Fachsemester ihres Studiengangs waren. Die Datenerhebung erfolgte online. Zur Überprüfung der ersten drei Hypothesen wurden Korrelationen gerechnet, während für die H4 eine Mediationsanalyse durchgeführt wurde. Der Zusammenhang von Narzissmus und Studienzufriedenheit stellt sich als signifikant negativ heraus, während die anderen beiden Zusammenhänge der H2 und H3 signifikant positiv sind. Auch die Mediationsanalyse ist signifikant. Entsprechend wurde die H1 abgelehnt, während die anderen drei Hypothesen angenommen wurden. Daraus lässt sich schlussfolgern, dass Resilienz den negativen Zusammenhang von Narzissmus und Studienzufriedenheit abschwächt und als eine Art Schutzfaktor dient.

Abstract (Englisch)

For decades there have been researchers stating that narcissists are happier in life. Does that work as well for student satisfaction? And how come that there is this connection? In this graduation paper the question was made if narcissists are the happier students and if this connection is mediated by resiliency. To answer this question, there were four hypotheses put up: H1: the more narcisstic a person is, the happier he/she is in his/her studies, H2: the more narcisstic a person is, the more resiliency is shown by him/her, H3: the more resiliency a person shows, the happier he/she is in his/her studies, H4: the connection between narcissism and student satisfaction is mediated by resiliency. Because the research was made about student satisfaction, the N = 372 participants were all students who were at least in their second semester of university. The data was collected via an online questionnaire. The verification of the first three hypotheses was made through correlation while there was made a mediation analysis to verify H4. The correlation between narcissism and student satisfaction became apparent as significantly negative while the correlations for H2 and H3 are significantly positive. The mediation analysis was put out significant as well. Therefore H1 was turned down while all other three hypotheses got accepted. Because of this we can inference that resiliency reduces the negative connection between narcissism and student satisfaction and serves as a kind of protection factor.

Roloff, Carolin

Studierende unter Strom – Zum Zusammen-hang von Studieneignung, Belastungserle-ben und Studienzufriedenheit.

Bachelorarbeit, 12. Juli 2016

Abstract (Deutsch)

Die Berücksichtigung von Belastungserleben und Zufriedenheit von Studierenden gewinnt an Hochschulen an Relevanz. In beiden Bereichen liegen negative Ent-wicklungen vor. Eine Vielzahl von Faktoren wie die Bologna-Reform, Coping und der veränderte Lebenswandel mit Beginn des Studiums werden als Erklärung her-angezogen. Diese Studie untersucht, welchen Einfluss die Studieneignung (SE) von Studierenden auf die Belastung und Studienzufriedenheit (StZ) hat. Unter SE werden kognitive (Intelligenz) und nicht-kognitive (Persönlichkeit) Facetten ver-standen. 89 Studierende aus den Fachbereichen der Wirtschafts-, Rechtswissen-schaften und Psychologie haben an dieser Studie teilgenommen. Es wurde allge-meine Intelligenz (GkKT), Stresserleben (PSS-10), StZ und die Persönlichkeitsdi-mensionen (IPIP) Neurotizismus und Gewissenhaftigkeit erhoben. Die Ergebnisse zeigen, dass SE (Intelligenz, Gewissenhaftigkeit und Neurotizismus) die Varianz der Belastung zu ca. 50 % (R² = .479) signifikant aufklärt. Alle drei Prädiktoren ha-ben signifikante Effekte auf die Belastung. Die Varianz der StZ kann teilweise von der SE aufgeklärt werden (R² = .203). Während allgemeine Intelligenz und Neuroti-zismus signifikanten Effekt auf StZ aufweisen, erzielt Gewissenhaftigkeit keinen signifikanten Effekt. Zusammenfassend bedeutet das, dass SE ein geeigneter Prä-diktor für Belastung ist, aber nur zum Teil für die StZ. Eventuell spielen hier Fakto-ren wie Erwartungen und Wünsche eher eine Rolle. Da Belastung und StZ Einfluss auf den Studienverlauf sowie die private und berufliche Zukunft der Studierenden haben, sollte sich hiermit weiter aktiv auseinandergesetzt werden.

Abstract (Englisch)

Students under pressure – the relationship between cognitive and non-cognitive aptitude, perceived stress and satisfaction with studies.

The consideration of stress and satisfaction within studies gains more relevance at university. There are generally negative developments in both areas. A multiplicity of factors like the Bologna-reformation, coping and the changing moral conduct at the beginning of the study have been used as explanations. This study examines which influence cognitive (Intelligence) and non-cognitive (Personality) aptitudes of students have on the stress and satisfaction felt during study. 89 Students from the faculties Economics, Law and Psychology participated in the study. General Intelli-gence (GkKT), perceived stress (PSS-10), general satisfaction with studies, the dimensions of Personality (IPIP), conscientiousness and neuroticism were meas-ured. The results reveal, cognitive and non-cognitive aptitude (intelligence, consci-entiousness and neuroticism) clarifies almost 50 % (R² = .479) of the variance of stress significantly. All three predictors show significant effects on stress. The vari-ance of satisfaction with studies can partly be clarified (R² = .203) by cognitive and non-cognitive aptitude. While general intelligence and neuroticism have significant effects on satisfaction, conscientiousness does not. In summary this means, cogni-tive and non-cognitive aptitude is a useful predictor for stress but is only partly use-ful for satisfaction prediction with studies. Factors like expectations, wishes and interest may have a role in the outcome. As stress and satisfaction with studies influence the course of studies as well as the private and job-related future of an individual, it would be recommended to actively look into dealing with these.

Steur, Jonas

Profile selbstregulierten Lernens in einer adaptiven online Umgebung.

Masterarbeit, 18. Januar 2021

Abstract (Deutsch)

Das Ziel dieser Arbeit ist es Lernprofile, basierend auf selbstreguliertem Lernen, zu bilden und die Unterschiede zwischen den Profilen hinsichtlich Ihres Verhaltens auf Lecturio.com, einer E-Learning Plattform für Medizinstudierende, zu untersuchen. Die Lernprofile bauen auf dem Rahmenmodell für selbstreguliertes Lernen von Pintrich (2000) , sowie einer Studie Broadbent und Fuller-Tyszkiewicz (2018) zu Lernprofilen, auf. Dabei wurde selbstreguliertes Lernen als eine kontextuelle Fähigkeit betrachtet. Es wurden Gruppenunterschiede hinsichtlich akademischer Leistung (H1), Funktionsnutzung (H2), Lernzeit (H3) und Selbstsicherheit (H4) erwartet. Diese AVs wurden aufgrund von Nutzungsdaten der online Plattform Lecturio.com gebildet. Für die Untersuchung der Lernprofile wurde eine adaptierte Version des MSLQ (Duncan et al., 1991) verwendet. Die Feldstudie legt dar, dass sich Profile selbstregulierten Lernens in Bezug auf akademische Leistung und Funktionsnutzung signifikant unterschieden. Dies zeigt, dass Lernprofile, basierend auf selbstreguliertem Lernen, ein nützliches Tool für Forschung und Praxis in einem Kontext selbstgesteuerten online Lernens sind. Es konnte allerdings auch festgestellt werden, dass dieses Feld weiterer Forschung bedarf.

Abstract (Englisch)

The aim of this thesis is to create learning profiles based on self-regulated learning and to examine the differences between the profiles in terms of behavior on Lecturio.com, an E-learning platform for medical students. The learning profiles build on the framework model for self-regulated learning by Pintrich (2000) and a study by Broadbent and Fuller-Tyszkiewicz (2018) on learning profiles. Self-regulated learning was viewed as a contextual skill. Group differences were expected with regard to academic performance (H1), function use (H2), learning time (H3) and self-confidence (H4). These dependent variables were created on the basis of usage data from the online platform Lecturio.com. An adapted version of the MSLQ (Duncan et al., 1991) was used to research the learning profiles. The field study shows that profiles of self-regulated learning differ significantly in terms of academic performance and function use. This proofs that learning profiles based on self-regulated learning are a useful tool for research and practice in a context of self-directed online learning. However, it also became clear that this field needs further research.

Studer, Sören

Lebenszufriedenheit und wahrgenommene soziale Unterstützung von Studierenden in Wohngemeinschaften in Abhängigkeit ihrer Persönlichkeit.

Bachelorarbeit, 20. Mai 2014

Abstract (Deutsch)

Die Qualität des Zusammenlebens von Menschen ist stark beeinflusst durch deren Persönlichkeit. Diese Untersuchung widmet sich der Betrachtung des Zusammenlebens einer bestimmten Gruppe von Menschen – den Studierenden, in einem bestimmten Umfeld – den Wohngemeinschaften. Der Fokus der Untersuchung liegt auf der Analyse der Persönlichkeit anhand des Big-Five Modells, der Lebenszufriedenheit und der sozialen Unterstützung. Diese Bereiche werden mittels des BFI-K (einer Skala zur Messung der Big-Five), des FLZ (einer Skala zur Messung der Lebenszufriedenheit) sowie des FSozU (einer Skala zur Messung der sozialen Unterstützung) erfasst. Zusätzlich werden Kriterien erhoben, welche mit den Fragebogendaten assoziiert werden sollen. An der Untersuchung nahmen N=620 Studierende teil. Der Hauptbefund der Untersuchung ist, dass Personen mit einer hohen Ausprägung in den Bereichen Extraversion, Verträglichkeit und Gewissenhaftigkeit sowie einer niedrigen Ausprägung im Bereich Neurotizismus im Zusammenleben am zufriedensten sind. Es ist anzunehmen, dass diese Ausprägungen als günstig für das Zusammenleben in Wohngemeinschaften erachtet werden können.

Abstract (Englisch)

The quality of interpersonal relationship is associated with personality. This study investigates this association in a population of students who live in flatshare settings. The investigation focuses on such aspects as personality, life satisfaction and social support. To measure these variables, the BFI-K (measures the big-five), the FLZ (measures life-satisfaction) and the FSozU (measures social support) were used. Additionally, we investigated the association of these self-report measures with distinct criteria like self reported life satisfaction. The sample consisted of N=620 Students. The main results indicate that students with high characteristics of extraversion, agreeableness & conscientiousness and low characteristics of neuroticism are more satisfied in life. The author concludes that these characteristics are favorable for students who share flats with each other.

Tüschen, Florian

Zum Zusammenhang von dunkler Triade und sozialer Integration in verschiedenen Studienfächern

Bachelorarbeit, 29. Mai 2019

Abstract (Deutsch)

Es gibt viele Vorurteile über unterschiedlichste Studienfächer, die sich auf negativ konnotierte Persönlichkeitsmerkmale beziehen. Doch über die Folgen und Verteilungen dieser Persönlichkeitsmerkmal im universitären Kontext ist noch nicht viel bekannt. Ein aktuell viel beforschtes Konstrukt negativer Persönlichkeitseigenschaften ist die Dunkle Triade (DT; Narzissmus, Machiavellismus und Psychopathie). In dieser Studie wurden die Auswirkungen der DT, auf die soziale Integration, die sich auf die Wahrscheinlichkeit des Studienabbruchs auswirkt, untersucht. Weiterhin wurde geprüft, ob es unterschiedliche Ausprägungen der DT in verschiedenen Studienfächern gibt und ob diese die Auswirkungen der DT auf die soziale Integration moderieren. Dazu füllten 410 Studierende verschiedenster Studienfächer einen Online-Fragebogen aus. Machiavellismus und subklinische Psychopathie korrelierten signifikant negativ mit qualitativen Aspekten langfristiger Beziehungen und zeigten eine Tendenz für einen negativen Zusammenhang mit oberflächlichen quantitativen Kontakten. Der Narzissmus zeigte keine negativen Folgen für die Integration im Studium. Zwischen verschiedenen Studienfächern wurden signifikante Unterschiede der DT-Ausprägung gefunden. Studierende unternehmerischer Studienfächer zeigten hypothesenkonform signifikant höhere DT-Ausprägungen als Studierende sozialer Studienfächer. Allerdings zeigte sich kein moderierender Einfluss der Studienfächer auf den Zusammenhang von DT und sozialer Integration. Diese Studie zeigt erstmals Auswirkungen der DT im universitären Kontext. Insgesamt liefert die Untersuchung Anzeichen für deutliche Unterschiede zwischen den DT-Konstrukten im interpersonellen Kontakt und somit auch in der sozialen Integration. Weitere Forschung sollte die Auswirkungen der DT unter Berücksichtigung der einzelnen Konstrukte und weiterer Faktoren wie dem Geschlecht und deren Interaktion untersuchen, um genauere Ergebnisse für die Studienberatung oder Self-Assessments treffen zu können.

Abstract (Englisch)

There are many prejudices about a wide variety of academic majors that relate to negatively connotated personality traits. However, not much is known yet about the consequences and distributions of these personality traits in the university context, as the research situation is still inadequate. A much researched construct of negative personality traits is the Dark Triad (DT; narcissism, Machiavellianism). This study examined the effects of DT on social integration, which affects the likelihood of dropping out of university. Furthermore, it was examined whether there are different forms of DT in different academic majors and whether these moderate the effects of DT on social integration. To this end, 410 students from a wide range of academic majors completed an online questionnaire. Machiavellianism and subclinical psychopathy correlated negatively with qualitative aspects of long-term relationships and showed a tendency towards a negative relationship with superficial quantitative contacts. Narcissism showed no negative consequences for social integration. Significant differences in DT expression were found between different academic majors. In line with the hypothesis, students of entrepreneurial majors showed significantly higher DT levels than students of social majors. However, there was no moderating effect of the academic majors on the relationship between DT and social integration. This study shows the effects of DT in the university context for the first time. Overall, the study provides evidence for clear differences between the DT constructs in interpersonal contact and thus also in social integration. Further research should examine the effects of DT considering the individual constructs and other factors such as gender and their interaction, in order to be able to make more precise conclusions for study guidance or subject self-assessments.

Zwiesler, Sebastian

Zum Einfluss individueller Persönlichkeitsmerkmale von Beurteilern auf die Einschätzung relevanter Anforderungen für ein erfolgreiches Studium.

Bachelorarbeit, 26. Mai 2014

Abstract (Deutsch)

Im Rahmen des Projektes Ready for Justus? entwickelt die Abteilung für psychologische Diagnostik an der Justus-Liebig-Universität Gießen ein Online-Self-Assessment (OSA) für Studieninteressierte. Dieses Tool soll die studienfachspezifische Eignung der Interessenten feststellen und an diese zurückmelden. Um die jeweils studienerfolgskritischen Anforderungen des Studiengangs zu identifizieren, ist zuvor eine Anforderungsanalyse notwendig. Ein häufig vernachlässigtes Problem stellt dabei die nur unzureichende Bestimmung der Gütekriterien Objektivität, Reliabilität und Validität für Anforderungsanalysen dar. Ziel der vorliegenden Studie ist es, zu untersuchen in wieweit die Generierung eines Anforderungsprofils für Studierende eines bestimmten Studienganges durch einen Experten von dessen Personenmerkmalen abhängig ist. Insbesondere soll der Einfluss der Expertenpersönlichkeit auf die Bewertung studienerfolgsrelevanter Merkmale untersucht werden. Dazu werden auf der einen Seite die Ausprägung der Persönlichkeitsfacetten von Studierenden erfasst; auf der anderen Seite schätzen diese Studierenden die Relevanz von Persönlichkeitsmerkmalen für ein erfolgreiches Studium ein. Die vermuteten Zusammenhänge zwischen Expertenpersönlichkeit und Anforderungspersönlichkeit konnten jedoch nur für die Persönlichkeitsfacette Verträglichkeit gefunden werden.

Abstract (Englisch)

The department for psychological diagnostics of the Justus-Liebig-University Giessen has developed an online Self-Assessment (OSA) for prospective students, as a part of the project Ready for Justus?. This tool is intended to determine the suitability of the prospective students and give them feedback about their matching with the demands of a particular course of study. To identify the criteria relevant for success in a particular course of study, a requirement analysis is first necessary. The problem of insufficient determination of objectivity, reliability and validity of the requirement analysis does not gain enough attention. The aim of the present study is to investigate to what extent the generation of a requirement profile for students of a specific course of study depends on the personal characteristics of an expert, who generates the requirement profile. In particular, the influence of an expert personality to be examined for the evaluation study performance-relevant characteristics. For this purpose, the expression of the personality facets of students are recognized, as well as students appreciating the relevance of a personality traits for a successful study. However, the assumed connections between expert’s personalities and personality requirements could only be found through the personality trait agreeableness.